Greater Green – GreenTech Meta-Cluster der Großregion

Umwelttechnik vorantreiben durch gemeinsame Kooperationen in der Großregion

 

 

Ein weiteres Interreg V A Großregion-Projekt hat mit Beteiligung der htw saar seinen Lauf genommen. Greater Green (Laufzeit 01.10.2016 - 30.09.2019) verbindet verschiedene regionale Cluster der Umwelttechnikbranche in der Großregion zu einem Meta-Cluster, um Knowhow und Expertise der GreenTech zusammenfließen zu lassen. Der wesentliche Ansatz besteht darin, bereits existierende kleinere Netzwerke in einem großen Netzwerk miteinander zu verbinden und das umwelttechnologische Potential der Großregion zu fördern. Erklärte Ziele sind, neue Marktpotentiale der Umwelttechnikbranche auszuschöpfen sowie die Exportquote in Nachbarländer und Sichtbarkeit der Grünen Technologien in der Großregion zu erhöhen. Innerhalb des Förderprogramms unterstützt das Projekt thematisch die Prioritätsachse 4, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Großregion. Es verfolgt das spezifische Ziel, die Präsenz der kleinen und mittelständischen Unternehmen der Großregion auf den internationalen Märkten zu verstärken. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und ein Gesamtbudget von 1.085.451.86 Euro. Die EFRE-Subvention beläuft sich auf 651.271.12 Euro.

Über Greater Green

Die Idee zur Bildung eines GreeTech Meta-Clusters entspricht nicht nur der wachsenden Nachfrage nach Grünen Technologien, sondern auch der Notwendigkeit zu einem ökologischen Umdenken. Basierend auf einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants aus dem Jahr 2013 betrug der GreenTech-Anteil am Bruttoinlandsprodukt bereits damals 13 %. Prognosen zufolge könnte dieser 2025 bereits bei 20 Prozent liegen. Vor allem in der Großregion operieren viele kleine und mittelständische Unternehmen in diesem Sektor, was das Wachstumspotential deutlich macht. Greater Green setzt hier als Netzwerk an, um den Austausch von Informationen und das Beratungsangebot in der Großregion zu verbessern. Vor allem KMUs können sich auf dieses Angebot berufen und dadurch Kooperationspartner in ihrer spezifischen Branche finden.

Die htw saar bildet dabei eine der vier regionalen Koordinationsstellen und ist gleichzeitig operativer Partner des Netzwerks unter Leitung von Anja Kastler. Die verschiedenen Regionen werden durch die weiteren operativen Partner AWEX, der wallonischen Agentur für Export und Auslandsinvestitionen, Luxinnovation G.I.E., der wirtschaftlichen Interessengemeinschaft aus Luxemburg, Grand E-nov aus Metz und der Region Grand Est, dem Zusammenschluss aus Elsass, Champagne-Ardenne und Lothringen, miteinander verbunden. Die Geschäftsführung unter Leitung von Tamara Breitbach und gleichzeitig rheinland-pfälzische Satellitenstelle befindet sich auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld. Die Themenfelder und Arbeitsgebiete von Greater Green sind dabei ebenso vielfältig wie die Umwelttechnikbranche selbst.

Im Bereich Wasser- und Abwasserwirtschaft arbeitet Greater Green mit dem Wassercluster Hydreos in der Region Grand Est und dem Umwelttechnik-Cluster Ecoliance in Rheinland-Pfalz zusammen, die zwei wichtige Netzwerkpartner der großregionalen Wasser- und Abwasserwirtschaft darstellen.


Foto: Karsten Wurth (@inf1783), Unsplash

Ein weiteres Arbeitsgebiet von Greater Green stellen dezentrale Energiesysteme dar. Diese stellen Energie durch kleinere Anlagen in Verbrauchernähe bereit und tragen so zu einer positiven Umweltbilanz bei. Betreiber von Biogasanlagen, Windenergieanlagen, Photovoltaikanlagen und geothermischen Anlagen gehören zu diesem Markt.

Außerdem gehören Kreislaufwirtschaft und Recycling ebenso wie nachhaltiges Bauen zu dem Themenspektrum von Greater Green. Hierbei spielen die Senkung des Energieverbrauchs, die Möglichkeit der Nachnutzung und die Schonung von Naturräumen eine große Rolle für das Netzwerk und deren Partner.

Titelbild: V. l. n. r. Maxime Ossena, Regionalkoordinator Wallonie; Anja Hoethker, Project Manager Luxinnovation; Bertrand Simon, Leiter Innovationsmanagement Grand E-nov; Anja Kastler, Regionalkoordinatorin des Saarlandes; Prof. Dr. Stefan Naumann, Wissenschaftlicher Projektleiter und Regionalkoordinator Rheinland-Pfalz; Tamara Breitbach, Geschäftsführung Greater Green; Achim Mayer, Regionalkoordinator Grand Est; Thierry Sidot, Projektleiter Grand E-nov

 

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel