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Zu Gast bei John Deere in Zweibrücken

Dr. Susanne Schohl, Kontaktstelle für Innovation, Technologie- und Wissenstransfer der FH Kaiserlautern

Eine erste gemeinsame Firmenexkursion der beiden Kollegien von FH Kaiserslautern und HTW des Saarlandes, bei der Vertreter der beiden Hochschulen interessante Einblicke in den Produktionsablauf bekamen, führte am 23. Juni 2006 zu den John Deere Werken Zweibrücken. Im Fokus der Gespräche stand ein Austausch über die Erwartungen, die das weltweit agierende Unternehmen an Hochschul­absolventen stellt.

Der Name John Deere steht weltweit für Hightech in der Landwirtschaft. Das Werk Zweibrücken leistet einen wesentlichen Beitrag im Fertigungsverbund der internationalen John Deere Gruppe. Am Standort Zweibrücken werden Mähdrescher, Feldhäcksler und (diesen Sommer noch) Teleskoplader gefertigt. Das Werk beschäftigt zurzeit ca. 800 Mitarbeiter.

Herr Schumacher, ein Mitarbeiter im „Un“ruhestand, führte die Besuchergruppe durch die riesigen Werkshallen. Hier wird nur auf Auftrag gefertigt, man findet keine Material- oder Zwischenlager, alles ist auf flexible Fertigung umgestellt. Besonders beanspruchte Teile werden robotergeschweißt. Bleche bis zu 25 mm Dicke werden mit Lasern zugeschnitten. Erstaunt zeigten sich die Besucher über Holzlager aus ölgetränkter Rotbuche, die Schwingungen in den Wellen auffangen. Im Fertigungsbereich Farbgebung erhalten die Landmaschinen ihr charakteristisches Grün mit einem elektrostatischen Verfahren.

Dr. Peter Pirro, verantwortlich für die Entwicklung der Feldhäcksler, die in Zweibrücken für den gesamten Weltmarkt hergestellt werden, stellte das Unternehmen, dessen Wurzeln 170 Jahre zurückreichen, in einer kurzen Präsentation vor. Der größte Feldhäcksler der Serie wird von 660 PS angetrieben und häckselt 5 Tonnen Material pro Minute, „trinkt“ dafür aber auch gut 1200 l Diesel am Tag. Herr Pirro ist Absolvent der ehemaligen Ingenieurschule in Kaiserslautern und vielen an der Hochschule durch sein Engagement, z.B. am Tag der offenen Tür oder im Freundeskreis bekannt. Gemeinsam mit Klaus Ruf, Personalchef des Werks, formulierte er die Erwartungen an Hochschulabsolventen. Neben Fremdsprachen, der Fähigkeit zur Teamarbeit, dem freien Sprechen/ Präsentieren und der Industrieerfahrung (z.B. in Form von Praktika) kommt der soliden Grundlagenausbildung besondere Wichtigkeit zu. Interessant war es danach, die Erfahrungen dreier ehemaliger Absolventen von FH und HTW zu hören, die das allesamt aus eigener Erfahrung bestätigen konnten.


Mit den John Deere Werken in Zweibrücken verbindet die Fachhochschule Kaiserslautern eine jahrelange enge Zusammenarbeit, in die einige ihrer Professorinnen und Professoren involviert sind. So konnten auch am Tag der offenen Tür die Ergebnisse zweier Diplomarbeiten bei John Deere präsentiert werden.

Der Besuch bei John Deere war der Auftakt einer Reihe gemeinsamer Firmenexkursionen mit der HTW, die regelmäßig einmal im Semester stattfinden sollen.

Fotos H. Müller

 

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