Qualitätspakt Lehre: Optimierung des Studienerfolges

BMBF
 


2010 haben Bund und Länder den Qualitätspakt Lehre ins Leben gerufen, um bessere Studienbedingungen an den deutschen Hochschulen zu schaffen. In der Antragsrunde 2011 ist der Antrag der htw saar für den Qualitätspakt Lehre unter dem Titel „Optimierung des Studienerfolges“ erfolgreich gewesen, so dass sie als eine von 102 Hochschulen in Deutschland gefördert wird. Mit den beantragten 6,2 Millionen Euro werden 29 Stellen an der Hochschule geschaffen

Der Antrag der htw saar firmiert unter der Überschrift „Optimierung des Studienerfolges“ und stützt sich auf drei Säulen, die in einem Qualitätsmanagement und der Projektleitung ein festes Fundament vorfinden: 

uebersicht Saeule1 Saeule2 Saeule3 Qualitaetsmanagement

    Durch einen Klick auf die roten Flächen bekommen Sie jeweils die neuen Stellen aufgelistet.

 

Die Hochschule ist davon überzeugt, dass die Optimierung des Studienerfolges vor allem mit der Verbesserung der Personalausstattung für die Betreuung und Beratung von Studierenden realisiert werden kann. So werden 10 Stellen für die Betreuung in den Grundlagenfächern und eine halbe Stelle für das hochschulübergreifende Mentoring-Programm geschaffen werden. Angebote wie eLearning, Deutsch als Fremdsprache und der Ausbau des Wahlpflicht- und Soft-Skills-Fachangebotes werden ebenso von neuem Personal profitieren. Der praxisorientierten Ausrichtung folgend wird das Praxisreferat, das Studierende rund um die praktische Studienphase unterstützt, den dringend benötigten personellen Aufwuchs erfahren.

Ein Weiterbildungsangebot für das wissenschaftliche Personal und die Einführung eines Qualitätsmanagements runden das geplante Maßnahmenpaket der htw saar ab, damit die Mittel aus dem Qualitätspakt nicht nur ein Strohfeuer entfachen, sondern Eckpfeiler der Qualität der Lehre an der htw saar bilden.

 

Entwicklung der Hochschule

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar) des Saarlandes war eine der ersten Hochschulen, die ihre Studiengänge gemäß dem Bologna-Prozess auf das Bachelor-Master System umgestellt hat. Aus den Diplom-Studiengängen wurden 38 Bachelor- und Master-Studiengänge gestaltet, darunter elf voll integrierte deutsch-französische Angebote. Die Zahl der Studierenden konnte von 2.500 im Jahre 2000 auf aktuell 5.000 verdoppelt werden. Verglichen mit der Steigerung der Studierendenzahl gab es nur einen geringen Zuwachs beim Lehrpersonal, so dass sich die Betreuungsrelation (Studierende : Professur) erheblich verschlechtert hat (von 25:1 im Jahr 2000 zu 42:1 im Jahr 2010). Gleichzeitig stieg die Problematik bezüglich der Heterogenität des Wissenstandes bei den Studierenden an, da sie aus unterschiedlichen Schularten stammen.
 

Das Konzept

Die Kernaufgabe der Hochschule besteht darin, gut strukturierte und theoretisch fundierte Studiengänge mit ausgeprägter Arbeitsmarktrelevanz anzubieten. Die Optimierung des Studienerfolgs von heterogen zusammengesetzten Studierenden hin zu qualitativ hochwertig ausgebildeten Absolvent(inn)en verfolgt das vorliegende Projekt als oberstes Ziel. Um den Studierenden eine höhere Qualität in der Lehre zu bieten, ist es notwendig, die bisherigen getroffenen Maßnahmen in den Bereichen der Betreuungssituation, der Individualisierung des Studienangebotes und der Praxisorientierung weiterzuentwickeln und zu erweitern. Die erforderlichen Maßnahmen in diesen drei Säulen bilden den Schwerpunkt des Projektes, die von der Projektkoordination begleitet werden. Das Qualitätsmanagement soll an der Hochschule systematischer als bisher umgesetzt werden und insbesondere das vorliegende Projekt unterstützen. Die Zielsetzung des Projektes soll durch folgende Maßnahmen erreicht werden: Zur Verbesserung der Betreuungssituation will die Hochschule zukünftig ein Mentoring-Programm für die Studierenden einführen und bessere Betreuungsrelationen in den kritischen Grundlagen schaffen. Zusätzlich soll den Studierenden die Möglichkeit geboten werden ihren Studienverlauf individueller zu gestalten. Um dies zu gewährleisten, werden den Studierenden unter anderem mehr eLearning Angebote zur Verfügung gestellt. Ebenso will die Hochschule das Angebot der Wahlpflichtfächer ausweiten, damit die Studierenden in stärkerem Maße fächerübergreifende Kompetenzen erwerben können. Die htw saar des Saarlandes ist sehr stark an einer erhöhten Praxisorientierung interessiert, da sie den Studierenden einen noch engeren Bezug zum Arbeitsmarkt gewährleisten will. Die Hochschule sieht es hierzu unter anderem als notwendig an, die fachliche Weiterbildung der wissenschaftlich tätigen Mitarbeiter(innen) stärker zu fördern, da diese ihr Fachwissen unmittelbar an die Studierenden weitergeben. Zusätzlich sollen die Unternehmenskontakte ausgebaut werden, um die Wahrnehmung der Hochschule in der Wirtschaft weiter zu erhöhen.

 

Nachhaltigkeit

Das Bestreben der htw saar während der Projektphase liegt in der Entwicklung von erfolgreichen und durchführbaren Maßnahmen, die auch nach der Projektphase sinnvoll und dauerhaft eingesetzt werden und somit eine Nachhaltigkeit durch eine verbesserte Qualität der Lehre sicherstellen können. Hierzu erfolgt von Beginn an eine Evaluation der durchgeführten Maßnahmen, die zu einer Auswahl und Fortführung der erfolgreichen Maßnahmen auch nach Ende des Projektzeitraums führt.

 

 

Veranstaltungen

Programm des Auftaktsymposiums zum Projekt "Optimierung des Studienerfolgs" am 18.01.2013


Projektleitung

Prof. Dr. rer. pol. Enrico Lieblang

htw saar
Waldhausweg 14
66123 Saarbrücken
Raum A-E-17
t +49 (0)681 58 67 - 545
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Gesamtkoordination

Dr. rer. nat. Markus Ehses

htw saar
Goebenstraße 40
66117 Saarbrücken
Prorektor Studium und Lehre
Raum 2222
t +49 681 5867-762
f +49 681 5867-122
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