Soziale Kompetenzförderung

Im Teilprojekt „Förderung sozialer Kompetenzen“ des vom BMBF geförderten Qualitätspakt-Lehre Projektes „Optimierung des Studienerfolgs“ wurde ein Konzeptpapier zum Verständnis sozialer Kompetenzen und deren Förderung entworfen.

Das Teilprojekt „Förderung sozialer Kompetenzen“ verfolgt vor dem Hintergrund gewachsener beruflicher Kompetenzansprüche und vielfältiger studienbezogener Herausforderungen das Ziel, Studierende in der Entwicklung von sozialen Kompetenzen zu fördern, damit sie gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden können, an der Gesellschaft teilhaben und sich sozial integrieren und engagieren können. Dazu gehört auch die Integration in die Berufswelt. Nicht erst seit der Bologna-Reform werden über das fachliche Wissen und Können hinaus bestimmte überfachliche „Arbeitsmarktkompetenzen“ von potentiellen Arbeitgebern/-innen verlangt. Soziale Kompetenzen „wie Kommunikationsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Fähigkeit zur Selbstreflexion, Sensibilität, Kompromissfähigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Kritik­fähigkeit und Konfliktfähigkeit gewinnen im Berufsleben an Bedeutung […]“ (Sarcletti 2009, S. 3). Studierende auf diese beruflichen Anforderungen vorzubereiten und sie dadurch auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, gehört zu den Aufgaben der Hochschulen und ist Zielsetzung dieses Projektes. Zur Erreichung dieses Ziels wurden im Rahmen des Teilprojektes zwölf Maßnahmen formuliert (siehe Abbildung), von denen eine wesentliche die Begleitung von Lehrenden und Lernenden in studentischen Gruppenarbeitsphasen (Lernteamcoaching) darstellt.

Förderung sozialer Kompetenzen - Das Projekt "Qualitätspakt Lehre" stellt sich vor 

Förderung sozialer Kompetenzen in kooperativen Lernformaten

Soziale Kompetenzen sind eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Kooperation und Interaktion mit anderen und somit eine wesentliche Komponente, um im Studium und der Arbeitswelt zu bestehen. Dabei bieten insbesondere kooperative Lernformate (Gruppenarbeiten) sowohl die Möglichkeit, die vielfältigen Kompetenzen und Potenziale von Studierenden wertzuschätzen, sie anzuerkennen, zu integrieren und zu fördern als auch einen interaktiven und aktivierenden Lernraum, der kognitives, soziales und selbstorganisiertes Lernen verknüpft.

Studierende sollten an die selbstständige Organisation von Lernprozessen in Gruppen jedoch erst herangeführt werden. Wie die Gruppe zu einem gemeinsamen Ergebnis kommt, wie die Kommunikation und Interaktion im Gruppenarbeitsprozess verläuft, wie mit Konflikten umgegangen wird und welches Wissen und welche Fähigkeiten auch im Hinblick auf überfachliche Kompetenzen Studierende in die nächste Gruppenarbeit „mitnehmen“, sollte verstärkt zum Thema gemacht werden. Hier setzt das Lernteamcoaching an. Es kombiniert selbstorganisiertes Lernen in Gruppen und durch Coaching betreutes Lernen miteinander. Lehrende können durch die Projektinhaberin in studentischen Gruppenlernprozessen unterstützt und begleitet werden, mit dem Ziel, die Kooperations-, Selbstorganisations- und Selbstreflexionsfähigkeiten Studierender zu fördern. Mittel- und langfristig sollen Studierende zunehmend mehr Verantwortung für ihren eigenen Lern- und Gruppenarbeitsprozess übernehmen können.

Im Rahmen des hochschuldidaktischen Weiterbildungsprogramms bietet die Stelle zur Förderung sozialer Kompetenzen Seminare und Lehrbegleitung für Lehrende an (siehe interne Qualifikation):

- Methodische Begleitung von studentischen Arbeitsgruppen

- Lernteam-Coaching: Lehrende coachen Studierende im Gruppenarbeitsprozess

Im Rahmen des studium plus bietet die Stelle zur Förderung sozialer Kompetenzen eine individuelle Beratung bei Konflikten an.


Agnes Jasiok, M.A. - Wissenschaftliche Mitarbeiterin

htw saar
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