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Biomedizinische Technik (Master)

Abschluss Master of Science
Regelstudienzeit 3 Semester
Studienbeginn Sommersemester
Anmeldung bis 15. Januar
Teilzeitstudium

möglich, bei individueller Festlegung des Studienplans

Akkreditierung ASIIN

Was ist biomedizinische Technik?

Unter Biomedizinischer Technik (BMT) versteht man die Bereitstellung und Anwendung ingenieur- und naturwissenschaftlicher Mittel und Methoden auf lebende Systeme in Biologie und Medizin

• in Forschung und Entwicklung,

• im medizinischen Betreuungsprozess (Prävention / Prophylaxe, Diagnose, Therapie, Rehabilitation, Metaphylaxe) sowie zur Lebensqualitätsverbesserung,

• im biomedizintechnischen Gerätebau,

• in der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologie- und der Gesundheitsbranche.

Das Kunstwort „Biomedizinische Technik“ wurde als Kurzform für „Ingenieurwissenschafts- und Technikanwendung in Biologie und Medizin” als deutsches Pendant zu „Biomedical Engineering“ (BME) im englischen Sprachraum eingeführt.

Absolventen des Master-Studiengangs sind in anspruchsvollen Positionen in Forschung, Entwicklung und der medizinisch-technischen Überwachung zu finden. Im industriellen Bereich betrifft dies die Bereitstellung einer optimalen technisch/technologischen Lösung für ein medizintechnisches System oder einen Prozess. Dies reicht von der naturwissenschaftlich-technische Modellierung bis hin zur konstruktiven Umsetzung und Zulassung. Eine nicht geringe Anzahl von Master-Absolventen strebt das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten an und qualifiziert sich im Rahmen einer Promotion weiter.

Die beiden Studiengänge sind in die trilaterale Initiative der Landesregierung, der Fraunhofer Gesellschaft und der Hochschulen des Saarlandes zur Schaffung einer Biotechnologieplattform im Saarland eingebettet. Die HTW kooperiert in diesen Studiengängen mit dem Fraunhofer Institut für Biomedizinische Technik in St Ingbert (IBMT), den Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg und der Caritas-Klinik St. Theresia in Saarbrücken. Die Studiengänge sind akkreditiert, daher werden die Abschlüsse und die erbrachten Studienleistungen nach dem European Credit Transfer System (ECTS) europaweit anerkannt.

Studienprogramm

Der Studiengang ist als dreisemestriger konsekutiver Studiengang konzipiert und führt zum Abschluss Master of Science. Er bietet eine Schwerpunktbildung in den Bereichen „Medizinische Physik“ und, bislang einmalig in Deutschland, „Neural Engineering“.

In der Vertiefungsrichtung „Medizinische Physik“ erlangen die Studierenden vertiefte Kenntnisse in aktuellen physikalischen Diagnose- und Therapietechnologien aber auch über allgemeine Aspekte der Workflowoptimierung und der organisatorischen Randbedingungen in Krankenhäusern. Ein Schwerpunkt sind Verfahren der Radiologie und der Anwendung ionisierender Strahlung in der Medizin. Die betreffenden Lehrveranstaltungen vermitteln die für die Anerkennung als Medizinphysikexperte notwendige Fachkunde, eine wichtige Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Tätigkeit im klinischen Strahlenschutz. Der konsekutive Bachelor-/Masterstudiengang wurde von der Fachanerkennungskommission der DGMP für die „Fachanerkennung für Medizinische Physik“ mit Berechtigung zum Führen der Bezeichnung „Medizinphysiker (DGMP)“ zertifiziert.

In der Vertiefungsrichtung „Neural Engineering“ werden detaillierte Kenntnisse im Bereich elektrisch aktiver Implantate (Cochlear-Implantate, Tiefenhirnstimulation u.ä.) sowie der Nutzung von bioelektrischen Signalen zur Diagnose und zum intraoperativen Monitoring vermittelt – von den technologischen Grundlagen der Mikrosystemtechnik bis zu den theoretischen Grundlagen der Verarbeitung neuronaler Signale. Berufsfelder dieser Fachrichtung liegen sowohl im industriellen Bereich bei der Entwicklung von Stimulatoren und Diagnosegeräten, im Service und der technischen Assistenz als auch in Forschung und Entwicklung neuartiger Applikationen im Bereich der neurologischen Rehabilitation.

Sicherheitsaspekte bei der Anwendung der betreffenden Technologien haben beiden Vertiefungsrichtungen einen hohen Stellenwert. Durch Projektarbeiten und Praktika in Industrie und Klinik sowie anspruchsvolle Forschungsarbeiten im Rahmen der Master-Thesis werden enge Kontakte zu Kliniken, Hochschulen und Forschungseinrichtungen etabliert, die einen detaillierten Einblick und eine gute Ausgangsposition im Hinblick auf das künftige Tätigkeitsfeld oder, für besonders leistungsstarke Studierende, für die weitere Qualifikation durch eine Promotion bieten.


Zulassungsvoraussetzungen

  • Bachelor-Abschluss oder ein Diplom (FH oder Universität) in Biomedizinischer Technik, Medizintechnik oder einem vergleichbaren Studiengang. Beträgt die Regelstudienzeit des bisherigen Studiums nur 6 Semester, so müssen im Rahmen eines zusätzlichen Semesters individuell ausgewählte Module aus dem Bachelor-Studiengang Biomedizinische Technik im Umfang von 30 ECTS-Punkten absolviert werden.
  • fachbezogene Englischkenntnisse
  • deutsche Sprachkenntnisse bei ausländischen Studierenden
  • schriftliche und aussagekräftige Bewerbung

Quereinstieg

Ein Einstieg in das 2. Semester ist im Rahmen freier Studienplatzkapazitäten möglich. Die Bewerbung muss der Hochschule bis 15. Juli vorliegen. Die Prüfungsleistungen des 1. Semesters sind nachzuholen.

Harmonierungssemester

Bewerber/innen mit einem 6 semestrigen Bachelor können sich für das Wintersemester (Bewerbung bis 15. Juli) für ein Harmonisierungssemester bewerben. Das Gleiche gilt für Bewerber/innen die einen 7 semestrigen Bachelorabschluss nachweisen, der dem der biomedizinischen Technik nahe steht und nicht direkt zur Bewerbung ausreicht.

Studienverlauf im Detail

Vertiefungsrichtung „Medizinische Physik“

1. Semester

  • Höhere Mathematik
  • Medizinische Optik und Lasermedizin
  • Ionisierende Strahlung in der Medizin I
  • Innovationen in der Medizintechnik
  • Wahlpflichtmodule

2. Semester

  • Messung ionisierender Strahlung
  • Bildgebende Verfahren in der Medizin und Radiologische Diagnostik
  • Ultraschall in der Medizin
  • Ionisierende Strahlung in der Medizin II
  • Physikalische und Medizinische Grundlagen der Strahlentherapie
  • Wahlpflichtmodule

3. Semester

  • Master Thesis

Vertiefungsrichtung „Neural Engineering“

1. Semester

  • Fertigung aktiver Implantate
  • Biomedizinische Signal- und Bildverarbeitung
  • Technologien der Mikrosystemtechnik
  • Auditive Verarbeitung und Wahrnehmung
  • Neuronale und kognitive Systeme
  • Wahlpflichtmodule

2. Semester

  • Projektarbeit
  • Neuronale Signalanalyse und Modellierung
  • Klinische Neurophysiologie
  • Neuroprothesen
  • Wahlpflichtmodule

3. Semester

  • Master Thesis
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