Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit UdS und htw saar für 2022-2025 abgeschlossen

33 Mio. Euro zusätzliche Landesmittel für zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hochschulen

Heute unterzeichneten Ministerpräsident Tobias Hans und Wissenschaftsminister, der Präsident der Universität des Saarlandes (UdS), Prof. Manfred Schmitt und der Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar), Prof. Dieter Leonhard, die Ziel- und Leistungsvereinbarungen für die Jahre 2022 bis 2025. Damit wurden nach konstruktiven Beratungen wichtige Eckpunkte für eine weiterhin zukunftsorientierte Entwicklung der saarländischen Hochschullandschaft gesetzt.

„Die Folgen der COVID-19-Pandemie haben Universität und htw saar vor große Herausforderungen gestellt und ein hohes Maß an Reaktionsfähigkeit und Kreativität abverlangt. Ziel war es daher, die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit beider Hochschulen weiter zu stärken und ihre Rolle für die Innovationskraft im Saarland zu festigen. Mit diesen neuen Vereinbarungen ist es uns gelungen, auch die zukünftige Entwicklung in Lehre, Forschung und Technologietransfer auf eine hervorragende Grundlage zu stellen“, so Ministerpräsident Tobias Hans.

Das Land wird deshalb beide Hochschulen ab der kommenden Haushaltsperiode 2023 mit zusätzlichen finanziellen Mitteln unterstützen. Der Haushalt der Universität des Saarlandes wird ab 2023 um rd. 9 Mio. Euro, in 2024 um rd. 10 Mio. Euro und in 2025 um 11 Mio. Euro aufwachsen. Die htw saar wird in den Jahren 2023 rd. 900 T Euro, in 2024 rd. 1 Mio. Euro sowie in 2025 1,2 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln erhalten. Insgesamt werden den Hochschulen so bis 2025 33,1 Mio. Euro in die Globalhaushalte zufließen.

Die mit der Universität und der htw saar 2022 bis 2025 vereinbarten Maßnahmen werden in den jeweiligen Ziel- und Leistungsvereinbarungen im Detail festgelegt und sind mit entsprechenden finanziellen Leistungen des Landes verbunden.

Die Vereinbarung mit der Universität des Saarlandes enthält neben der Profilbeschreibung Festlegungen in folgenden hochschulrelevanten Bereichen: Zur Stärkung der Wissenschaftsexzellenz, zum Forschungsprofil insgesamt, zu Lehre, Studium und Weiterbildung, zur Internationalisierung, zur Infrastruktur, zu Transformationsprozessen und zur Unterstützung von Existenzgründerinnen und -gründern.

Insbesondere wird die Universität Clusteranträge für die bundesweite Exzellenzstrategie in den Schwerpunktbereichen Informatik und NanoBioMed ausarbeiten und parallel den dritten Profilschwerpunkt Europa weiterentwickeln. Ziel der Saar-Universität ist es, in die Liga der deutschen Exzellenz-Universitäten aufzusteigen. Dabei spielt die enge und sehr erfolgreiche Vernetzung und Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen eine herausragende Rolle. Diese wird auch zukünftig vorangetrieben und gestärkt werden.

Mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft wurden neben der Profilbeschreibung folgende Festlegungen getroffen: Zu Studierenden- und Absolventenzahlen, zur Frankreichkompetenz und dem Frankreichprofil, zur Qualität von Lehre und Studium, zur Digitalisierung von Lehre, Forschung und Verwaltung, zu Forschung und Wissenstransfer in die Wirtschaft, zur effizienten Verwaltung sowie zur Förderung der Gleichstellung sowie zur Diversität und Familiengerechtigkeit. Ein weiterer Punkt ist die Bau- und Sanierungsplanung. Landesregierung und htw saar werden hierzu im Vereinbarungszeitraum auf der Grundlage eines gemeinsamen Konzepts zur nachhaltigen und langfristigen Campusentwicklung der Hochschule weitere Maßnahmen zur Neugestaltung des Campus Alt-Saarbrücken auf den Weg bringen.

Mit den neuen Ziel- und Leistungsvereinbarungen möchte die htw saar in den kommenden Jahren ihre Studierenden- und Absolventenzahlen stabilisieren, vor allem auch durch den Ausbau des dualen Studienangebots. Dies soll in enger Abstimmung mit der saarländischen Wirtschaft geschehen. Ebenso werden schwerpunktmäßig die Frankreichkompetenz und das Frankreichprofil als Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Fachhochschulen in Deutschland geschärft und weiterentwickelt sowie die Drittmittel- und Forschungsstärke nachhaltig gesichert.

Insbesondere die über viele Jahre erfolgreich gewachsene enge Vernetzung mit der Wirtschaft sowie der Wissenstransfer in die Region sollen weiter gestärkt werden.

