"Wir Frauen können das genauso gut wie die Männer!"

Warum haben Sie sich für dieses Studium entschieden?
In der 8. Klasse wollte ich Architektin werden. Dazu gekommen bin ich durch das Spiel “Die Sims”. Unter anderem werden da Häuser gebaut und eingerichtet. Das hat mir so viel Spaß gemacht!
Die Serie „Prison Break” hat mich ebenso begeistert, darin ging es um einen Architekten, der die Pläne des Gefängnisses hatte und seinen Bruder daraus befreite. Auf den Beruf Bauingenieur*in bin ich nur durch einen Klassenkameraden gekommen, der das studieren wollte. Da hatte sich meine Denkweise verändert. Ich wollte nicht mehr nur Gebäude entwerfen, sondern wollte wissen, was baulich und technisch dahintersteckt. Wie können unsere Brücken im Meer halten? Wie können Tunnel nicht einstürzen? Wie wird ein Haus gebaut ohne, dass es einstürzt? Das waren die Fragen, die ich mir gestellt habe.

Haben Sie an Orientierungs- oder Informationsveranstaltungen im Vorfeld teilgenommen?
Ich habe in der Realschule ein dreiwöchiges Praktikum in einem Architekturbüro absolviert. Meine Auswahl hat mich damals für den architektonischen Teil bestärkt.

Was fasziniert Sie besonders an Ihrem Studienfach?
Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Zum größten Teil hat mich aber das Modul Massivbau fasziniert. Die Eigenschaften des Betons, wie er arbeitet und wie er fest wird. Was man alles mit Beton bauen kann! Auch hat mir die Bemessung der unterschiedlichen Bauteile aus Beton wie Stützen, Decken und Plattenbalken Spaß gemacht und die Anfertigung der Bewehrungsskizzen. Außerdem interessiert mich die Bauphysik. Für eine Projektarbeit habe ich das Innenklima der Schlosskirche in Saarbrücken simuliert, bei der wir parallel auch das Innenklima vor Ort gemessen haben. Ziel war es, eine Aussage zu treffen, welche Maßnahmen man vor Ort definieren soll, da es im Winter in der Schlosskirche viel zu trocken ist und die Orgel Schäden davonträgt. Die Recherche und die Computersimulation waren sehr spannend.

Sammeln Sie begleitend zu Ihrem Studium Praxiserfahrungen?
Ich arbeite neben meinem Studium als Hiwi an der htw saar. Zu meinen Aufgaben gehört die Korrektur der Hausübungen in Massivbau, die Erstellung von Zeichnungen für Skripte, aber auch mal die Erstellung von Diagrammen mit Excel. Nebenbei arbeite ich noch in einem Vermessungsbüro als Werkstudentin. Da bin ich die meiste Zeit auf der Baustelle am Vermessen, Abstecken oder Nivellieren. Ab und zu arbeite ich aber auch mit dem Vermessungsprogramm im Büro und zeichne Leitungstrassen ein.

Welche beruflichen Ziele haben Sie?
Das weiß ich noch nicht 100%. Ich würde gerne in die Bauleitung, aber könnte mir auch einen Beruf in der Planung oder Statik vorstellen. Aber das ist auch das Schöne an dem Beruf. Es ist so vielfältig und bestimmt für jede*n etwas dabei!
Welchen Rat haben Sie für Schülerinnen im Hinblick auf ein MINT-Studium?
Ich habe anfangs auch gedacht, dass ich das Studium nicht erfolgreich schaffe. Aber diese Zweifel waren falsch, wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann wird man es schaffen. Man sollte sich keine Sorgen machen oder Angst haben. Wir Frauen können das genauso gut wie Männer!

In Ihrer Freizeit beschäftigen Sie sich am liebsten mit...
Yoga, Malen, Lesen.

htw saar
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