Rückkehr auf den Campus – von Null auf 100

Das Saarland unterstützt die Hochschulen beim Start in den Präsenzbetrieb.

Medieninfo der Staatskanzlei vom: 03.11.2021

Nach einem Jahr Corona-Pandemie können die saarländischen Hochschulen jetzt endlich zu einem weitgehend normalen Studien-Alltag zurückkehren. Seit Beginn des Wintersemesters 2021/2022 findet der Lehr- und Lernbetrieb wieder in Präsenzform statt.

„Ich freue mich sehr, dass die Studierenden zurück auf dem Campus sind, sie wieder an Präsenzveranstaltungen ihrer Hochschule teilnehmen und auch die Vielfalt des studentischen Lebens erfahren können. Es ist für alle wichtig, nach dieser langen Zeit wieder zu einem weitgehend „normalen“ Lehr- und Lernbetrieb sowie Campusleben zurück zu kehren. In diesem Zusammenhang möchte ich allen Studierenden für ihr diszipliniertes Verhalten bei der Einhaltung der notwendigen Regeln danken. Den Hochschulen und auch dem Studentenwerk danke ich für die intensive und gute Vorbereitung des Neustarts“, so Ministerpräsident Hans.

Insgesamt sind bisher ca. 7,3 Mio. € an zusätzlichen Mitteln, davon 5,2 Mio. € aus Landesmitteln und rund 2,1 Mio. € aus Bundesmitteln zur Bewältigung der Pandemie an die Hochschulen und Studierenden geflossen.

Mit diesen zusätzlichen finanziellen Mitteln wurden die technische Ausstattung der Arbeitsplätze und Vorlesungsräume weiter ausgebaut sowie die Entwicklung und Einführung von digitalen Lehr- und Prüfungsformaten vorangetrieben (2,05 Mio. €). Weitere 2,4 Mio. € sind in die Verstärkung der Bibliotheken (z.B. für die Verlängerung der Öffnungszeiten und die Schaffung zusätzlicher studentischer Arbeitsplätze), die Stärkung des Bereichs Internationalisierung (z.B. den Ausbau von Unterstützungsmaßnahmen am International Office) sowie in Angebote der Chancengleichheit geflossen.

Damit auch die Präsenzangebote unter besonderen Auflagen optimal umgesetzt werden können, erhalten die Hochschulen jetzt zum laufenden Wintersemester insgesamt 1,3 Mio. € aus Zukunftspaktmitteln des Bundes und des Landes, u.a. auch für die Einrichtung von Brückenkursen sowie Tutoren- und Mentorenprogrammen.

Um auch Studierende, die pandemiebedingt in finanzielle Notlage geraten sind und keinen Anspruch auf BAföG hatten, zu unterstützen, insbesondere auch internationale Studierende, hat das Land allen im Sommersemester 2020 sowie im Frühjahr 2021 mit einem eigenen Studierenden-Notfallfonds kurzfristig insgesamt 390.000 € zur Verfügung gestellt. Nicht nur die Hochschulen haben Konzepte und Angebote entwickelt, um die Studierenden in der Pandemie-Zeit zu unterstützen. Auch das Studentenwerk engagiert sich, um zum Beispiel den Betrieb, vor allem der Mensa und der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle, bestmöglich aufrecht zu erhalten.

„Für die besonderen Leistungen danke ich den Mitarbeitenden im Studentenwerk ausdrücklich“, betont Hans. „Ziel von uns allen ist es, die Hochschulen als wichtiger Baustein in der Fachkräftesicherung bei der Rückkehr zu einem geregelten Lehr- und Lernbetrieb sowie bei einem normalen Campusleben zu unterstützen, damit die Studierenden im Saarland ihr Studium auch unter diesen schweren Bedingungen fortführen können“, so der Ministerpräsident.

Auch im Bereich der Forschung haben sich die Hochschulen gemeinsam mit dem Universitätsklinikum aktiv und erfolgreich mit zahlreichen Projekten zur Erforschung des Sars-Cov-2-Virus und der Corona-Erkrankung engagiert. Sie haben ungewöhnlich schnell die bedeutsamen Forschungsfragen aufgegriffen und Lösungsstrategien entwickelt. Dabei wurden sie vom Land mit zusätzlichen Fördermitteln in Höhe von ca. 1 Mio. € unterstützt. Sie haben die Landesregierung bei der Entwicklung der notwendigen Pandemiemaßnahmen stets beratend und gestaltend zur Seite gestanden. 

Start Wintersemester 2021/ 2022 – Rückkehr auf den Campus

Nach drei pandemiebedingten digitalen Semestern können die Studierenden jetzt erstmals wieder an Lehrveranstaltungen in Präsenz teilnehmen. Die Studierendenzahlen an beiden Hochschulen sind nahezu stabil geblieben. Es haben sich rund 16.400 Studierende an der Universität und rund 6.000 Studierende an der htw saar eingeschrieben. Dem Bundestrend entsprechend sind die Studienanfängerzahlen zum jetzigen Zeitpunkt leicht rückläufig. Die Zahl der ausländischen Studierenden hat sich nach einem geringfügigen Rückgang im Wintersemester 2020/2021 mit 3.200 ausländischen Studierenden an der Universität und 1.100 ausländischen Studierenden an der htw saar wieder stabilisiert.

Dabei sind sich die Hochschulen der besonderen Situation und ihrer Verantwortung sehr bewusst. So wurden gemeinsam mit dem Land eine Vielzahl von erleichternden Maßnahmen für die Studierenden eingeführt. Beispielsweise wurde die saarländische Corona-Verordnung so angepasst, dass unter Einhaltung der 3G-Regel sowohl Abstandsregeln als auch die Maskenpflicht entfallen können. Ergänzend haben die Hochschulen ihre Hygieneregeln aktualisiert.

Damit alle Studierenden das Präsenzangebot wahrnehmen und die 3G-Regeln eingehalten werden können, bieten zurzeit Impfteams des Gesundheitsministeriums auf dem Campus der UdS und der htw saar allen noch nicht geimpften Studierenden, auch ausländischen Studierenden und Beschäftigten, unkompliziert die Möglichkeit einer Impfung an. Des Weiteren können sich Ungeimpfte in den Testzentren der Hochschulen vor Ort testen lassen. 

Ausblick

Die Folgen der COVID-19-Pandemie haben den Hochschulen ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität abverlangt. Die Erfahrungen aus der Krise sollen daher bei der Weiterentwicklung der einzelnen Aufgabenbereiche, insbesondere in der Digitalisierung von Studium und Lehre genutzt werden.

Das Land wird die Hochschulen auch zukünftig bei der Weiterentwicklung der digitalen Werkzeuge sowie an der Weiterführung der begonnenen Forschungsaktivitäten unterstützen. Dabei werden auch bauliche Maßnahmen in den Blick zu nehmen sein. „Wir müssen auch die Gebäude für die nächste Herausforderung in Form einer Pandemie fit machen und die digitale Aufrüstung der Hochschulen weiter vorantreiben“, ergänzt Ministerpräsident Hans, „vor diesem Hintergrund werden wir uns beim Bund für zusätzliche Mittel für die Bewältigung der Übergangsphase zur Normalität und den erforderlichen Ausbau der räumlichen Ausstattung an den Hochschulen verstärkt einsetzen.“

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