Das Team des Deutsch-Französischen Instituts für Umwelttechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes arbeitet unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Matthias Brunner an einem geschützten biotechnologischen Verfahren, mit dessen Hilfe einerseits überschüssige erneuerbare Energie zwischengespeichert und andererseits CO2-Emissionen vermindert werden können.

Das BEST-Verfahren

Im BEST-Verfahren - BioEnergySTorage-Verfahren - wandeln Mikroorganismen klimaschädliches CO2 mittels erneuerbarer Energie sehr effizient zu Methan in Erdgasqualität, sprich synthetischem Erdgas, um. Synthetisches Erdgas in dieser Reinheit ersetzt fossiles Erdgas 1:1. Es kann in wunschgemäßen Mengen ins Erdgasnetz eingespeist, dort transportiert und an beliebiger Stelle genutzt werden.

Das BEST-Verfahren kann zur Lösung einiger aktueller Herausforderungen beitragen:

  • Stoffliche Speicherung und Transport erneuerbarer Energie
  • CO2-Minderung
  • e-fuels, Defossilisierung
  • Sektorkopplung

Wie arbeitet BEST?

Die mikrobielle Methanbildung erfolgt in einfachen, drucklosen Submersreaktoren. Diese Reaktoren sind so konstruiert, dass sie ohne bewegte Teile in ihrem Inneren auskommen. Sie sind leistungsstark, einfach aufgebaut und zeichnen sich weiter durch einen geringen Wartungsaufwand und hohe Verfügbarkeit aus. Sie sind in jede Größenordnung skalierbar. Dezentrale und zentrale Anlagen sind möglich.Im Gegensatz zu BEST arbeiten chemisch-katalytische Verfahren mit höchstreinem Wasserstoff und CO2 bei hohen Drücken und Temperaturen. Die Reaktoren müssen für diese extremen Bedingungen aufwendig konstruiert sein.

Die beteiligte mikrobielle Mischkultur arbeitet optimal bei Temperaturen von 30° - 40°C und hat keine hohen Anforderungen an die Gasqualität. Sie ist unempfindlich gegenüber Verunreinigungen wie Schwefelverbindungen oder Schwermetallen. Dadurch kann CO2 aus diversen Quellen genutzt werden.

Wesentliche Eigenschaften des BEST-Verfahrens sind:

  • Submersreaktor, drucklos
  • ohne bewegte Teile im Reaktor
  • Bakterienmischkultur, 30° – 40°C
  • tolerant gegenüber Schwefelverbindungen und Schwermetallen
  • beliebig skalierbar
  • effizient, flexibel, robust

Die Reaktoren können in ihrer Leistung uneingeschränkt variiert, stillgelegt und umgehend wieder angefahren werden. Selbst nach langen Zeiträumen ohne Substratzufuhr sind die Mikroorganismen bereits nach kurzer Zeit wieder auf dem ursprünglichen Leistungsniveau. Es ist problemlos möglich, die Anlage mehrmals täglich in der Leistung zu variieren, ganz abzuschalten und neu zu starten.

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