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HWK-Präsident Frank:

Potentiale der HTW für den wirtschaftlichen Strukturwandel stärker nutzen


14. Oktober 1999

 Eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und der HWK zog Kammerpräsident Winfried E. Frank im Anschluß an die Immatrikulationsfeier für die neuen Studenten/Innen der HTW vor der Presse in Saarbrücken. Auf der Basis der im Jahre 1986 abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung habe sich ein intensiver Technologie- und Wissenstransfer zwischen dem Handwerk und der Hochschule entwickelt, von dem beide Seiten bisher in hohem Maße profitieren konnten. Ziel der Kooperation sei es den Transfer von Wissen und Technik in das Handwerk zu fördern und Themen des Handwerks in Forschung und Lehre der HTW einfließen zu lassen.

Wegen ihrer anwendungsbezogenen Forschung und Lehre komme der HTW im Technologietransfer zum Handwerk eine besondere Bedeutung zu. " Die Fähigkeit auf die Probleme eines Unternehmens einzugehen und praxisgerechte Lösungen zu erarbeiten ist an keiner Hochschule so stark ausgeprägt, wie an der HTW", betonte der Kammerpräsident. Durch ihren Zugang zu neuen Technologien könne die HTW wesentlich zur technologischen Entwicklung des Handwerks beitragen. Andererseits erhielten die Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiter und Studenten der HTW einen Einblick in die Arbeitsmethoden moderner Handwerksunternehmen. Dies führe zu einer Bereicherung der Forschungs- und Lehrtätigkeit. Die Studenten könnten durch ihre Einbindung in ein Unternehmen mit überschaubaren Abläufen optimal auf den Berufseinstieg vorbereitet werden. Positiv hob Kammerpräsident Frank hervor, daß die HTW sich schnell auf die wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen durch die Einführung neuer Studiengänge und die Vermittlung europäischer Kompetenz (DFHI, EUROBIS) eingestellt habe.

Erfreulicherweise habe sich die Zusammenarbeit zwischen der HTW und dem Handwerk in den letzten Jahren gut entwickelt. So gehöre es zum Alltag, dass sich Professoren und Mitarbeiter der HTW an der Gestaltung von Lehrgängen und Seminaren der HWK beteiligten. Studenten profitierten von den technischen Einrichtungen der HWK und den Erfahrungen ihrer Mitarbeiter. Eine wichtige Rolle im Rahmen der Zusammenarbeit habe auch das Institut für Technologietransfer (FITT) gespielt. Positiv auf die Zusammenarbeit habe sich auch die Mitarbeit der Wirtschaft im wissenschaftlichen Beirat der HTW ausgewirkt. 

"Wir müssen die Potentiale der HTW für den wirtschaftlichen Strukturwandel in Zukunft noch stärker nutzen ," forderte Frank. Dazu gehöre auch die stärkere Förderung der unternehmerischen Ausrichtung der HTW-Absolventen. Möglich sei ein Studienbegleitprogramm mit den notwendigen Informationen für Existenzgründer. Studenten/innen, die sich im Handwerk selbstständig machen wollten, könnten außerdem auf das Beratungs-, Informations- und Weiterbildungsangebot der HWK zurückgreifen.

Wichtige Impulse für den Technologietransfer erwartet Frank auch von der praktischen Studienphase im Handwerk. Sie biete sowohl für Studenten als auch für Handwerksunternehmen interessante Entwicklungsansätze. "Leider absolvieren derzeit nur wenige Studenten/Innen ihre praktische Studienphase in einem Handwerksunternehmen", sagte der Kammerpräsident. Offensichtlich bestehe sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Studenten ein Informationsdefizit. Um dieses Defizit abzubauen und für Studenten/Innen zusätzliche Anreize zu schaffen hätten HWK und HTW ein Modellprojekt konzipiert. Dabei gehe es um eine verstärkte Aufklärung der Unternehmen und der Studenten/Innen und die Schaffung finanzieller Anreize. Damit das Projekt in die Tat umgesetzt werden könne, sei eine finanzielle Förderung durch das Land und den Bund notwendig.

Die Zahl der Studien- und Diplomarbeiten von Studenten/innen der HTW über handwerkliche Themen könne dadurch wesentlich gesteigert werden . Bisher seien 60 Arbeiten geschrieben worden. Mit dem Preis "Handwerk und Wissenschaft" , den die HWK im Turnus von zwei Jahren vergebe, sollten Studenten/Innen motiviert werden, sich wissenschaftlich mit Themen aus dem Handwerk zu beschäftigen.

 Positive Impulse für den Technologietransfer zwischen Handwerk und Hochschule gingen auch von den gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zwischen HWK und HTW aus. So seien u.a.in Zusammenarbeit zwischen der HTW und dem Saar-Lor-Lux-Umweltzentrum der HWK Umweltschutzprojekte im Bereich ökologisches Bauen und erneuerbare Energien (Solartechnologie) durchgeführt worden. In dem Projekt "PPS 2000" gehe es um die Entwicklung eines maßgeschneiderten Produktionsplanungs- und -steuerungssystems für handwerkliche Metallbetriebe. Profitiert habe das Handwerk auch von dem "Pakt für Technologietransfer" zwischen dem saarländischen Bildungsministerium und der HTW. Dadurch sei ein gemeinsames Projekt zur Umsetzung der Mobilzeit im Handwerk möglich geworden. Dieser Innovationspakt müsse auch in Zukunft verlängert werden.

V.i.S.d.P. U. Reimann

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