Gesundheitliche Versorgung und Gesunderhaltung der Bevölkerung

Laufende Forschungsprojekte

Forschungsprojekt: Zuhause alt werden (ZAW): Machbarkeitsstudie eines multifaktoriellen Sturzpräventionsprogrammes zum Erhalt der körperlichen Funktionsfähigkeit und selbständigen Lebensführung älterer zu Hause lebender Senioren

In Deutschland ereignen sich pro Jahr zwischen vier und fünf Millionen Stürze bei zu Hause lebenden Menschen im höheren Lebensalter. Vor allem im fortgeschrittenen Lebensalter zeigt sich eine höhere Prävalenz von Stürzen, da Sturzrisikofaktoren aufgrund von altersbedingten Veränderungen gehäuft auftreten. Gegenwärtig gibt es zwar zahlreiche Sturzpräventionsprogramme in Deutschland, kritisiert wird dabei aber die Dynamik in der Entwicklung von wenig durchdachten und oftmals nicht theoretisch fundierten Präventionsprogrammen. Gefordert wird ausschließlich theoretisch fundierte und qualitätsgesicherte Interventionen zu implementieren und zu finanzieren. Das Ziel dieser Studie besteht darin, das ein in eigener Vorarbeit entwickelte, theoretisch fundierte multifaktorielle Sturzpräventionsprogramm hinsichtlich seiner Machbarkeit und Akzeptanz zu untersuchen. Ein vergleichbares Sturzpräventionsprogramm für zu Hause lebende Senioren existiert in Deutschland bisher nicht. Die Therapeuten erhalten eine Schulung, um das Manual des Sturzpräventionsprogramms in der Praxis umsetzen zu können. Die Schulung wird durch eine quantitative und qualitative Befragung evaluiert. Aus Sicht der Therapeuten werden die Akzeptanz und Machbarkeit sowohl durch einen Fragebogen als auch durch problemzentrierte Interviews erfasst. Darüber hinaus werden mit Senioren und ihren Angehörigen problemzentrierte Interviews zu Akzeptanz, Zufriedenheit, und Belastbarkeit durchgeführt. Im Anschluss an die Datenanalyse wird das Manual überarbeitet und publiziert.

Laufzeit: Juni 2016 bis Juni 2017

Finanzierung: Das Projekt wird vollständig durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft finanziert.

 

Aktuelle Termine

zum Forschungsprojekt IKKG-saar (siehe unten)

Workshop zum Thema: "Kulturelle Kompetenz in der Pflege - Ein innovatives Fortbildungskonzept" am 02.09.2016 zum 16. Internationalen wissenschaftlichen Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik. Lernwelten 2016. KAV Wien.

Vortrag zum Thema: "Prospektive Evaluation und Bedarfsanalyse für die Entwicklung eines Curriculums "Kulturelle Kompetenz in der Pflege" am  02.09.2016 zum 16. Internationalen wissenschaftlichen Kongress für Pflege- und Gesundheitspädagogik. Lernwelten 2016. KAV Wien.

Vortrag: „Kulturelle Kompetenz in der Pflege – Ein innovatives Fortbildungskonzept“ zur 52. Jahrestagung der DGSMP. 14.-16.09.2016, Haus der Technik , Essen.

Poster: „Prospektive Evaluation und Rahmenbedingungen für die Entwicklung eines Curriculums ´Kulturelle Kompetenz in der Pflege´“ zur 52. Jahrestagung der DGSMP. 14.-16.09.2016, Haus der Technik , Essen.

 

Abgeschlossene Projekte

Forschungsprojekt: Interkulturelle Kompetenz in der Gesundheitsversorgung: prospektive Evaluation und Entwicklung eines Weiterbildungsangebotes für (Pflege-)Fachkräfte (IKKG-saar)

Bedingt durch die zunehmende Globalisierung und wachsende Mobilität über nationalstaatliche Grenzen hinaus wird die Bevölkerung hinsichtlich ihrer kulturellen und religiösen Zusammensatzung immer vielfältiger. Es wird davon ausgegangen, dass der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund auch zukünftig weiter zunehmen wird, was wiederum den Bedarf an professionellen Pflegeleistungen wahrscheinlich werden lässt. Trotz gesetzlicher Verankerung ist das Pflegesystem in Deutschland nur unzureichend auf die Versorgung von Migranten vorbereitet. Defizite zeigen sich insbesondere in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften.

 An dieser Stelle setzt das geplante Forschungsvorhaben an. Das Ziel besteht darin, ein Weiterbildungskonzept zu entwickeln, um die kulturelle Kompetenz von Pflegekräften in der Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern. Methodisch werden prospektiv die Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Weiterbildung evaluiert und ein Curriculum für interkulturelle Pflege entwickelt. Die Untersuchung zielt darauf ab, Pflegekräfte hinsichtlich ihrer kulturellen Kompetenz weiter zu bilden, damit sie Menschen mit Migrationshintergrund eine an ihre Bedürfnisse angepasste Pflege vorhalten können. Perspektivisch soll die Weiterbildung anschließend implementiert und sowohl während als auch nach ihrer Durchführung evaluiert werden.

