RCC | KN

Das RCC | KN-Projekt zielt darauf ab, Ausrüstung, Hardware und Infrastruktur im Bereich der thermischen Gebäudeenergie zwischen den Forschungszentren und Laboren der Großregion zu verbinden. Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau von Netzwerken, um einen breites Spektrum von Versuchsbedingungen auch denjenigen Institutionen zu ermöglichen, denen spezifische Ausstattung fehlt. Das Ziel ist es, dadurch die Forschungsqualifikationen auf dem Gebiet der Großregion aufzuwerten und materielle und personelle Ressourcen zu bündeln. Dafür soll eine "Emulationsplattform" entwickelt werden. Bei der "Emulation" wird ein System durch ein anderes ersetzt, das das Verhalten des ursprünglichen Systems reproduziert. Dadurch können physisch entfernte Systeme virtuell verbunden werden: Ein an einem Ort physisch realisiertes "System" (Gebäude, HVAC, Speicher usw.) wird virtuell mit einem an einem anderen Ort befindlichen System verbunden. Die Systeme können dann interagieren, als wären sie physisch am gleichen Ort.

Die vier Partner betreiben eine Labor-Infrastruktur: Die experimentellen Testräume beinhalten die Klimakammern in Arlon.

Beispielhaft könnten die folgenden Verbindungen zwischen Laboren vorgesehen werden:

Das BEMS-Labor benötigt für ein Forschungsprojekt ein System zur Kraft-Wärme-Kopplung, die ENERBAT-Plattform verfügt über ein solches System. Mithilfe des im RCC | KN implementierten Netzwerks und der entwickelten Emulationssoftware können die beiden Labore virtuell verbunden werden. Die Emulationslösung beruht auf dem Austausch von Echtzeitdaten zwischen den zwei Laboren. Die KWK läuft tatsächlich im Labor in Lorraine, ihr Verhalten wird im Labor in Arlon exakt reproduziert (d.h. mittels elektrischem Widerstand emuliert), um das Gebäudes auf die gleiche Weise zu beheizen, als wäre es mit dem KWK-System ausgestattet. Die ENERBAT-Plattform kann die KWK unter realistischen Betriebsbedingungen testen: mit dem Wärmebedarf des BEMS-Labors, das in Nancy emuliert wird.

Ein weiteres Beispiel ist der Austausch von Daten zwischen dem Living Lab smart office space und den oben erwähnten Laboren. Im Living Lab in Kaiserslautern wird das Verhalten von Nutzer/innen beobachtet, dynamische Systeme der Gebäudehülle sowie Geräte zur personalisierten Umgebungskonfiguration werden mittels Kontrollalgorithmen eingestellt. Die Daten des Benutzer/innenverhaltens könnten durch den Emulationsprozess am BEMS genutzt werden und der tatsächliche Energiebedarf könnte am ENERBAT ermittelt werden.