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Prof. em. Dr. Klaus Kraimer
Professur für Theorie, Praxis und Empirie Sozialer Arbeit

Vertrauensdozent der Heinrich-Böll-Stiftung

Wissenschaftlicher Leiter vom Präventions- und Mentorenprogramm Balu und Du

 

»Bildung verlangt und befähigt, die Dinge auch mit den Augen des anderen sehen zu können. Wo sie herrscht, ist der eigenen Einseitigkeit vorgebeugt, der der Schulpraxis, wie der des Hochschulwissens.«  H. G. Gadamer

Forschendes Lernen und die Option, an Traditionen anzuknüpfen stehen im Zentrum der Lehrveranstaltungen und Veröffentlichungen, die auf dieser Seite repräsentiert sind. Der aufgezeigte Bezugsrahmen ermöglicht es, zu einer eigenständigen Aneignung der Studieninhalte zu gelangen sowie sich an regulativen Ideen zu orientieren. Beispiele sind ›Erziehung zur Mündigkeit‹, ›Stellvertretende Krisenbewältigung‹, ›Optionen und Paradoxien professionellen Handelns‹. Inhaltlich und methodisch stehen ›Fallorientierung‹ und ›Fallrekonstruktion‹ an prominenter Stelle, um historische, aktuelle und empirische Studien anzuleiten (z. B. Studien-, Praxis-, Forschungsarbeiten). Es geht um die gültige Rekonstruktion von Krisen der Lebenspraxis und die authentische Durchführung einer disziplinären und professionellen Praxis.  

 

Aktuelle Literatur

Hoff, Walburga/Bender-Junker, Birgit/Kraimer, Klaus (Hg.) (2019): Rekonstruktive Wissensbildung. Historische und systematische Perspektiven einer gegenstandsbezogenen Theorie der Sozialen Arbeit. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Skript „Einzelfallstudie“ von Prof. Dr. Klaus Kraimer zur Summer School 2018, Universität zu Köln 

Zwischen Aktionsforschung und Grounded Theory – Annotationen zu einer akademischen Berufsbiographie. In: Daniela Henn u. a. (Hg.): Streifzüge durch die angewandte Sozialwissenschaft. Münster: Waxmann Verlag. Erscheinungsjahr: 2017, S. 21-50.

Sozialpädagogische Spannungsfelder und
Herausforderungen in Hort und Ganztagsschule (mit Lena Altmeyer). In: Norbert Neuß (Hg.): Hort und Ganztagsschule. Grundlagen für den pädagogischen Alltag und die Ausbildung, S. 54-62.

The Relationship Between Social Work and Social Pedagogy. Similarities in Theory and Profession from a German Perspective. In: Sociální pedagogika | Social Education, Jg. 4, H. 1, 2016, S. 25-37 (mit Lena Altmeyer).  

 

Erscheinende Literatur

Garz, Detlef/Kraimer, Klaus/Riemann, Gerhard (Hg.): Im Gespräch mit Ulrich Oevermann und Fritz Schütze. Einblicke in die biographischen Voraussetzungen, die Entstehungsgeschichte und die Gestalt rekonstruktiver Forschungsansätze. Studien zur rekonstruktiven Sozialforschung. Band 3. Opladen: Barbara Budrich Verlag. Erscheinungsjahr: 2018. 

Objektiv hermeneutische Bildanalyse. Bezüge, Analyseschritte und Optionen. Erscheint in: Detka, Carsten/Wildhagen, Anja (Hg.): Erkenntnispotentiale qualitativer Sozialforschung: Objektive Hermeneutik und soziolinguistische Prozessanalyse am Gegenstand. Ein Methodenvergleich am Beispiel unterschiedlicher Datensorten. Leverkusen: Barbara Budrich Verlag. Erscheinungsjahr: 2017.

 

Aus Bildern lernen 

Die Bände bieten einen ›Ort der Reflexion‹, der dazu ermutigen soll, visuelles Ausdrucksmaterial für die kultur-, sozial- und erziehungswissenschaftliche Forschung methodisch kontrolliert zu erschließen und somit das Potenzial visuellen Ausdrucksmaterials auszuschöpfen. Neben der Einführung in die grundlegende Methodologie der Bild-Hermeneutik durch Oevermann sind Analysen aus verschiedenen Feldern der visuellen Kultur versammelt. Diese reichen von Kinderzeichnungen über Familienbilder bis zur Werbefotografie und zu Kunstwerkanalysen neuen Stils. Dieser lässt sich beispielsweise zur Rekonstruktion biografischer, sozialisatorischer oder zivilisatorischer Phänomene nutzen. In der Konkretion werden praktische Vorgehensweisen deutlich.

Die Reihe richtet sich an Studierende, Lehrende und Forschende, die im Sinne der Ästhetischen Bildung und im Zuge des visual turn an der Aufschließung neuer Phänomene interessiert sind, um das Potential in Bildern, Zeichnungen oder anderen Ausdrucksgestalten des Sozialen zu erschließen.