Laufzeit: Mai 2015 bis Mai 2016

Finanzierung: Das Projekt wird vollständig durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft finanziert.

Veröffentlichungen im Rahmen des Projektes

Vorträge

Vortrag zum Thema:„ Kultursensible Pflege – Wenn immer mehr Pflegebedürftige einen Migrationshintergrund haben“am 08.06.2016 zum Pflegekongress "Pflegestärken - Pflege stärken" Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier.

Wenn Migranten pflegebedürftig werden: zukünftige Herausforderungen der Pflege in der ambulanten Versorgung; 51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention, 30. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie und 6.6 LGL Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst, 23.-25. September 2015, Universität Regensburg


Forschungsprojekt: Wenn Migranten pflegebedürftig werden: Herausforderungen einer kultursensiblen Pflege (PV-MIG)

Die Zunahme pflegebedürftiger Menschen mit Migrationshintergrund stellt nicht nur neue Herausforderungen an die gesundheitliche, sondern auch an die pflegerische Versorgung dieser Bevölkerungsgruppe. Im Jahr 2010 hatte von 81,7 Mio. Einwohnern in Deutschland etwa ein Fünftel einen Migrationshintergrund. Auch unter Älteren stellen Menschen mit Migrationshintergrund inzwischen eine relevante Bevölkerungsgruppe dar, denn mit dem Alter steigt der Bedarf an pflegerischen Unterstützungsleistungen. Die mit Migration einhergehenden erhöhten gesundheitlichen Belastungen erhöhen das Risiko von Pflegebedürftigkeit in dieser Bevölkerungsgruppe zusätzlich. Sowohl stationäre als auch ambulante Pflegedienste stehen kurz- bis mittelfristig einer steigenden Nachfrage nach bzw. Inanspruchnahme von professionellen Pflegedienstleistungen durch Personen mit Migrationshintergrund gegenüber.

Die Erfahrungen und die Sichtweise professionell Pflegender zu den spezifischen Herausforderungen einer kultursensiblen Versorgung pflegebedürftiger Migranten in der häuslichen Pflege sind bislang kaum Gegenstand wissenschftlicher Untersuchungen in Deutschland. Mit dieser Studie sollen die Herausforderungen der pflegerischen Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in der ambulanten Pflege aus dem Blickwinkel von Pflegefachkräften untersucht werden.

Das Ziel der Forschungsarbeit besteht darin, vorhandene Ressourcen, Ansätze und Barrieren einer kultursensiblen Pflege in der ambulanten Versorgung zu identifizieren. Die identifizierten Ressourcen und Probleme werden Hinweise auf Handlungsbedarfe für Praxis und Politik geben. In Abhängigkeit der geäußerten Unterstützungsbedarfe können teilnehmerorientierte Schulungen konzipiert, anschlussfähige Fragestellungen in weiterführenden Studien bearbeitet und Handlungsbedarfe in politische Entscheiderebenen hineingetragen werden.

Laufzeit: Mai 2014 bis Mai 2015

Finanzierung: Das Projekt wird vollständig durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft finanziert.

Veröffentlichungen im Rahmen des Projektes

Vorträge 

Symposium "Interkulturelle Kompetenz in der Gesundheitsversorgung" an der Hochschule für Technik und Wirtschaft am 25.02.2015 von 10:00 bis 16:00 Uhr

Präsentation Projekt PV-MIG

Präsentation Internetportal MiGe Saar

6. Internationaler Kongress für Pflege- und Gesundheitsforschung. Forschungswelten vom 04.-05.12.2014. Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar. Vortragsthema: Wenn Migranten pflegebedürftig werden: zukünftige Herausforderungen der Pflege in der ambulanten Versorgung am 05.12.2014.

5. DGP-Hochschultag, Pflegewissenschaft, Pflegepädagogik, Pflegemanagement für eine bessere Versorgungspraxis am 14.11.2014. Hochschule Osnabrück, Campus Lingen. Vortragsthema: Kultursensible Pflege von Migranten in der ambulanten Versorgung

Publikationen

Lautenschläger S, Dörge C (2016): Kultursensible Pflege in der ambulanten Versorgung: Eine qualitative Studie. Pflege & Gesellschaft 21(1):64-77

Lautenschläger S, Dörge C (2015): Wenn Migranten pflegebedürftig werden: Herausforderungen einer kultursensiblen Pflege in der ambulanten Versorgung – „Wo sind denn die ganz großen Besonderheiten … im Grunde genommen sind  die gar nicht anders!?“ Pflegewissenschaft 17(9):480-491

 


Projektleitung

Prof. Dr. phil. Christine Dörge, MPH

htw saar
Goebenstraße 40
66117 Saarbrücken
Raum 126, 1.OG
t +49 (0) 681 5867 - 814
f +49 (0) 681 5867 - 463

 

Projektleitung und Projektkoordination

Dr. Sindy Lautenschläger, Lehrkraft für besondere Aufgaben

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Goebenstraße 40
66117 Saarbrücken
Department Gesundheit und Pflege
Raum 126, 1.OG
t +49 (0) 681 5867 - 738
f +49 (0) 681 5867 - 463

Besucheradresse: Hohenzollernstraße 126 (1. OG) 66117 Saarbrücken