Qualifikationsprofil


Bachelorabschluss wird regulär nach 6 Fachsemestern erreicht. Ein Bachelor zeichnet sich durch starke Anwendungsorientiertheit aus. Er ist in der Lage nach Vorgaben Teilaufgaben einer bestimmten Gesamtaufgabenstellung eigenständig zu bearbeiten und zu lösen. Die Konzeption der Gesamtaufgabe wird ihm dabei vorgegeben.


Überblick über das Bachelor-Studium

Im Bachelorstudium werden die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften behandelt. Es besteht zu einem Großteil aus ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen und Anwendungen (ca. 50%). Daneben sind mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen (ca. 20%) und zu einem geringen Teil fachübergreifendes Wissen (10%) vorgesehen. Die restlichen 20% werden über einen ersten Schwerpunkt sowie Abschlussarbeit und Praxisphase abgedeckt.






Der Bachelor kann nach dem Grundstudium zwischen den Fachrichtungen:
  • Mechanical Engineering
  • Process Engineering

wählen. Diese Wahlentscheidung ist allerdings so ausgelegt, dass erste Orientierungen innerhalb der Wissensbereiche stattfinden. Deshalb nimmt der fachspezifische Teil lediglich rd. 20% ein.



Bachelor-Abschlussarbeit

Die Bachelor-Abschlussarbeit, deren Thema sich aus dem Praktikum heraus ergeben kann, schließt das Studium ab. Sie wird i. d. R. in deutscher Sprache verfasst und ist eine Prüfungsarbeit, die zeigt, dass der Prüfling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist, ein Problem aus seinem Fach selbständig, nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Es wird dabei ein anwendungsorientierter, industrieller Projektaspekt berücksichtigt.



Aufgaben und Einsatzgebiete

Beispiele für die Aufgaben, die ein Bachelor übernehmen kann, sind:

  • Produktentwicklung: Durchführung einer Einzelteilkonstruktion innerhalb einer Gesamtentwicklung. Die Vorgabe der Konstruktionsaufgabe erhält er dabei von einem Gruppen- oder Abteilungsleiter. Innerhalb von Funktionsvorgaben kann er dabei eigenständige Details ausarbeiten.
  • Automotive: Aufbau und Durchführung von Versuchsreihen und Tests innerhalb eines Testprogrammes. Im Rahmen der Testdurchführung ist er für die Implementierung der Testreihe, die Durchführung, die Fehleranalyse und -beseitigung zuständig. Aufbau und Konzeption des Fahrzeugtestprogrammes werden von einer Testabteilung oder einem Testingenieur vorgegeben.
  • Industrielle Produktion: Überwachung einer Maschinengruppe, Behebung von Störungen, Terminierungsaufgaben innerhalb seines Bereichs.
  • Prozesstechnik: Im Rahmen der Entwicklung einer verfahrenstechnischen Anlage kann er Lastenhefte für bestimmte Anlagendetails ausarbeiten. Weiterhin kann er nach Vorgaben für Anlagenbereiche Geräte (z.B. Pumpen) auswählen und Stücklisten zusammenstellen. Bei der Entwicklung einer energietechnischen Anlage kann er bestimmt Detailfunktionen ausarbeiten, Instandhaltungsanforderungen definieren und technische Spezifikationen für Einzelaggregate erstellen. Er verfügt zudem über Laborerfahrung, Bio-Reaktortechnik, Handhabung von Mikroorganismen und der Laboranalytik.