Diplomand an der HTW entwickelt Motion-Control-Prüfstand und Versuche für zukünftige Studierende

Kürzlich konnte Markus Jung, Diplomand im Studiengang Elektrotechnik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) seine Diplomarbeit vorstellen. Sein Betreuer, Prof. Dr. Benedikt Faupel, konnte sich nicht nur über die gute Leistung und den guten Vortrag von Jung freuen, sondern auch den von ihm entwickelten und konstruierten Prüfstand in sein Labor integrieren. Die elektronischen Gerätekomponenten wurden vom Bereich „Automation und Drives“ der Siemens-Niederlassung Saarbrücken gesponsert.

Mit dem Motion-Control -Prüfstand steht dem Labor eine ganz neue Technologie zur Projektierung und Realisierung von Antriebslösungen für die Automatisierungstechnik zur Verfügung. Mit der eingebauten Kernkomponente Simotion-D können Antriebsproblemstellungen wie Gleich- oder Nachlaufregelungen mit Positioniergenauigkeiten von einigen wenigen µm umgesetzt werden. Die Realisierung erfolgt graphisch unterstützt. Somit können vorgefertigte Funktionen leicht ausgewählt und an die jeweilige Aufgabenstellung angepasst werden.

Der neue Prüfstand ergänzt bereits vorhandenes Equipment mit Grundlagenprüfständen zur Steuerungs- und Regelungstechnik. Das Engagement von Firmen kann nicht genug gewürdigt werden, ist es doch Garant für eine ingenieurwissenschaftliche Ausbildung auf dem Stand der Technik und garantiert es doch ein hohes Niveau. So kann die HTW die Erwartungen der Industrie erfüllen und sichert ihren Absolventen Pluspunkte auf dem Arbeitsmarkt.

Zur Präsentation des neuen Prüfstandes waren neben der Hochschulleitung der HTW auch Martin Feyahn (Leiter der Siemens-Niederlassung Saarbrücken und Ehrensenator der HTW), Manfred Michel (Leiter Fachberatung A&D) und Herr Bauer, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Minitec gekommen.

Mit Michel steht dem Fachbereich Elektrotechnik ein erstklassiger Lehrbeauftragter im Themenfeld industrielle Steuerungstechnik zur Verfügung. Michel steht immer als Ansprechpartner zur Verfügung, vermittelt den richtigen Partner bei Siemens und hat stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Hochschule.

Die Siemens Niederlassung Saarbrücken unterstützt die HTW seit langem. Seit 1996 haben im Bereich Automatisierungstechnik  40 Studierende ihre praktische Studienphase dort absolviert und 41 Diplomarbeiten geschrieben. Neben dieser Unterstützung, die auch auf die "guten Erfahrungen mit Praktikanten und Diplomanden der HTW" zurückzuführen ist, wie Michel betont, stattet Siemens immer wieder Labore mit aus. So kann die HTW eine praxisnahe und hochaktuelle anwendungsorientierte Lehre bieten. Nicht zuletzt auch mit dem von Jung konsturierten Prüfstand. Diese etwa 1,20 Meter hohe und 1 Meter breite Schaltanlage, der die Antriebselektronik und die Simotion beherbergt, fußt auf einem eigens konstruierten Labortisch aus den Aluminiumprofilen der Firma Minitec. Eine runde Sache, oder vielmehr eine eckige, aber ohne Ecken und Kanten!

Hintergrund:
Jung hatte seine Diplomarbeit im Bereich Automatisierungstechnik bei der Siemens Niederlassung Saarbrücken geschrieben. Gegenstand war die neue Simotion D – eine neue Steuerungs- und Regeleinheit für hochgenaue Antriebsregelung für Geschwindigkeit und Positionierung die es erlaubt, zwei Servomotoren im Gleichlauf zu halten. Bisher konnte ein Gleichlauf, bspw. bei einem Förderband, nur durch die Verachsung der Motoren realisiert werden, oder, indem der Antrieb auf der einen Seite angebracht war und die Rollen auf der anderen Seite einfach nur mitliefen. Mit der Motion-Control--Technik von Siemens ist es nun möglich mehrere Motoren in den Gleichlauf zu bringen.

Die Hauptaufgabe Jungs bestand im Aufbau des Prüfstands, in der Projektierung der Komponenten, in der Softwarerealisierung und der Ausarbeitung von Laborversuchen für zukünftige Studierendengenerationen. Der Laborprüfstand wird in die Laborbearbeitung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge Elektrotechnik in Kürze eingebunden.

V.i.S.d.P. Katja Jung

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