Das Problem an der Wurzel anpacken

Kneip und sein Team aber wollten noch mehr. „Das alles war wichtig und richtig. Jedoch bekämpfen wir damit nur Symptome und nicht die Wurzel des Problems.“ Also gingen sie auf die Schulen zu, um herauszufinden, wo die Schwächen der Studierenden herkommen. Das Bildungsministerium schaltete sich ein und auch die Universität des Saarlandes stieß dazu. So entstand ein neues Format: Der
„Saarländische Dialogtag Mathematik“ war geboren. „Es geht darum, das Verständnis für verschiedene Lerntypen zu schärfen.“ So erklärt Prof. Dr. Kneip die Motivation von sich und seinem Team. Einige Schüler*innen brauchen demnach ein ganz anderes Lerntempo als diejenigen, denen die Mathematik vielleicht etwas leichter fällt. Auch dem Anwendungsbezug kommt eine tragende Rolle zu. „Schüler*innen müssen wissen, wofür sie etwas ausrechnen sollen. Daraus entsteht eine intrinsische Motivation zum Lernen“, sagt der Mathematikprofessor.

Die langen Mathematiknächte und das Mathe-Café erfreuen sich anhaltender Beliebtheit an der htw saar. Kneip und sein Team haben sich nicht das beliebteste Thema ausgesucht. Aber sie sind überzeugt, dass es wohl „einen Aufschrei“ geben würde, wenn sie ihr Engagement einstellen würden. Die langfristigen Bestrebungen, um der vielen Mathematik-Schwächen Herr zu werden, tragen mittlerweile auch Früchte: es kam zu ersten Änderungen in den Lehrplänen der Schulen und die Mathematik-Lehrenden an der htw saar sind für mögliche systematische Kenntnislücken der Studierenden sensibilisiert.

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