Marina Moser



"Ich würde jeder Schülerin raten, trotz Ängsten, das Studium nicht zu schaffen, es unbedingt zu versuchen."

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Studium zu realisieren?
Ich war auf einem Technisch-Wissenschaftlichen-Gymnasium und habe mich daher schon lange vor meinem Studium für den MINT-Bereich interessiert. Allerdings wollte ich eine längere Zeit eigentlich Human- und Molekularbiologie an der Universität des Saarlandes (UdS) studieren und hatte eher Respekt vor Studiengängen im technischen Bereich, obwohl mich auch dieser Bereich interessiert hat. Allerdings war ich mir unsicher, ob ich ein solches Studium erfolgreich abschließen könnte, da in meiner Familie niemand bisher studiert hat und ich auch zu diesem Zeitpunkt sonst niemanden kannte, der mich hätte unterstützen können. Mein Lebensgefährte ermutigte mich schlussendlich, Biomedizinische Technik an der htw saar zu studieren und mir diesen Studiengang zuzutrauen. Bis zum Abschluss meines Studiums unterstütze er mich tatkräftig bei vielen Modulen. Ich denke vielen Frauen geht es ähnlich. Da sie vielleicht ebenfalls niemanden kennen, der ihnen helfen könnte, trauen sie sich manche Studiengänge nicht zu, obwohl sie daran Interesse hätten. Ich denke die Familien sowie auch die Schulen sollten allen mehr Mut machen, das zu studieren, was die betreffenden Personen interessiert. Von Seiten der Universitäten und Hochschulen sollte bereits frühzeitiger an Schulen – noch vor der Bewerbung für einen Studiengang – kommuniziert werden, dass viele Studierende aus den höheren Semestern durchaus gerne helfen und es immer jemanden gibt, den man fragen kann, wenn man Schwierigkeiten hat.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrem Studienfach?
Grundsätzliche finde ich alle Aspekte in meinem Studienfach sehr interessant. Während meines Studiums entwickelte ich starkes Interesse am Bereich Informatik, weswegen ich nun auch meinen Master an der Hochschule Mannheim in diese Richtung ausgewählt habe. Besonders interessiert mich zudem der Bereich der Neuroprothetik, in dem ich in der Zukunft in der Forschung und Entwicklung tätig sein möchte.

Durch welche Netzwerke oder Hochschulprogramme wurden Sie unterstützt?
Ich wurde seit Oktober 2018 durch das Deutschlandstipendium zwei Jahre in Folge finanziell unterstützt, weswegen ich sehr dankbar bin.

Welche praktischen Erfahrungen hatten Sie bereits vor oder während des Studiums gesammelt?
Als studentische Hilfskraft war ich für die Durchführung von Mathematik-Tutorien und die Betreuung der (Bio-)Chemie Labore zuständig. Während meines Masters möchte ich praktische Erfahrung in Form einer Werkstudierendenstelle sammeln.

Welche beruflichen Ziele haben Sie?
Ich möchte nach meinem Master gerne promovieren und sehe mich in der Zukunft als Projektleiterin in einer Forschungs-und Entwicklungsableitung im Bereich der Neuroprothetik. Zudem kann ich mir im weiteren Verlauf meiner beruflichen Laufbahn auch eine Stelle als Professorin vorstellen.

Welchen Rat haben Sie für Schülerinnen im Hinblick auf ein MINT-Studium?
Ich würde jeder Schülerin raten, trotz Ängsten, das Studium nicht zu schaffen, es unbedingt zu versuchen. Ich habe an der htw nur positive Erfahrungen gemacht, wenn es darum ging, offene Fragen zu klären - sowohl die Studierenden als auch die Dozierenden sind sehr hilfsbereit und nehmen sich viel Zeit. Ich würde zudem raten, immer sofort Fragen zu stellen und nicht aus Scham lieber nicht zu fragen. Viele Mitstudierende werden sich sicher über die gestellte Frage freuen, da sie diesen Zusammenhang gerade selbst nicht verstanden haben. Zudem bin ich der Überzeugung, dass man Dinge, die einen persönlich interessieren, immer lernen und verstehen kann und somit letztendlich lediglich das Interesse, der Wille und das daraus resultierende Engagement zählen, um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Von Seiten der Hochschule würde ich großes Potential im Aufbau eines Nachhilfenetzwerkes sehen, welches bereits an den Schulen frühzeitig kommuniziert werden sollte, um zukünftigen Studentinnen die Angst vor den MINT-Fächern zu nehmen.

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit...
Sport (Tennis, Krav Maga, Mountainbike, Laufen, Ski und Snowboarden, Bergsteigen), Reisen.
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