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Kreislaufgeführte Produktion von Halophyten-Biomasse

Jochen Bauer, Gerhard Braun, Anne Buhmann, Anneliese Ernst, Benedikt Faupel, Verena Hanke, Iris Meng, Jutta Papenbrock, Benjamin Schmitt, Uwe Waller, Bert Wecker

In Fluid-Kreisläufen für die landbasierte marine Aquakultur ist ein zentraler Aspekt, die im Fluid (Prozesswasser) verbleibenden partikulären Reststoffe (Faeces, Futterreste und Bakterienflocken) und gelösten Substanzen (Stickstoff- und Phosphorverbindungen, Kohlenstoffdioxid) zu entfernen. Der Quelle (Metabolismus der Organismen) müssen Senken (technische Verfahren) gegenübergestellt sein, um klares Seewasser für die Zucht von Meerestieren zu erhalten (Bild 1). Im anderen Fall wird die Kumulation von Stoffen die Funktionsfähigkeit der Prozesskette und damit des Fluid-Kreislaufs beeinträchtigen.

Bild 1: Eine Gelbschwanzmakrele, Seriola lalandi, im klaren Seewasser eines Fluid-Kreislaufs.

 

 

 

 

 

Der zentrale Schritt für die Optimierung der Bioverfahrenstechnik des Fluid-Kreislaufs ist die Vermeidung einer Akkumulation von Stoffen im Prozesswasser. Partikuläre Reststoffe werden bereits im primären Fluid-Kreislauf eliminiert. Ziel des Projekts KEPHALOS ist, die gelösten Nährstoffe für die Produktion pflanzlicher Biomasse zu nutzen und damit aus dem Prozesswasser zu entfernen. Im Seewasser können dafür Halophyten benutzt werden, die an Salzwasser-Standorte angepasst sind. Auf der Basis der Nährstoffe aus dem Prozesswasser kann hochwertige Biomasse produziert werden, die zum Beispiel als Gemüse hohe Preise erzielt (Bild 2). Viele Halophyten-Arten werden bereits in einigen Regionen Europas unter anderem als Nahrungsmittel genutzt und besitzen sowohl in Bezug auf Nährwert als auch auf Geschmack ein kalkulierbares Marktpotential. Ferner können Halophyten als Energiepflanzen oder als mineralienreiche Futterpflanze vermarktet werden.

Bild 2: Queller, Salicornia sp., eine gefragte und teure Halophyte, die Nährstoffe aus dem Prozesswasser nutzen kann.

 

 

 

 

 

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Prof. Dr. Uwe Waller

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