Mit unseren berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten sichern wir parallel zur Forschung den Wissenstransfer in die regionale Wirtschaft. Um Unternehmensvertretern die Gelegenheit zu geben, sich über unsere Programme zu informieren und ihre eigenen Ansprüche an wissenschaftliche Weiterbildung zu formulieren, haben wir den Tag der Wissenschaftlichen Weiterbildung geschaffen. 

Am 27. Januar 2016 fand er nun zum zweiten Mal statt. Dank der Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung (WGF) Saarpfalz stand uns als attraktiver Veranstaltungsort deren Gebäude im Bexbacher Saarpfalz-Park zur Verfügung.

Fast zwanzig verschiedene Unternehmen aus dem Saarpfalz-Kreis waren schließlich am 27. Januar vertreten. Der Tag bot die Gelegenheit, neben einigen bereits bekannten auch Unternehmen kennenzulernen, mit denen wir bisher keine Berührungspunkte hatten.  

 

Der Tag der Wissenschaftlichen Weiterbildung

Um die Verzahnung zwischen Wissenschaftlicher Weiterbildung und Wirtschaft zu fördern, laden wir Unternehmensvertreter/innen aus der Region regelmäßig zum Tag der Wissenschaftlichen Weiterbildung ein. Sie haben dort die Möglichkeit, ihre Wünsche und Vorstellungen an ein Weiterbildungsangebot zu formulieren und in unser Angebot mit einzubringen. 

 

Förderprogramm "KdW - Kompetenz durch Weiterbildung"

Nach der Begrüßung durch Doris Gaa, Geschäftsführerin der WFG Saarpalz, eröffnete Georg Maringer, Geschäftsführer der fitt gGmbH, den Tag. Er informierte ganz exklusiv - die offizielle Vorstellung sollte erst am Nachmittag im Wirtschaftsministerium erfolgen - über das neue Förderprogramm "KdW - Kompetenz durch Weiterbildung". Saarländische KMU sollen künftig bei der Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter bezuschusst werden. Bei der fitt gGmbH wurde dazu eine Servicestelle eingerichtet, die die Antragstellung betreut. 

Anschließend präsentierte Christine Jordan-Decker, kaufmännische Leiterin des IWW, das Weiterbildungsangebot der htw saar, insbesondere die Möglichkeit, maßgeschneiderte Inhouse-Programme zu entwickeln.

Neue Arbeitswelt - neue Herausforderungen

Nach einer kurzen Kaffeepause warf Prof. Dr. Wolfgang Appel, Professor für Personal- und Servicemanagement an der htw saar, in seinem Vortrag die Frage auf  "Wie begegnen wir der neuen Arbeitswelt?". Ein Thema, das auch die anwesenden Unternehmensvertreter aus ihrer Praxis kennen dürften. Beispielhaft blickte Prof. Appel auf einige Schlagworte, die die Arbeitswelt von heute prägen: Die zunehmende Beschleunigung und die daraus resultierenden neuen Anforderungen an die Mitarbeiter, Digitalisierung aller Unternehmensbereiche oder die unklare Trennung von Berufsalltag und Privatleben.

Zudem steht eine neue Generation an Erwerbstätigen bereit - vielfach betitelt mit "Generation Y" - die sich durch besondere Werte wie Gesundheit, Freiheit und Erfolg auszeichnet und nach dem Schulabschluss einer Fülle an Möglichkeiten gegenüberstehen, die zwar einerseits Freiheit suggeriert, andererseits jedoch Angst vor einer falschen Entscheidung schafft. Gleichzeitig empfinden die Vertreter ihr Leben durch gesellschaftspolitische Ereignisse als Zustand permanenter Krisen und Unwägbarkeiten (Ukrainekrieg, Finanzkrise, Stuttgart 21 etc.). Für die Generation Y wird somit Sicherheit im privaten Umfeld zum wichtigsten Wert.

Gepaart mit dem rasanten technischen Fortschriftt, der alle Bereiche umfasst, man nehme nur das Stichwort "Industrie 4.0", ergeben sich für die Personalarbeit mehr offene Fragen, denn zufriedenstellende Antworten. Wie geht man damit um, dass Menschen immer mehr durch Maschinen ersetzt werden? Wie muss sich Lernen verändern, um Kompetenzen statt Fachwissen in den Vordergrund zu stellen? Wie zeichnet sich ein neuer, zielgruppengerechter Führungsstil aus?

Angesichts der aktuellen Entwicklungen plädiert Prof. Appel dafür, unsere Trägheit zu überwinden und Veränderungen im Betrieb anzustoßen, um mutig, risikobereit und vor allem verantwortlich in die Zukunft der neuen Arbeitswelt zu schauen. Nicht zuletzt Bildung kann dazu ein guter Motor sein.   

Mit diesem Input schloss die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Imbiss und der Gelegenheit, sich zu den Gedanken auszutauschen. Wir werden die Reihe im September mit dem 3. Tag der Wissenschaftlichen Weiterbildung fortführen, der im Raum Merzig stattfinden wird. Wir freuen uns auf weitere interessante Denkanstöße und neue Kontakte!

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