Prof. Dr. Martin Löffler-Mang, Professor für optische Mess- und Lasertechnik

Zunächst habe ich Physik studiert und als Ingenieur promoviert, weil ich die Physik auf reale Fragen und Probleme in der Welt anwenden wollte. Als Postdoc wurde ich dann wieder naturwissenschaftlicher und habe in der Meteorologie und Klimaforschung gearbeitet. Das geschah aus dem Bedürfnis heraus, einen kleinen Beitrag zur „Verbesserung der Welt“ zu leisten.

 In der Physik (und in der Mechatronik) gefällt mir der weite Blick für das Ganze. Als Physiker weiß ich nicht, wie es in der Realität wirklich ist, sondern ich bin mir meiner Grenzen bewusst. Deshalb nutzen wir Modelle zur Beschreibung der Wirklichkeit, aber es ist uns normalerweise klar, dass es auch Dinge außerhalb unserer Modelle gibt. 

Ich lehre seit 21 Jahren Physik, Optik, Optische Sensorik, Lasermesstechnik, Astronomie und führe eigenverantwortliche Teamprojekte durch. Dafür erhielt ich 2005 den Landespreis Hochschullehre und 2019 für das Projekt „SMS – Studieren mit Success“. 

Folgende Forschungsprojekte im Bereich Umweltmesstechnik habe ich durchgeführt:

  1. Entwicklung von Sensorik für meteorologische Anwendungen u.a. zur besseren Vorhersage von Naturkatastrophen. Mit dem daraus entwickelten Hagelsensor wurde ein Messnetz in der Schweiz aufgebaut; der entwickelte Nebelsensor dient dem Ziel, Mobilität sicherer machen; und in Zusammenarbeit mit dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos haben wir einen Niederschlag- bzw. Schneesensor entwickelt.

  2. Aufbau einer Lichtmonitoringstation zur Untersuchung von „Lichtverschmutzungen“

  3. Entwicklung von Sensorik rund um den Bogensport (z.B. Pfeilgeschwindigkeit, Pfeildurchbiegung, Bogenphysik).

Im Forschungssemester 2014 habe ich eine Ausgründung vorbereitet und dann 2015 die dimeto GmbH in Saarbrücken als Gesellschafter mitgegründet. Der neue Geschäftsführer und alle Angestellten sind Absolvent*innen der htw saar. Darüber hinaus arbeite ich vertrauensvoll vor allem mit Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMUs) zusammen: inNET Umweltmonitoring (Altdorf, CH), Kisters AG (Aachen), opsira GmbH (Weingarten/Ravensburg), Schaller Automation GmbH (Blieskastel); aber natürlich auch mit den großen Firmen in der Region. Als Mechatronik-Ingenieur*innen mit dem Blick fürs Ganze sind unsere Absolvent*innen mittelfristig prädestiniert für Führungsaufgaben in Unternehmen! 

Ingenieurwissenschaftliche Absolvent*innen sollten maßgeblich an den Entscheidungen für die Zukunft unserer Gesellschaft mitwirken: „Wie wollen wir in Zukunft leben, welche Mobilität und welche Energieumwandlungen wollen wir haben, wieviel Technik, wieviel Automatisierung, wieviel Ressourcenverbrauch, wie wollen wir uns ernähren, wieviel Eingriffe in Natur und Klima sind akzeptabel?“ Diese und ähnliche Themen bearbeiten wir jedes Jahr in einer Summer School zusammen mit ca. 50 Studierenden aus sieben europäischen Ländern. Überhaupt ist die Welt von morgen eher global, international und interdisziplinär. Dafür werden immer mehr Fähigkeiten neben der puren Technik benötigt, wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikation, Einfühlungsvermögen, Kreativität, Vielfalt und deshalb sind junge Frauen ganz besonders wichtig! 

Deshalb wünsche ich mir junge Menschen, die neugierig und kreativ die Hochschule mitgestalten. Die über den eigenen Tellerrand hinausschauen wollen und ihren Horizont erweitern. Dafür bekommen sie technisch fundierte Angebote und die Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten. Sie können sich einbringen in aktuelle Forschungsprojekte, weil wir eine der forschungsstärksten Hochschulen in Deutschland sind. Sie können internationale Erfahrungen sammeln – bis hin zu Doppelabschlussprogrammen, weil wir zu den Hochschulen mit den meisten Erasmus-Mobilitäten in der Bundesrepublik zählen. Und sie können Freunde und Freude fürs Leben finden, weil die Atmosphäre an der htw saar einfach top ist: Über 40.000 Studierende in Deutschland haben ihre Hochschulen auf www.studycheck.de bewertet – und wir haben das Siegel „TopTen-Hochschule“ bekommen.

 

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