Um auch in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig zu bleiben, stellen sich Universität und htw saar auch weiterhin den Herausforderungen der digitalen Transformation in den Bereichen Forschung, Lehre, im Technologietransfer, in der wissenschaftlichen Weiterbildung sowie in der Verwaltung. In diesem Bereich haben die beiden Hochschulen in den Jahren 2020 und 2021 bereits einen großen Entwicklungsschub gemacht. Es gilt nun, die erreichten Ziele zu verstetigen und weiterzuentwickeln.

Ebenso werden beide Hochschulen ihre konstruktive Zusammenarbeit auf der Basis der bereits gut etablierten Kooperationsplattformen in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Gesundheit weiter vorantreiben und diese um eine zusätzliche Kooperationsplattform Europa ergänzen.

Neben den zusätzlichen Mitteln zum Globalhaushalt in Höhe von 33 Mio. Euro erhalten die beiden Hochschulen auch noch Gelder aus dem Hochschulpakt 2020 bis 2023, dem Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ ab 2021, Landesausgleichsmittel sowie Bauunterhaltungsmittel. Im Rahmen dieser Mittelzuführungen werden der Universität des Saarlandes insgesamt 84,1 Mio. Euro und der htw saar 34,3 Mio. Euro über die gesamte Laufzeit bis 2025 zufließen. Darüber hinaus wird das Land auch weiterhin die Tarifkostensteigerungen übernehmen, wie dies bereits seit 2021 der Fall ist. Erstmals seit Einführung des Verfahrens der Ziel- und Leistungsvereinbarung wird das Land den Hochschulen ab 2023 auch einen Inflationsausgleich in Höhe von 1,5 % auf Sachkosten gewähren.

Dazu Ministerpräsident Tobias Hans: „Ich freue mich, dass es uns gemeinsam gelungen ist, nach konstruktiven Beratungen Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit der Universität und der htw saar abzuschließen, die eine strategische und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hochschulen für die kommenden Jahre sichern werden. Die zusätzlichen Haushaltsmittel werden auch in den kommenden Jahren mit dazu beitragen, Nachwuchskräfte mit einem attraktiven, qualitativ hochwertigen und zukunftsorientierten Studien- und Forschungsangebot für das Saarland zu gewinnen und damit maßgeblich den Strukturwandel des Landes weiter voranzutreiben.“

Fazit des Universitätspräsidenten:

Universitätspräsident Manfred Schmitt zeigt sich sehr erfreut über die Vereinbarungen: „Wir haben hiermit die notwendige Planungssicherheit für die kommenden vier Jahre und durch die zusätzlichen Finanzmittel auch eine gute Basis, um die Universität in Forschung und Lehre weiter stärken und unser attraktives Studienangebot fortentwickeln zu können. Es wird uns zudem helfen, exzellente Wissenschaft in der Spitze wie auch in der Breite der Universität zu fördern und unsere ambitionierten Ziele im Kontext einer längerfristigen Universitätsentwicklungsplanung bis 2030 weiterverfolgen zu können. Auch die Anstrengungen des Landes, neben Neubauten für Forschung und Lehre auch die in die Jahre gekommenen Bestandsgebäude an beiden Standorten der Universität zu sanieren, begrüßen wir außerordentlich. Hier freuen wir uns insbesondere auch mit der Philosophischen Fakultät auf eine zügige Renovierung von C5 2 und den Neubau eines attraktiven Seminar- und Hörsaalgebäudes. In der Summe werte ich daher die aktuellen Zusagen des Landes als ein deutliches Zeichen der Wertschätzung unserer bisherigen Leistungen und gleichermaßen auch als ein klares Bekenntnis des Landes für eine leistungsstarke Universität als wichtige Forschungs- und Wissenschaftsinstitution und treibende Innovationskraft im Saarland und in der Region“.

Fazit des Präsidenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft:

„Die htw saar hat sich für die kommenden vier Jahre einige ehrgeizige Ziele gesteckt. So wollen wir auch bei schwieriger werdenden demografischen Randbedingungen einen weiterhin hohen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten. Dazu werden die Studienangebote in Abstimmung mit der saarländischen Wirtschaft ausgebaut und angepasst. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Ingenieurwissenschaften und den dualen Studiengängen der htw saar in Kooperation mit der ASW. Auch die weitere Internationalisierung des Studienangebots ist in diesem Kontext ein wichtiger Baustein. Ich freue mich, dass auch die studienfreundlichen Rahmenbedingungen gemeinsam mit dem Land verbessert und eine Reihe von Hochschulbaumaßnahmen vereinbart werden konnten. So soll in den kommenden Jahren die Neugestaltung des Campus Alt-Saarbrücken weiter voranschreiten. Zunächst wird hier ein multifunktionales Gebäude für Lehre und Forschung in der Werderstraße entstehen. Mit den geplanten Baumaßnahmen sind unabdingbare Entwicklungsvoraussetzungen für die htw saar gesichert“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard, Präsident der htw saar.

 

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