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Gemeinsame Pressemitteilung

der HTW und des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft

 

 HTW erhält erste Bachelor- und Master-Akkreditierung im Saarland

Die Kommunikationsinformatik als Bachelor- und als Master-Studiengang der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) wurde von der ASIIN (Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik e.V.) akkreditiert. Damit kann die HTW die ersten akkreditierten Studiengänge im Saarland vorweisen. 

Mit der Akkreditierung der Kommunikationsinformatik-Studiengänge findet ein Entwicklungsprozess, der bereits im Herbst 2000 begann, einen würdigen Abschluss. Die beiden Fachbereiche Elektrotechnik (E) und Grundlagen, Informatik, Sensortechnik (GIS) der HTW haben zu dieser Zeit die Entwicklungsarbeit für das Konzept für den Bachelor- und Master-Studiengang Kommunikationsinformatik aufgenommen. Die Entwicklung lief dabei  stets unter Einbeziehung von Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche, mit denen die HTW aufgrund ihrer ausgeprägten Anwendungs- und Praxisorientierung kooperiert.

Zum Wintersemester 2001/2002 konnte mit der Einführung des Bachelor-Studienganges Kommunikationsinformatik ein erster Erfolg verbucht werden. Aufgrund des großen Zulaufs wurde zum darauffolgenden Wintersemester die Zahl der Studienplätze auf 40 verdoppelt. Der Master-Studiengang Kommunikationsinformatik wird dieses Wintersemester mit 20 Studienplätzen starten. 

Eine Akkreditierung ist das Qualitätssiegel par excellence für einen Studiengang. Durch Akkreditierungen soll für Studierende, Arbeitgeber und Hochschulen eine verlässliche Orientierung und Bewertung über angebotene Studiengänge geschaffen werden. Im Akkreditierungsverfahren wird ein Studiengang auf Herz und Nieren geprüft. So muss die Hochschule darstellen, dass die Inhalte, die Lehre und die Einrichtungen wie Labore u.ä. den internationalen Qualitätsstandards entsprechen. Sie muss darlegen, dass eine studentische Nachfrage besteht und dass Absolventen des Studienganges nachgefragt werden. 

Kern des Akkreditierungsverfahrens ist eine fachkundige Gutachtergruppe, die sich intensiv mit der Hochschule und den zu akkreditierenden Studiengängen auseinandersetzt. Die überregional zusammengesetzte Gutachtergruppe, die beide Kommunikationsinformatik-Studiengänge an der HTW begutachtete, setzte sich aus drei FH-Professoren, einem Uni-Professor, einem Vertreter eines Industrieunternehmens und einem Vertreter der Akkreditierungsagentur zusammen. 

Von Beginn seiner Amtszeit im Januar 2001 an, hatte der Rektor der HTW, Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, die Entwicklungsideen und -bestrebungen von Master-Studiengängen an der HTW energisch unterstützt. "Die Akkreditierung des Bachelor-Studienganges und auch und gerade des Master-Studienganges Kommunikationsinformatik reiht sich ein in die positive Gesamtentwicklung und das neue, anspruchsvolle Selbstverständnis der HTW" erklärt der sichtlich zufriedene Rektor. 

Im Rahmen seines Besuchs an der HTW unterstrich Wissenschaftsminister Jürgen Schreier, dass mit der gelungenen Akkreditierung der Kommunikationsinformatik-Studiengänge ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Neupositionierung der Hochschule geschafft wurde. "Die Umsetzung der Empfehlungen der Sachverständigenkommission geht voran", so der Wissenschaftsminister. Er freue sich sehr über dieses weitere Studienangebot im Bereich IT und Ingenieurwissenschaften, das sich in hervorragender Weise mit den bereits vorhandenen Hochschulangeboten ergänzt. Jürgen Schreier: "Im Saarland besteht eine außergewöhnlich breite Palette an Studienangeboten in diesem Bereich."

