Das Cnam – Förderung von Strukturprojekten und lebenslanger Weiterbildung

Laurent Perez, Direktor für europäische und internationale Beziehungen beim Conservatoire national des arts et métiers (Cnam), stellt das Cnam vor.

Die sowohl europäische als auch internationale Ausrichtung und Öffnung ist ein wesentliches Plus für die Entwicklung des Conservatoire national des arts et métiers (Cnam): Sie trägt zur Verbesserung seines Ausbildungsangebots und seines Know-hows in Forschung und Verbreitung der wissenschaftlichen und technischen Kultur bei, so Laurent Perez.

Eine Politik des Technologie- und Kompetenz-Transfers
Das Cnam unterstützt in erster Linie Strukturprojekte. Es fördert den Technologie- und Kompetenz-Transfer seiner institutionellen Partner – französische Unternehmen bei der Einrichtung oder Entwicklung von Projekten außerhalb Frankreichs, aber auch ausländische Partnerfirmen von französischen Unternehmen oder solche, die sich in Frankreich niederlassen möchten.

Das Cnam beabsichtigt, Maßnahmen, die von einer Logik der Solidarität inspiriert sind, mit denen einer Logik des Einflusses und der Anziehung zu kombinieren. Das Ganze steht im Dienst der politischen Einflussnahme Frankreichs und der Europäischen Union weltweit, insbesondere im Bereich der Frankophonie. Die vom Cnam vorgeschlagene Internationalisierung der Ausbildungsangebote, seine Sprachenpolitik und die pädagogische Nutzung digitaler Technologien laufen in diesem Ziel zusammen.

 
Eine Logik des Netzwerks und der Partnerschaft
Die Stärkung seiner Verbindungen zum Netzwerk diplomatischer Vertretungen und zu dem der Agence Française de Développement (Französische Entwicklungsagentur) zielt darauf ab, das Cnam als führenden Anbieter lebenslanger Weiterbildung im französischen Kooperationsnetzwerk zu positionieren.

Die „dezentrale Zusammenarbeit“ (d.h. eine Zusammenarbeit, die sich von der zentralistischen Ausrichtung Frankreichs losmacht) ist eine der Komponenten des auswärtigen Handelns Frankreichs, besonders in den Übersee-Territorien. Das territoriale Netz, über das das Cnam durch seine regionalen Zentren verfügt, definiert es als lokalen Betreiber im Dienst der dezentralen Politik in der internationalen Zusammenarbeit, was durch die Gebietskörperschaften und den „Staat in der Region“ (Präfekturen der Regionen) veranlasst wird.

Das Cnam erleichtert die Vernetzung seiner Zentren und seiner Partner im Ausland, insbesondere im Projektmanagement. Letztlich sollen die Zentren und Partnerinstitutionen zu Exzellenzzentren werden, die hinsichtlich des Wissens, das im Rahmen von strategischen Positionierungen der ursprünglichen Staaten erworben wurde, mobilisierbar sind. Dies entspricht der Vorstellung von einem verstärkten internationalen Netzwerk, dessen Träger das Cnam ist.

Das Cnam berücksichtigt die strategischen Prioritäten der Communautés d’universités et établissements (CUE; universitäre und institutionelle Gemeinschaften) in jeder Region. Es arbeitet an der Definition einer gemeinsamen Vision und regt synergetische Kooperationsvorhaben an.

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