Saarland in Skizzen: Heimat finden in der Fremde

Wenn Magi Hanna über das Saarland spricht, gerät sie ins Schwärmen. „Mich fasziniert die Architektur, Kunst und Geschichte des Saarlandes. Das inspiriert mich“, sagt sie. Die 26-jährige Architektur-Studentin skizziert Orte und Gebäude im Saarland und veröffentlicht ihre Kunstwerke auf Instagram. Dort hat sie schon über 1000 Abonnenten, darunter auch einige Prominenz aus Politik und Gesellschaft. Auf die Frage, was sie dazu bewegt, sich gerade saarländischen Motiven zu widmen, antwortet sie ganz selbstverständlich: „Meine Leidenschaft und Liebe für das Saarland“.

Mit am besten hier gefällt ihr der saarländische Dialekt. „Mittlerweile kann ich das auch sehr gut verstehen“, sagt Magi nicht ohne Stolz. Die Studentin ist erst im Oktober 2013 mit ihrer Familie ins Saarland gezogen. Geboren und aufgewachsen ist sie in Homs, einer Stadt im Westen Syriens. In den Bürgerkriegswirren musste die Familie das Land verlassen und fand im Saarland eine neue Heimat.

Wenn Magi zeichnet, geht es ihr auch darum, Bezug zu dem Ort zu entwickeln. Aus diesem Grund wählt sie als Motive oft Orte aus, die eine Geschichte erzählen. Auf ihrem Instagram-Profil finden sich beispielsweise Bilder vom Saarbrücker Schloss, dem Landtag des Saarlandes, der St. Josef Kirche in St. Ingbert, den Wassergärten in Landsweiler-Reden, dem Nauwieser Viertel und der Völklinger Hütte.

Diese Orte unterscheiden sich grundlegend von jenen aus Magis Heimat Syrien. „Alles ist anders, die Sprache, die Architektur, die Leute und natürlich vermisse ich manchmal meine Heimatstadt und meine Verwandten dort. Das ist mit vielen Emotionen verbunden“, sagt sie.

Zum Zeichnen und Skizzieren ist die 26-Jährige durch ihr Architektur-Studium an der htw saar gekommen. „Im Seminar Freihandzeichnen mit Professor Ochs und den Dozenten Arne Menzel und Dirk Rausch sind wir jeden Freitag zu einem anderen Ort gefahren und haben dort gezeichnet“, erzählt sie. Die ersten Skizzen hat Magi so schon vor über einem Jahr angefertigt. Aber wie kam sie auf die Idee, ihre Bilder mit anderen zu teilen? „Ich hatte eine schwierige Zeit, in der es mir nicht so gut ging. Wenn ich down bin, suche ich mir immer eine Ablenkung. Da habe ich mir die Fragen gestellt: Was kann ich? Worin bin ich gut? Was inspiriert mich? Was mache ich gerne? Ich interessiere mich für Geschichte, Kunst und Architektur, dann könnte ich das doch mit anderen teilen. Und das kam überraschend gut an. Im April 2021 habe ich dann meinen Instagram-Kanal eröffnet.“ Mittlerweile folgen der Studentin neben vielen Kunst- und Architekturliebhabern auch einige bekannte Politiker*innen. Neben Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Oberbürgermeister Uwe Conradt folgt ihr auch Außenminister Heiko Maas.

„Ich freue mich über jeden einzelnen neuen Abonnenten“, sagt Magi. Künftig plane sie noch weitere spannende Orte im Saarland zu skizzieren und ihre Sicht auf die neue Heimat mit anderen zu teilen. Sie könne sich auch vorstellen, einmal Auftragsarbeiten anzunehmen. Ganz festlegen möchte sie sich aber noch nicht, was ihre berufliche Zukunft angeht. Zunächst einmal plant sie, ihr Architekturstudium abzuschließen und dann vielleicht auch den Blick über die Grenzen des Saarlandes hinaus zu wagen.

Hier geht’s zu Magis Skizzen auf Instagram: https://www.instagram.com/saarlandinskizzen/?hl=de

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