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Am Ende entscheidet aber das Entsorgungskonzept über die Funktionsfähigkeit des Kreislauf-Konzepts: Ein Fluid-Kreislauf ist nur dann ein gegenüber der Umwelt abgeschlossenes System, wenn auch die Entsorgungswege für Reststoffe dargestellt sind. Ein besonderer Aspekt mit immenser Bedeutung für die Nachhaltigkeit ist dementsprechend das Stoff- und Energierecycling. Wie in Bild 2 dargestellt, werden 1500 g Futtermittel für die Produktion von 1000 g Fisch benötigt. Zur Bereitstellung der notwendigen Stoffwechselenergie (Energiewandlung) werden 450 g Sauerstoff aus dem Wasser aufgenommen.

Bild 8: Mit einem energiesparendem Verfahren, einem Luftheber, wird Luftsauerstoff in das Wasser eingetragen und Kohlenstoffdioxid aus dem Prozess entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im Produktionsprozess entstehen 500 g Feststoffe, die zum Teil, da sie im Wasser vorliegen, in Lösung gehen. Generell scheiden die Fische Stickstoff (75 g), Phosphor (15 g) und Kohlenstoffdioxid (650 g) in das Wasser aus, wobei die Stoffflüsse nicht nur in Bezug auf die Wasserqualität des Prozesswassers signifikant sind. Ein FluidKreislauf ist nur so lange in sich geschlossen und wirklich von der Umwelt abgetrennt, solange das Prozesswasser im Kreislauf verbleibt. Wird Prozesswasser in die Umwelt abgegeben, wie bei verschiedenen konventionellen Kreislauftechniken, werden die im Wasser gelösten Stoffe, die im Prozesswasser kumulieren, also höhere Konzentrationen aufbauen, in die Umwelt abgegeben. Das bedeutet, dass in jedem Fluid-Kreislauf den Quellen entsprechende Senken gegenübergestellt werden müssen, wie in den folgenden Kapiteln dargestellt werden wird.

Bild 9: Blick in die Forschungshalle Völklingen der Stadtwerke Völklingen, in der die Arbeitsgruppe der Hochschule für Technik und Wirtschaft verschiedene Fluid-Kreisläufe für die Ausbildung und für die Forschung und Entwicklung betreibt. Unten der Blick in das Haltungsbecken mit Gelbschwanzmakrelen (Seriola lalandi).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Technologie des Fluid-Kreislaufs wird an der Hochschule für Technik und Wirtschaft auch im Rahmen der Ausbildung von Studenten entwickelt. Praktika, Praxisphasen und Examensarbeiten sind ein unverzichtbarer Motor für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die am Institut für Physikalische Prozesstechnik in interdisziplinärer Zusammenarbeit durchgeführt werden.

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