Keynotes

Dr. Rory Truell
Keynote Tag 1:

“Ethical guidelines - to what extent are they crisis-proof? 
Guidelines as a reflection film for current developments in the profession."

How do we as social workers help create social justice? In our Global Social Work Definition, we talk about human rights and social justice being at the heart of our profession. The values and principles of our global ethical statement seeks to guide us as educators and practitioners. However, the reality is that as we move towards managing the impact of the pandemic and we discover more from our colleagues immersed in indigenous knowledge, we are already embarking on a change to some of our historical perspectives of ethical practice.  

This keynote will trace the profession´s global discussion of ethical principles and how the pandemic has enabled new ways of working to emerge. This has simultaneously come forward at time when we have been considering, for example, ´Ubuntu´ that introduces a different philosophical base from the Western models that have dominated social work education and practice for several generations. The presentation will conclude with the social work profession´s vision and action for a new eco-social world that leaves no one behind.  

Über Dr. Rory Truell:


Rory Truell is the Secretary-General of the International Federation of Social Workers. IFSW is the global body representing professional social work practice, comprising 146 national associations of social work and holding consultative status with the United Nations. Dr Truell works directly with national social work associations, frontline services, government leaders and international development agencies. He frequently speaks and writes on the importance of building community engagement in social protection systems, challenges for the profession, and the social work contributions to sustainable development. Dr Truell is an Honorary Professor at Essex University and a visiting professor in many institutions globally.    



Prof. Dr. Peter Schäfer
Keynote Tag 2:
"Der Qualifikationsrahmen Soziale Arbeit (QR SozArb) als Referenzrahmen der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit"

Der Vortrag erörtert die Rolle und Funktion des QR SozArb im Prozess der Professionalisierung Sozialer Arbeit. Er geht dabei zunächst dem Sinn und Zweck des
QR SozArb-Version 6.0 – nach und arbeitet nach kurzer Einordnung und Abgrenzung zu anderen nationalen und internationalen Qualifikationsrahmen (HQR, DQR, EQR) Grundlagen, Aufbau und Logik des QR SozArb und dessen Besonderheiten sowie dessen theoretische Fundierung nach dem Kompetenzmodell Oskar Negts mit seinen sechs Kernkompetenzen heraus. Dazu geht er exemplarisch auf die die Frage der Ethik und der Digitalisierung ein. Er beleuchtet den Stellenwert im Verhältnis hochschulischer und beruflicher Kompetenzdiskussion.
Der Beitrag zeichnet nach, dass der sowohl von der Disziplin als auch der Profession anerkannte QR SozArb formal zwar wie alle Fachqualifikationsrahmen als rechtlich nicht bindend gilt, doch weist der QR SozArb einige Besonderheiten auf:
So entfaltet er dadurch mittelbar rechtliche Geltung, dass er in vielen Landes-Sozialberufen-Anerkennungsgesetzen als Referenzrahmen zur berufsrechtlichen Anerkennung von Studiengängen Sozialer Arbeit dient und auch die maßgelblichen Voraussetzungen des berufsrechtlichen Zugangs mittels der Staatlichen Anerkennung benennt einschließlich des Mindesterfordernisses von 100 abzuleistenden Arbeitstagen hochschulisch begleiteter Praxiserfahrung, was wiederrum für Universitätsabsolvent:innen von erziehungs- oder bildungswissenschaftlichen Studiengängen mit sozialpädagogischem Schwerpunkt von Relevanz für die Staatliche Anerkennung ist, wenn diese angestrebt wird. Gleichzeitig gibt er von dem Hintergrund der spezifischen über 100 jährigen disziplinären Entwicklung Sozialer Arbeit als einziger QR eine allgemein anerkannte Definition seines Gegenstandsbereichs vor.
Der Vortrag lotet abschließend Chancen, Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten des QR SozArb sowie dessen Herausforderungen aus.

Über Prof. Dr. Peter Schäfer:



Prof. Dr. Peter Schaefer hat als Jurist, Kriminologe und Mediator seit dem Jahr 2000 die Professur für Familien- und Kinder- und Jugendhilferecht am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach inne. Darüber hinaus lehrt er Europarecht und Gesellschaftsrecht/Rechtsformen in der Sozial-, Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Kriminologie, Viktimologie und Mediation in allen BA- und MA-Studiengängen des Fachbereichs und an weiteren Hochschulen.
Seine interdisziplinär ausgerichteten Interessens-, Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte bündelt er langjährig und regelmäßig in unterschiedlichen Settings, wie z. B. durch die Planung, Durchführung und Evaluation von transdisziplinären je zweisemestrigen Projekten (zusammen mit einer kooperierenden Hochschule und einem Praxisvertreter) mit grundlegendem Theorie-Praxis-Bezug zu den Themenbereichen:

• Nachhaltigkeit im Bildungsbereich (insbesondere informelle und nonformale Bildung),
• Entwicklung von kommunalen Integrations- und Präventionskonzepten für Kinder- und  Jugendliche von Eingewanderten und ihren Nachkommen in ihren inter- und transkulturellen Kontexten,
• bürgerschaftliches Engagement und Städtebauförderprogramm Soziale Stadt sowie dem
• Verhältnis zwischen Rechts- und Sozialwissenschaften und Rechtsverwirklichung in der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung der Menschenrechte und Diversität.

