Neue Arten 2/3

Bild 3: Schema des biosicheren Fluid-Kreislaufs für die Haltung und Aufzucht mariner Garnelen, Penaeus monodon.

 

Das Bild 3 zeigt den prinzipiellen Aufbau des Fluid-Kreislaufs für die Haltung und Aufzucht mariner Garnelen. Die Haltungsbecken sind so ausgelegt, dass sowohl junge Lebensstadien, die Postlarven, als auch juvenile und adulte Tiere gehalten werden können. Dadurch, dass Becken unterschiedlicher Größe vorhanden waren, die unabhängig voneinander betrieben wurden (Bild 4), konnten einzelne Gruppen von Tieren separat aufgezogen werden. Während die Postlarven typischerweise die Wassersäule als Lebensraum nutzen, gehen ältere juvenile und adulte Tiere mehr und mehr zum Bodenleben über. Dementsprechend war in den Haltungsbecken für ältere Tiere ein Sandsediment eingebracht worden, in dem sich die Tiere eingraben konnten. Das Eingraben der Tiere vermindert die Gefahr, das einzelne Tiere sich untereinander angreifen und verletzen.

Bild 4: Installation der Haltungsbecken mit zentralem Rücklauf zur Wasseraufbereitung.

 

 

 

 

 

Eine Besonderheit der Anlage war, dass durch den nur geringen Wasserbedarf, das Seewasser aus einer Salzmischung und Süßwasser hergestellt werden konnte. Dieses Seewasser war frei von Krankheitserregern. Alle Reststoffe, die die Anlage verließen, wurden desinfiziert, womit eine Übertragung von Krankheiten aus der Anlage in die Umwelt verhindert wurde. Das ist aus Gründen des Umweltschutzes unbedingt notwendig, da die viralen Infektionen auch in Europa übertragen werden könnten.

Bild 5: Junge Garnele (Penaeus monodon) noch in der pelagischen Lebensphase.

 

 

 

 


Die Aufzucht der Garnelen erfordert ein kontinuierliches Beobachten der Tiere, um besonders aggressive Individuen zu separieren. Diese Tiere waren zumeist größer als das durchschnittliche Tier. Diese Tiere wurden als Gruppe in einem separaten Becken gehalten, sodass in dem Fluid-Kreislauf verschiedene Tiergruppen separat aufgezogen wurden (Experimentelle Phase 1, Bild 7).

Bild 6: Junge Garnelen (Penaeus monodon) nutzen die vertikal eingehängten Kunststoffbahnen als Aufenthaltsraum.

 

 

 

 

 

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