Laut Bundesregierung ist der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wie folgt definiert:

Pflegebedürftig sind Menschen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate bestehen.

Maßgeblich dafür sind Beeinträchtigungen in den sechs Bereichen:
- Mobilität,
- kognitive und kommunikative Fähigkeiten,
- Verhaltensweisen und psychische Problemlagen,
- Selbstversorgung,
- Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen,
- Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Diesen Bereichen sind bei der Begutachtung verschiedene prozentuale Anteile zugeordnet, die im Begutachtungsverfahren mit einer Punkteskala beurteilt und zusammengerechnet werden. Der ermittelte Gesamtpunktwert liegt zwischen 0 und 100 und bildet die Grundlage der Einstufung in die Pflegegrade 1 bis 5.
Zum Beispiel: ab 12,5 bis unter 27 Gesamtpunkten = Pflegegrad 1. Das bedeutet geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten. Etwas davon abweichend werden Babys bis 18 Monate eingestuft (allgemein höherer Pflegegrad).

Die Neuerungen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes gelten seit 01.01.2017. Die wohl wichtigsten beinhalteten Änderungen sind die bereits beschriebene Einführung der Pflegegrade, das veränderte Begutachtungsinstrument und verbesserte Leistungen, besonders für Menschen mit Demenz und psychischen Erkrankungen. Weiterhin wurden die Leistungen für Pflegebedürftige, die ambulant versorgt werden verbessert.

Quelle: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/08/2015-08-12-zweites-pflegestaerkungsgesetz.html

Mit den Pflegestärkungsgesetzen gibt es mehr Leistungen für Pflegebedürftige, mehr Entlastung und Sicherheit für pflegende Angehörige und mehr Zeit für Pflegekräfte. Weitere Infomationen erhalten Sie auf www.pflegestaerkungsgesetz.de.

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