Ein weiterer Bereich seiner Forschungs- und Entwicklungstätigkeit liegt im Bereich der Kompetenzentwicklung von Studierenden der Sozialen Arbeit durch Qualifikationsrahmen und der Entwicklung von Studienprogrammen, Curricula und von Qualitätssicherungssystemen in der Hochschullehre. Den Theorie-Praxis-Transfer im tertiären Bildungssektor stellt er insbesondere durch seine Tätigkeit als ständiges Mitglied der Kommission der Akkreditierungsagentur im Bereich Gesundheit und Soziales (AHPGS) für Studiengänge im Hochschulbereich und als Gutachter in der internationalen und nationalen Akkreditierung und Evaluation von Studiengängen insbesondere der Sozialen Arbeit, der Mediation, der Kriminologie und  Kindheitspädagogik, der Polizeiwissenschaft, des Europarechts und des Public Management sowie der Studiengänge im Gesundheitsbereich her.
In Kriminologie, Viktimologie und Strafrecht richtet er jährlich eine internationale Blockwoche an der Hochschule Niederrhein unter besonderer Berücksichtigung von alternativer Konfliktvermittlung und Opferschutz aus. Als Kooperationspartner der World Society of Criminology and Victimologie (WSV), deren Mitglied des Exekutivkommitees er zugleich ist, lehrt er seit 2003 – begleitet durch eine Studierendengruppe - auch regelmäßig einmal pro Jahr im 14-tätgigen internationalen „Postgraduate Course of Victimologie, Victim Assistance and Criminal Justice“ am Inter University Center Dubrovnik/Croatia. Entsprechende Vorträge hielt er auch auf Kongressen der WSV in Japan und Indien.
Der Fokus von Prof. Schäfer auf alternative Konfliktvermittlung und Verhandeln als wichtige Handlungsbereiche der Sozialen Arbeit und der Restorative Justice wird dabei auch wesentlich durch seine praktische Tätigkeit als Vorsitzender der Schiedsstelle im LVR-Landesjugendamt Rheinland für Streit- und Konfliktfälle in der Jugendhilfe und als Sprecher der Konferenz der Schiedsstellenvorsitzenden in Deutschland und durch seine sonstige Mediationstätigkeit geprägt und gefördert.
Prof. Dr. Schaefer ist langjährig als Dekan, und in zahlreichen Funktionen, z. B. als Vorsitzender der bundesweiten Dekane-Konferenz der Hochschulen für Soziale Arbeit (Fachbereichstag Soziale Arbeit – FBTS), Vorstandsmitglied der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT), Sprecher der Landesdekane-Konferenz der Hochschulen für Soziale Arbeit in NRW und zuvor als Prodekan und Evaluationsbeauftragter etc. an der Hochschule Niederrhein tätig gewesen. Er hat zahlreiche weitere Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung übernommen, wie z. B. als Vorsitzender und Mitglied von diversen Berufungskommissionen etc. Zur Arrondierung verknüpfte er seine Interessens- und Forschungsschwerpunkte mit seinen Mitgliedschaften in zahlreichen Netzwerken und wissenschaftlichen Gremien und wissenschaftsnahen Organisationen in Beiräten, Fachausschüssen und Arbeitskreisen u. a. als Mitglied des Fachausschusses soziale Berufe des Deutschen Vereins, Mitglied des Fachbeirates für das CHE-Hochschul-Ranking der Bertelsmann-Stiftung u.a.m.
Prof. Dr. Schaefer promovierte an der Universität Lüneburg mit einer von der Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik ‚neue praxis‘ mit dem Promotionspreis ausgezeichneten Arbeit über die Auswirkungen des Europarechts und der Europäischen Sozialpolitik auf Soziale Arbeit.
Vor und neben seinen beruflichen Tätigkeiten als Hochschulassistent am Institut für Sozialpädagogik an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Lüneburg, als Rechtsanwalt, Referent eines Wohlfahrtsverbandes sowie als Geschäftsführer und Justiziar in der Sozialwirtschaft studierte er postgradual Mediation, Kriminologie sowie Europarecht und grundständig Rechtwissenschaften, Soziologie und Ethnologie an der FernUniversität Hagen, der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und an der Universität Bremen sowie der Universität Hamburg.






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