Prof. Dr. Markus Enders-Comberg,
Professor für Stahl- und Holzbau


Ich bin Bauingenieur geworden, weil es mir reizvoll erschien, mit den eigenen Stärken im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich am Entstehen eines Ingenieurbauwerks mitzuwirken. Die Berufsperspektive im Bauingenieurwesen waren zur damaligen Zeit besser als in der Architektur. Nun lehre ich im Schwerpunkt-Studiengang Konstruktiver Ingenieurbau das Fach Stahl-, Holz- und Verbundbau.
  

Ich bin bereits seit über 15 Jahren verstärkt im Bereich des Ingenieurholzbaus tätig. Der Holzbau boomt seit Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht. Daran ändert offensichtlich auch ein Fachkräfte- und Baustoffmangel nichts. Der natürliche Baustoff Holz ist im Ingenieurwesen herausfordernd und zukunftsweisend zugleich. Da im Holz Kohlenstoff gespeichert wird und somit signifikante ökologische Vorteile gegenüber den sonst gängigen Baumaterialien herrschen, wird der Holzbau in den nächsten Jahren eine prägende Rolle spielen. Das Bauwesen wird eine entscheidende Bedeutung für das Erreichen der Klimaziele einnehmen. Wir können und sollten Vorreiter*innen im globalen Vergleich sein und das Potenzial der innovativen Bauweisen nutzen.  

Die beruflichen Perspektiven sind daher sowohl im Handwerk als auch im Bauingenieurwesen hervorragend. Durch die Verknüpfung der am Bau beteiligten Personen und Gewerke werden technische Hilfsmittel wie bspw. BIM immer wichtiger. Fachkräfte des konstruktiven Ingenieurbaus werden von Planungsbüros, Industrieunternehmen, öffentlichen Einrichtungen, Forschungsinstitutionen etc. gesucht. Hier bestehen bereits Kooperationen, die im regionalen und überregionalen Raum weiter ausgebaut werden sollen und die Praxisnähe bietet. Häufig ergeben sich daraus spätere Jobangebote für Studierende der htw saar.  

„Bauwesen hat einen direkten Einfluss auf die Gesellschaft“  

Bauingenieur*innen erwarten abwechslungsreiche, aber auch verantwortungsvolle Aufgaben. Wohnungsnot, Aufstockungen, Infrastruktur, Instandhaltungsmaßnahmen werden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten den Bausektor und die Gesellschaft beschäftigen. Diese Aufgaben bieten Studierenden sichere Zukunftsaussichten. 

Ich denke, das Bauwesen hat einen direkten Einfluss auf die Gesellschaft und bietet die Möglichkeit, die Umgebung mitzuprägen. Insbesondere der Holzbau ist direkter Klimaschutz. Die Ressource Holz steht in ausreichendem Maß zur Verfügung – wenn der Klimawandel nicht weiter das Waldsterben vorantreibt. Dabei müssen Frauen nicht separat überzeugt werden. Häufig sind sie es, die herausragende Leistungen erbringen und die notwendige Motivation für ein erfolgreiches Studium mitbringen. 

Spaß, Neugierde und Motivation sind Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Studium. Strukturiertes und effizientes Arbeiten soll während des Studiums gelernt werden. Ich erwarte nicht, dass die Studierenden mit dem nötigen Ingenieursdenken an die Hochschule kommen. Aber mein Ziel als Lehrender ist es, dass sie die Fähigkeit als Ingenieur*innen zu denken und zu handeln am Ende des Studiums besitzen und im Arbeitsleben, aber auch bei Alltagsfragen anwenden können und dadurch Problemlösende werden. 

Hier gehts zu den Studiengängen: htwsaar.de/bi

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