Mexikaner erhält DAAD-Preis für ausländische Studierende der HTW 2012

 

Saarbrücken, 17.10.2012. Ernesto Gonzalez Trejo heißt der diesjährige Preisträger des DAAD-Preises für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW). Am 17.10.2012 überreichte Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, Rektor der HTW, den Preis an Gonzalez im Rahmen des Empfangs des Rektors zum Wintersemester.

Der mit 1000€ dotierte Preis zeichnet ausländische Studierende aus, die sich durch besondere akademische Leistungen und ein bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan haben. Die Studierenden können sich nicht selbst bewerben, sondern müssen von Dritten vorgeschlagen werden. In diesem Jahr wurden an der HTW fünf Vorschläge eingereicht. Die Wahl fiel einstimmig auf den jungen Mexikaner, der von Prof. Dr. Dr. Daniel Strauss vorgeschlagen wurde.

Gonzalez weist exzellente Noten im Master-Studiengang Biomedizinische Technik auf und wird, trotz seines Engagements, sowohl inner- als auch außerhalb der Hochschule, sein Studium in der Regelstudienzeit beenden. Das ist besonders bemerkenswert, da Gonzalez sein Studium ohne finanzielle Unterstützung seitens der Heimat bestreiten muss. Seit Juni 2010 arbeitet er als wissenschaftliche Hilfskraft in der Arbeitsgruppe von Strauß. Innerhalb dieser kurzen Zeit konnte er sich in seinem Fachbereich durch die Veröffentlichung von drei Publikationen profilieren und sein Engagement und Wissen zum Ausdruck bringen.

Die geringen Deutschkenntnisse zu Beginn seines Studiums erschwerten seine Integration in die Hochschule und das Land. Er holte die fehlenden Kenntnisse schnell auf und hat sich selber zu einer Integrationshilfe für andere entwickelt: so hilft er ausländischen Studierenden bei Behördengängen und unterstützt sie vor allem bei der Kontaktaufnahme mit deutschen Studierenden.

Außerhalb der Hochschule engagiert sich Gonzalez im Rahmen der Deutsch-Mexikanischen Gesellschaft im Saarland. Diese Gesellschaft befasst sich mit der Förderung von deutsch-mexikanischen Freundschaften und dem Austausch und der Verständigung zwischen beiden Ländern. Darüber hinaus erteilt er Nachhilfe in den Fächern Mathematik, Englisch und Spanisch.

Strauß erklärte in seiner Laudatio: „Sein Heimatland zu verlassen um in einem fremden Land zu studieren, zeugt von großem Mut, Zielstrebigkeit und Engagement.“ Das hat er bewiesen. Sein hoher Leistungswille in Kombination mit einer überaus angenehmen und freundlichen Art und sein Engagement für seine Mitmenschen machen ihn nicht nur auszeichnungswürdig, sondern zu einer Bereicherung für die HTW.

Gonzalez bedankte sich für die Unterstützung durch Prof. Strauß und die Mitglieder seiner Forschungsgruppe. "Das Bild der Mexikaner von Deutschland besteht nicht nur aus Bier und Wurst. Deutschland gilt als Technologie-Standort und die Deutschen als fleißig. Sehen Sie Mexiko nicht nur als Land mit leckerem Essen und Tequila, sondern als Land mit fleißigen Menschen, die Möglichkeiten wahrnehmen, wenn sie ihnen geboten werden." Dafür ist Gonzalez der lebende Beweis.

Hintergrund: DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen
Der mit 1.000 € pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jeder einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.

Mit diesem Preis sollen ausländische Studierende, die ihr Studium in Deutschland absolvieren und sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan haben, ausgezeichnet werden. Die Kandidatinnen und Kandidaten sollten sich möglichst im Hauptstudium befinden oder einen Masterstudiengang absolvieren. Es können aber auch Jung-Examinierte und Promovierende benannt werden.
Quelle: DAAD-Webseite

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