    

   

Buchreihe Fallrekonstruktive Soziale Arbeit

Die einzelnen Bände der Buchreihe sind im Anschluss an die Grundlegung einer ›Fallrekonstruktiven Sozialen Arbeit‹ (Bd. 1) konzipiert. Eine erfahrungswissenschaftliche Rekonstruktion von Krisen und von Bewältigungsoptionen über die Lebensalter bildet den Bezugsrahmen, um Soziale Arbeit als forschende Disziplin zu konzeptualisieren und als autonom handelnde Profession zu unterstützen. Im Zentrum jedes Bandes steht jeweils ein Krisentyp bzw. eine Fallproblematik oder ein Forschungs- bzw. Handlungsfeld, das die Bedeutung einer auf den Einzelfall bezogenen Forschung für die Disziplin und die Profession der Sozialen Arbeit aufzeigen lässt. Grundlage ist insgesamt die hermeneutische Erfahrungswissenschaft, die in einer Lebenslaufperspektive zur Anwendung gelangt.

Die Reihe soll Studierende und Forschende ermutigen, soziales Handeln kraft eigener empirischer Studien zur Geltung zu bringen – sei es in Qualifikationsarbeiten, in der Klient_innen-, Professions- und Praxisforschung. Insbesondere soll die Reihe dem wissenschaftlichen Nachwuchs ein Forum bieten.

   

 

Bereits erschienene Bände

Bd. I:   Klaus Kraimer: Fallrekonstruktive Soziale Arbeit. Ansätze, Methoden, Optionen. Einführung mit Glossar und Bibliografie. (2014) Infos hier.

Bd. II:  Moritz Czarny und Svenja Marks: Tod und Trauer in der Heimerziehung. Stellvertretende Krisenbewältigung
als Handlungsoption. (2015) Infos hier.

Bd. III: Daniel Timmermann: Erlebnispädagogik. Eine Rekonstruktion von Anforderungen und Optionen in der außerschulischen Jugendbildung zwischen Bildungs- und Normierungsanspruch. (2016) Infos hier.

Bd. IV: Moritz Czarny. Humor im Fokus Fallrekonstruktiver Sozialer Arbeit. Eine Einzelfallstudie im Kontext jugendlicher Devianz und Wohnungslosigkeit. (2016) Infos hier.

 

Buchreihe zur Rekonstruktiven Sozialforschung

Als Mitglied der Study Group Rekonstruktive Sozialforschung Mitherausgeber der unten stehenden Buchreihe. Die Forschergruppe – die sich viermal im Jahr in Delmenhorst am Hanse-Wissenschafts-Kolleg zu intensiven, mehrtägigen Arbeitssitzungen trifft - vergleicht  rekonstruktiv und sequenziell vorgehende Methodenansätze und wendet diese auf empirisches Forschungsmaterial an. Es handelt sich um die soziolinguistische Prozessanalyse (narratives Interview und narrationsstrukturelle Auswertungsmethode sensu Fritz Schütze) sowie um die von Ulrich Oevermann entwickelte Objektive Hermeneutik.

Den Auftakt zur Veröffentlichung dieser Arbeit bei dem Verlag Barbara Budrich bilden in den nächsten Wochen und Monaten zunächst die folgenden drei Bände:

    

 

Vorträge und Veranstaltungen

DGSA – Promotionskolloquium 2019, Evangelische Hochschule Freiburg. Eröffnungsvortrag mit dem Titel: Fall und Fallrekonstruktion als Abfolge von Entscheidungen – methodologische und methodische Optionen; vom 29. bis 30. März 2019.

 

Hinweise auf weitere Veranstaltungen

 

Vorträge und Veranstaltungen aus den Vorjahren

Forschungswerkstatt an der Universität Osnabrück (2018, 39. Woche) 

Erasmusdozentur an der Partnerhochschule in Bern (2018, 50. Woche)

Universität zu Köln. Eröffnungsvortrag mit dem Titel: Fallrekonstruktionen in Forschung und Praxis im Rahmen der Summer School 2018 Qualitative Forschung vom 30. bis 31. Juli 2018 von 10.00 Uhr – 11.30 Uhr.
Im Seminargebäude der Universität zu Köln, Universitätsstraße 35, 50931 Köln.

Forschungswerkstatt Kraimer im Rahmen des 11. bundesweiten Methodenworkshops Rekonstruktive Forschung in der Sozialen Arbeit; 13.9. bis 16.9.17. Hochschule Emden/Leer

Betreuung der Studierenden aus Luxemburg (jeweils drei in-come in 2016, 2017)

Vortrag/Workshop (mit Prof. Dr. Ulrike Zöller): Social work education in Europe: challenging boundaries, promoting a sustainable future. Paris, France Université. René Descartes 27- 29 June 2017.Preconference

26 june 2017


 

Durchführung von zwei Lehrmodulen an der Partnerhochschule Bern
Hochschule Bern. Vortrag mit Workshop Klienten besser verstehen vom 29. Mai – 2. Juni 2017

Gastvortrag am 5. 5. 2017 an der Universität Osnabrück im Rahmen des Forschungs- und Doktorandenkolloquim  mit dem Titel: Zur Rekonstruktion biografischer Erfahrungen im institutionellen Gründungsmilieu von Pflegefamilien

Gastvortrag an der Universität Magdeburg, Institut für Microsoziologie am 2. 5. 2017 mit dem Titel:
Bilder als Augenblicke des Sozialen – Zur methodischen Vorgehensweise sozialwissenschaftlicher Bildanalysen

Universität Luxemburg. Vortrag mit Workshop an der Partneruniversität Luxemburg am 04.11.16 von 09.45 Uhr – 13.00 Uhr

 

 

 


 

 

 

 

                                                                                                                                                 


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