Grundlagen der Räumlichen Gestaltung

Grundlagen der Räumlichen Gestaltung

im WS 09/10

Die Architekturlehre an der Schule für Architektur Saar, SAS, beginnt im Bachelorstudiengang mit dem Projekt ‚Grundlagen der Räumlichen Gestaltung’.

Über das gesamte erste Semester nähern sich die Studierenden dem Verständnis von Raum im skulpturalen und architektonischen Sinne.

In der Kampagne des Wintersemesters 2009/2010 diente die Erfahrung des städtischen Raumes als Einstieg und Vehikel zur Entdeckung eines erweiterten, architektonischen und skulpturalen Raumbegriffes.
In einzelnen Aufgaben, die in kurzen Schritten aufeinander folgten, wurde der städtische Raum auch im Sinne von Lebensraum analysiert und dargestellt.

Die ersten Übungen fragten nach dem Eindruck der Stadt (Saarbrücken) auf die Studierenden, die sich nach Begehung und Analyse Geschichten zur Stadt ausdenken und diese bildnerisch und in Form eines Kurzfilmes umsetzen durften.

Scribble, Storyboard
und 99-Second-Movie


In der Projektwoche, die den zukünftigen Standort der SAS, das ehemalige Haus der Gesundheit, zum Thema hatte, wurde räumliche und städtische Intervention im Maßstab ein zu eins exerziert:

Terrain Vague, inside outside.

 

lichtvideo

 

google


http://www.youtube.com/watch?v=jfiiJRETFzc

Der weiterführende plastisch-bildnerische Teil des Semesters begann dieses Jahr mit dem Finden und Nachempfinden des urbanen Raumes, der mittels Koordinaten, weltweit verstreut, Google- Earth Luftbilder gleichen Maßstabs vorgab und daraus resultierende Stadtmodelle generieren lies. Zur Analyse der Stadt wurden Schwarzpläne und Dachaufsichten gezeichnet, urbane Gefüge unterschiedlichster Art kennen gelernt und nachvollziehbar gemacht.

In weiteren Schritten wurden diese Stadtmodelle stark abstrahiert, um schließlich als frei komponierte Skulptur in Beton gegossen zu werden. Diese Arbeitsweise brachte vielfältige Reliefe hervor.

 

Do you google? Abstractgoogle. Abstractconcrete.


Die Abstraktionen der urbanen Räume konnten Vorbild für die abschließende, 9.Übung, sein. Der bislang liegende Raum des Reliefs wurde hochkant gestellt und mit einem Maßstab, M.1 = 50, versehen. In diesem neuen, wunderlichen Raum von kann sich ein Mensch bewegen, begegnen, wohnlich einrichten, staunen und raunen.
Aufgabe war es, diese Raumsequenzen als Herausforderung zu begreifen um einen ungewöhnlichen Ort der Begegnung von Nationen, Kulturen und Religionen in Saarbrücken zu konzipieren.
MültiKülti.

Die Schritte Suchen, Finden, Fragen, Verstehen, Darstellen, Abstrahieren und Transformieren ergaben eine große Bandbreite von Ergebnissen, resultierend aus Analyse und Abstraktion von Raum.

Eine Zusammenstellung der wesentlichen Semesterleistungen von fast 50 Studierenden sind derzeit im Rahmen der Ausstellung ‚Junge Kunst’ des Kunstvereines Sulzbach in ihrer Gesamtheit zu sehen.
Noch bis zum 28 März 2010, Aula, Sulzbach.

 

Team:
Prof. Stefan Ochs, Dipl.-Ing.-Architekt Igor Torres, Dipl.-Künstler Arne Menzel.