1971-1975

Am 1. September 1971 wurde die Fachhochschule des Saarlandes (FHdS) auf Grundlage des im Februar 1970 vom Saarländischen Landtag verabschiedeten Gesetzes über die Fachhochschulen des Saarlandes gegründet. In der neuen Fachhochschule vereinigten sich die Staatliche Ingenieurschule, die Staatliche Werkkunstschule und die Höhere Wirtschaftsfachschule. 

Dipl.-Ing. Wilhelm Aichelen, seit 1964 Rektor der Staatlichen Ingenieurschule, wurde am 15. April 1970 zum Gründungsrektor, Robert Sessler, bislang Leiter der „Staatlichen Werkkunstschule“, zum Gründungsprorektor der neuen Fachhochschule ernannt. 1973 gingen Dr. Helmut Groh als Rektor und Dipl.-Ing. Edmund Schoenes als Prorektor aus den ersten Hochschulwahlen hervor. 

Die Studieninhalte der ehemals eigenständigen Schulen bildeten sich in den Curricula der neuen Institution ab: Die Fachhochschule gliedert sich nun in acht Fachbereiche, deren Fächer in der Studienzeit zwischen drei und vier Jahren zu absolvieren waren: Architektur (A), Bauingenieurwesen (BI), Betriebswirtschaft (BW), Design (D), Elektrotechnik (E), Grundlagen Informatik und Strahlenschutz (GIK), Maschinenbau (M) und Wirtschaftsingenieurwesen (WI).

Den Dozenten der Fachhochschule wird 1975 die Amts- und Dienstbezeichnung Professor verliehen. 

Die Bundesrepublik Deutschland und die Französische Republik nehmen in diesem Jahr Verhandlungen über die Einrichtung des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts/Institut Supérieur Franco-Allemand de Techniques et d'Economie (DFHI/ISFATES) auf. Als Träger der binationalen Ausbildung werden die Fachhochschule des Saarlandes und die Universität Metz (heute Teil der Université de Lorraine) mit der Planung beauftragt. Weltweit sollen erstmals staatsübergreifende Studiengänge mit integrierten Curricula angeboten werden, die mit einem Doppeldiplom abschließen. 

Die Fachbereiche Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen beziehen zu Beginn des Sommersemesters 1975 einen Neubau auf dem Campus der Universität des Saarlandes.

1976-1983

1978 wird das DFHI/ISFATES mit den Studiengängen Betriebswirtschaft, Elektrotechnik und Maschinenbau eröffnet. Nach einer zweijährigen Studienphase im Heimatland verbringen die Studierenden ihr drittes Studienjahr an der Fachhochschule des Saarlandes, das vierte an der Université Metz. Abschlussgrade werden die französische Licence und das deutsche FH-Diplom sein.

1979 wird das Saarländische Fachhochschulgesetz an das Hochschulrahmengesetz von 1975 angepasst. Die Fachhochschule erhält damit das Recht der Diplomierung.

Nach Auflösung der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes werden deren Gebäude am Waldhausweg 1980 der Fachhochschule des Saarlandes übergeben. Dort ziehen die Fachbereiche Architektur, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen ein. Der Standort wird zum Campus Rotenbühl.

1984-1990

Im Frühjahr 1984 wird mit den Bauarbeiten zum 1. Bauabschnitt des Ergänzungsbaus Goebenstraße begonnen (Gebäude 7). Am 4. Dezember 1980 hatte das Preisgericht zum Architektenwettbewerb getagt, 1981 war wegen Kürzungen der Bundes-Hochschulbauförderungsmittel der Erweiterungsbau Goebenstraße zunächst auf den 1. Bauabschnitt beschränkt worden. 

Der Fachbereich Grundlagen, Informatik und Kerntechnik (GIK) richtet 1984 den Studiengang Praktische Informatik mit einer Aufnahmekapazität von 40 Studierenden pro Jahr ein. 

Am 15. Mai 1985 wird das Fachhochschulinstitut für Technologietransfer (FITT) als Kontakt- und Transferstelle gegründet. 

Am 8. November 1985 findet am Campus Alt-Saarbrücken das Richtfest für den ersten Teil des Erweiterungsbaus statt.

1988 wird der Fachbereich GIK in Grundlagen, Informatik und Strahlenschutz (GIS) umbenannt. 

Am 1. Oktober 1988 tritt Prof. Dipl.-Ing. Herbert Frisch sein Amt als Rektor der Fachhochschule des Saarlandes an. Neuer Prorektor ist Prof. Dipl.-Ökonom Jochen Hartherz. 

Im November 1988 wird der 1. Teil des Ergänzungsbaus offiziell der Fachhochschule übergeben. Am 14. April 1989 erfolgt die feierliche Einweihung. Die Gesamtbaukosten einschließlich Erstausstattung belaufen sich auf knapp über 15 Mio. DM. Der noch fehlende, in Planung befindliche 2. Teil des Ergänzungsbaus (Gebäude 8) wird auf ca. 12 Mio. DM veranschlagt.

Mit der Vereinigung mehrerer Fachschulen zur Fachhochschule des Saarlandes 1971 war die Staatliche Werkkunstschule als Fachbereich Design mit den vier Studienrichtungen Grafik, Industriedesign, Innenarchitektur und Textildesign in der Fachhochschule des Saarlandes aufgegangen. 1989 wurde der Fachbereich Design mit 231 Studierenden in die neu gegründete Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK Saar) überführt. Das politische Ziel dieser Maßnahme war, das Saarland als Standort für Freie Kunst und Design attraktiver zu machen.

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