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WIIN - Wirtschaftsingenieurwissenschaftliches Institut

Das WIIN hat zu Beginn des Jahres seine Arbeit aufgenommen. Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Landeshaushalt wurde zu Jahresbeginn ein Diplom-Wirtschafts-Ingenieur mit einer halben Stelle beschäftigt, der sich zunächst vor allem mit dem Aufbau und der Ausgestaltung des integrierten Chancen-Risiko-Managementsystems beschäftigt. Es liegen mittlerweile auch verschiedene, konkrete Projektanfragen von KMU vor, um eine Chancen-Risiko-Bewertung vornehmen zu lassen, sowie eine ISO 9000 Zertifizierung durchzuführen.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind einer Vielzahl von Geschäftsrisiken in Bereichen wie Personal, Finanzierung, Produktion, Wettbewerb ...  ausgesetzt. Im Gegensatz zu größeren Unternehmen stehen die KMU aber oft vor dem Problem, den finanziellen Aufwand zur Eingrenzung oder Beseitigung solcher Risiken nicht erbringen zu können. Neben dem hohen finanziellen Aufwand, der nötig wäre, um die Hilfe externer Beratung in Anspruch nehmen zu können, würde eine erhöhte Personalbindung, die solch eine Maßnahme mit sich brächte, unter Umständen auch zu einer enormen Mehrbelastung des Unternehmens führen.

Hier setzt das WIIN an und entwickelt in Form eines anwendungsorientierten Forschungsprojektes ein umfassendes integriertes Chancen-Risiken-Management-System ICRM für und gemeinsam mit kleineren und mittleren Unternehmen im Saarland, das branchenübergreifend eine solide Basis für eine Optimierung des Chancen-Risiken-Portfolios darstellt.

Die Vorgehensweise im Unternehmen erfolgt in vier Abschnitten:

  1. Situationsanalyse (Ist-Zustand): Aufnahme von Unternehmensdaten zur Risikobewertung in Form einer Checkliste.
  2. Zielorientierte Bewertung der Analyseergebnisse durch die Auswertung und den Vergleich mit Sollgrößen.
  3. Erarbeitung von Maßnahmen zur Zielerreichung und Begleitung bei der Umsetzung.
  4. Kontinuierliche Überwachung der Maßnahmen (Monitoring).

Dieses System kann dann nach Absprache langfristig vom WIIN betreut und weiterentwickelt werden. Auf Basis der in einem kontinuierlichen Prozess erkannten Risiken und Chancen können und sollen dann Maßnahmen z.B. in Form von Folgeprojekten durch das WIIN, Industriepartner oder Professoren der HTW mit ihren Studierenden bearbeitet werden. Langfristiges Ziel soll es sein, ein Werkzeug zur automatisierten Auswertung von Unternehmensdaten zur Risikominimierung zu schaffen und eine Datengrundlage für Benchmarking in Form einer Datenbank zu etablieren. Die Vorteile für das Unternehmen liegen dabei in der detaillierten, neutralen Analyse und dem Aufzeigen von Risiken, der Ableitung von Maßnahmen zur Risikominimierung und der Begleitung bei der Umsetzung von konkreten Maßnahmen, wie z. B. der Implementierung eines Controlling-Instrumentes.

Das Institut wird von vier Professoren des Fachbereichs Wirtschaftsingenieurwesen geleitet: Prof. Dr.-Ing. Dieter Arendes, Prof. Dr. rer. oec. Stefan Georg, Prof. Dr.-Ing. Michael Krämer und Prof. Dr. rer. oec. Udo Venitz. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Andreas Brück ist seit Beginn 2007 verantwortlich für die Koordination, Ausführung und Betreuung von Projekten in den Unternehmen.

Durch die Kooperation von Professoren mit unterschiedlichen, aber verzahnten Tätigkeitsschwerpunkten ergibt sich ein breit gefächertes Kompetenzprofil, das sich wie folgt zusammensetzt:

  • Prof. Dr. rer. oec. Venitz: Integrierte Managementsysteme, insbesondere Qua-litätsmanagement, Logistikmanagement, Prozessmanagement
  • Prof. Dr.-Ing. Krämer: Produktions- und Prozessmanagement, Projektmanagement
  • Prof. Dr.-Ing. Arendes: Produktionstechnik, insbesondere Umformtechnik und FE Simulation, ganzheitliche Produktionssysteme
  • Prof. Dr. rer. oec. Georg: Kostenrechnung, Controlling, Existenzgründung, Wissensmanagement

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Andreas Brück
Waldhausweg 14
66123 Saarbrücken

Telefon: 0681 / 5867 - 565
Fax: 0681 / 5867 - 577

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