25 Jahre Informatik an der HTW

Festveranstaltung am 30. Oktober 2009 am Campus Rotenbühl

An der HTW wurde 1984 das bis heute erfolgreiche Studienangebot der Praktischen Informatik begründet. Eigentlich reichen die Wurzeln der IT-Ausbildung an der HTW jedoch bis zu ihrer Vorgängereinrichtung, der Staatlichen Ingenieurschule, zurück. Prof. Dr. Helmut Groh hatte 1962 die Zeichen der Zeit erkannt und ein Zusatzstudium der Informationstechnik für fertige Ingenieure entwickelt. Zusammen mit einem entsprechendem Angebot der Ingenieurschule Konstanz waren dies die beiden ersten formalisierten Informatik-Studienangebote in der Bundesrepublik. Insofern müsste die HTW am 30. Oktober 2009 47 Jahre Informatik feiern – leider wurde in den 70er und frühen 80er Jahren die Einrichtung eines Studienangebot im Bereich der Informatik an der damaligen Fachhochschule des Saarlandes verhindert.

Bis zum heutigen Tag hat die Informatik an der HTW über 850 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht. Zählt man die Absolventinnen und Absolventen der deutsch-französischen Informatik-Studiengänge mit, sind es über 1000 in den vergangenen 25 Jahren.

HTW-Informatiker(innen) sind in der Wirtschaft sehr gefragt, gelten sie doch als sofort und vielseitig einsetzbar und zukunftsfähig ausgerüstet. Das ist dem aktuellen Curriculum und der Nähe der Professorinnen und Professoren zur Wirtschaft zu verdanken – der enge Kontakt erlaubt es den Lehrenden, stets dem aktuellen Bedarf entsprechend auszubilden – „Praktische“ Informatik eben.

Dem engen Kontakt der HTW zur Wirtschaft ist auch die Entwicklung des Studienganges Kommunikationsinformatik geschuldet. Er wurde 2001 eingerichtet, ist der erste Bachelor- und Master-Studiengang und gleichzeitig der erste akkreditierte Studiengang im Saarland. Der Hintergrund des Studienganges ist so logisch wie die Einrichtung genial ist: Nachrichtentechniker können nicht so programmieren wie Informatiker und diesen wiederum fehlt der nachrichtentechnische Hintergrund, um für die Bedürfnisse der Nachrichtentechnik programmieren zu können – die stetig wachsende Vernetzung und der steigende Bedarf an Informationstechnologie schrie regelrecht nach Nachrichtentechnikern mit informationstechnischem Hintergrund. Die Antwort der HTW: Kommunikationsinformatik.

1978 wurde mit einem Staatsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich das Deutsch-Französische Hochschulinstitut (DFHI) gegründet. Auch hier wurde ein Studiengang Informatik eingerichtet (1989). Das besondere am DFHI: die Studierenden aus Deutschland und Frankreich studieren gemeinsam vom ersten bis zum letzten Semester und verbringen ihre Praxisphase im Nachbarland – so erwerben sie neben der Sprachkompetenz Kenntnisse über die Bildungs- und Arbeitswelt des Nachbarn. Diese Eigenschaften macht sie zu begehrten Absolventinnen und Absolventen international agierender Unternehmen.

Die Informatik an der HTW hat es stets geschafft, für die Bedürfnisse der Unternehmen auszubilden. Mit der Praktischen Informatik bildet die Hochschule ausgezeichnete Software-Entwickler aus, mit der Kommunikationsinformatik werden hochqualifizierte Fachkräfte für den Wachstumsmarkt IT- und Nachrichtensysteme ausgebildet. Die Umstellung auf das Bachelor- und Master-System erfolgte an der HTW nach den Richtlinien der Gesellschaft für Informatik. So wurde garantiert, dass der Bachelor berufsbefähigend strukturiert werden konnte und der Master-Abschluss für höhere Positionen und zur Promotion befähigt. Die positive Resonanz der Unternehmen auf die „neuen“ Absolventinnen und Absolventen steht der der Diplom-Generation in nichts nach. Kein Wunder, die Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen können unmittelbar eingesetzt werden. Ein Resultat der vielen Arbeit, die sich der Studienbereich bei der Umstellung gemacht hat.

Die attraktive Lehre im Studienbereich Informatik wird mit einer ausgezeichneten Forschung vervollständigt. Im Bereich der Software-Entwicklung ist beispielsweise die Forschungsgruppe EIG besonders in EU-Rahmenprogrammen erfolgreich – alleine im siebten EU-Rahmenprogramm konnte die EIG Mittel in Höhe von knapp 2 Millionen Euro einwerben. Im Bereich der Kommunikationsinformatik ist die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Horst Wieker sowohl in EU Rahmenprogrammen als auch in von Bundesministerien geförderten Programmen äußerst erfolgreich. Zukünftige Sicherheitstechnik in Automobilen wird unter Beteiligung der HTW entwickelt. Diese zwei Beispiele verdeutlichen die Qualität der Forschung an der HTW, obwohl sie nur einen kleinen Teil der Forschungstätigkeit im Studienbereich und an der Hochschule darstellen.
Zahlreiche erfolgreiche Ausgründungen aus der Hochschule und die vielen Absolventinnen und Absolventen unterstreichen die wirtschaftspolitische Bedeutung der Informatik-Studiengänge der HTW für das Saarland.

Exzellente Lehre, zurechtgeschnitten auf die Anforderungen des aktuellen Arbeitsmarktes gepaart mit Spitzenforschung, machen den Studienbereich Informatik der HTW aus.

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