Prof. Dr. Dietmar Brück, Fachbereichsvorsitzender des Fachbereichs E, stellte die konstruktive und produktive Zusammenarbeit der beiden an der Entwicklung der Studiengänge beteiligten Fachbereiche in den Vordergrund. "Von Anfang an war klar, dass Interdisziplinarität und Internationalität die Studiengänge auszeichnen sollen. Dabei sollten die neuen Studiengänge auf einer soliden, berufsbezogenen, praxisorientierten und bewährten Fachausbildung in den Fachbereichen fußen."

Prof. Dr. Helmut Folz, Fachbereichsvorsitzender des Fachbereichs GIS, betonte die mit der Akkreditierung erreichte Anerkennung: "Wir haben bei dem sehr aufwendigen und intensiven Akkreditierungsverfahren viel gelernt und sind stolz darauf, dass wir mit unserem Studienangebot den nationalen und internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen."

 

Warum Kommunikationsinformatik?

Die Märkte der Zukunft im Bereich des Internets und der Telekommunikation sind gekennzeichnet durch eine zunehmende Integration beider Welten in intelligente Dienste für Endnutzer und integrierte Anwendungen für Unternehmen. Unterschiedlichste Kommunikationswege (Fest- und Mobilnetze, Internet) werden für die Verknüpfung von Informationssystemen genutzt und die Verteilung von Informationen an Nutzer und Fremdsysteme erfolgt über unterschiedliche Technologien.

Für Entwicklung und Betrieb dieser neuen, hoch-integrierten Systeme werden Spezialisten benötigt, die in der Lage sind, sich in beiden Welten zu bewegen, denn nur dann kann die so bezeichnete "Konvergenz der Netze" gelingen. Diese Spezialisten gibt es zur Zeit nicht auf dem Ausbildungsmarkt, denn weder klassische Informatik-Studiengänge, noch Elektrotechnik-Studiengänge decken diese zur Zeit noch getrennten Technologiebereiche ab.

Die Absolventen des Studiengangs Kommunikationsinformatik schließen diese wichtige Lücke im Ausbildungsspektrum. Sie werden Kenntnisse und Fähigkeiten aus beiden Bereichen, der Nachrichtentechnik und Telekommunikation sowie der Informatik, in einer Art und Weise vereinigen, die es erst erlaubt, intelligente Netze und Dienste kompetent zu entwickeln.

 

Der Bachelor-Studiengang Kommunikationsinformatik

Der Bachelor-Studiengang führt nach 6 Semestern zum berufsqualifizierenden Abschluss. Den Studierenden werden während des Studiums solide Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der Rechnernetze, Kommunikationssysteme, -dienste und -schnittstellen vermittelt. Das hardware- wie softwaretechnische Wissen versetzt die Absolventen in die Lage, intelligente Netze und Dienste kompetent zu entwickeln. Sie schließen die Lücke zwischen Nachrichtentechnik und Informatik und haben aufgrund dieser seltenen Kombination sehr gute Arbeitsmarktchancen. 

 

Der Master-Studiengang Kommunikationsinformatik

Der 4-semestrige Master-Studiengang richtet sich vor allem an Bachelor-Absolventen der Fachrichtung Kommunikationsinformatik, steht zugleich aber auch Absolventen der Elektrotechnik und der Informatik offen. 

Die Ausbildung soll die Absolventen befähigen, sich selbständig mit wissenschaftlichen Methoden auseinander zu setzen und damit zur technischen Weiterentwicklung beizutragen. Prinzipiell können Master-Absolventen in den gleichen Branchen zum Einsatz kommen wie Bachelor-Absolventen. Die tiefergehende fachliche Qualifikation und die theoretisch-analytischen Fähigkeiten prädestinieren die Absolventen allerdings für den Einsatz als Projektleiter und Führungskräfte.

Bei erfolgreichem Abschluss des Studiums verleiht die HTW die Grade Bachelor of Science und Master of Science in Kommunikationsinformatik.

 

V.i.S.d.P. Katja Jung

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