„Das erste, was mir einfällt, ist der Begriff bio-psycho-sozial – er beschreibt das Studium für mich perfekt.”
Warum hast du dich für den Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften an der htw saar entschieden?
Ich bin zufällig beim Stöbern auf der Homepage der htw saar auf den Studiengang gestoßen. Die Beschreibung hat direkt zu meinen Interessen gepasst. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits in einem anderen Studiengang (Gesundheitsmanagement) eingeschrieben, doch da dieser dual aufgebaut war, ließ er sich mit meinen zwei kleinen Kindern nicht gut vereinbaren. Der Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften passte daher viel besser zu meiner aktuellen Lebenssituation.
Wie hast du den Einstieg in das Studium erlebt und was hat dir dabei besonders geholfen?
Der Einstieg war gut strukturiert. Durch die Einführungsveranstaltungen konnte man sich schon im Vorfeld informieren. Im Studium selbst musste ich mich zunächst ein bisschen zurechtfinden und herausfinden, wie ich am besten lerne. Mit der Zeit hat sich das durch „Learning by Doing“ gut eingespielt.
Welche Inhalte oder Module haben dich bisher am meisten interessiert oder überrascht?
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das Modul Datenmanagement. Es war etwas ganz anderes, da wir es gemeinsam mit einer Partnerhochschule online absolviert haben. Es war zwar anspruchsvoll, hat aber sehr viel Spaß gemacht, vor allem, weil man das Erlernte auch praktisch anwenden konnte. Inhaltlich fand ich außerdem die Psychologie-Module spannend, da man dort viel über sich selbst lernt und Parallelen zum eigenen Alltag erkennt.
Wie empfindest du die Verbindung von Theorie und Praxis im Studium an der htw saar?
Da wir die erste Kohorte dieses Studiengangs sind, ist hier sicher noch Entwicklungspotenzial vorhanden. Es gab bisher nicht allzu viele praktische Anteile. Einige Dozierende haben versucht, uns über den Besuch von Tagungen an die Praxis heranzuführen. Insgesamt hoffe ich, dass dieser Bereich künftig noch weiter ausgebaut wird.
Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit Kommiliton:innen und den Austausch mit Dozierenden?
Im Unterricht besteht immer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Je nach Modul ist der Unterricht mal mehr, mal weniger interaktiv gestaltet, je nachdem, wie es zum Fach passt. Unsere Gruppe ist sehr gemischt, aber wir unterstützen uns gegenseitig, wo wir können.
Gab es im bisherigen Verlauf des Studiums ein Erlebnis oder Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, wir mussten in einem Modul ein Plakat als Prüfungsleistung erstellen. Das war etwas völlig anderes und sehr interessant, weil man sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen musste. Besonders spannend war auch zu sehen, wie unterschiedlich die anderen Studierenden an die Aufgabe herangegangen sind.
Wie gut lässt sich das Studium mit deinem persönlichen Alltag (z. B. Nebenjob, Familie oder Freizeit) vereinbaren?
Ich bin zweifacher Vater, meine Kinder sind beide im Kindergartenalter und trotzdem lässt sich das Studium gut mit meinem Familienalltag vereinbaren. Obwohl es ein Vollzeitstudium ist, sind die Zeiten optimal für meine aktuelle Lebenssituation. In diesem Semester konnten wir zwischen zwei Gruppen wählen: Eine kam seltener, aber dafür länger an die Hochschule, die andere häufiger, aber kürzer. Für mich war Letzteres ideal, weil ich morgens in Ruhe aufstehen, meine Kinder in den Kindergarten bringen, trainieren und anschließend zur Hochschule gehen kann und abends, wenn die Kinder schlafen, noch Zeit zum Nacharbeiten habe.
Welche Kompetenzen oder Fähigkeiten konntest du im Studium bereits aufbauen, die dir für die Zukunft wichtig erscheinen?
Ich interessiere mich sehr für den Bereich Forschung. In einigen Modulen wurde dieses Thema bereits angeschnitten, sodass ich ein gutes Grundverständnis davon bekommen habe, worauf man dabei achten muss. Außerdem habe ich durch das Studium gelernt, wie man wirklich effektiv lernt. Sobald man die richtige Lernmethode für sich selbst gefunden hat, spiegeln sich die Fortschritte auch in den Noten wider.
Was würdest du Studieninteressierten raten, die überlegen, Angewandte Gesundheitswissenschaften an der htw saar zu studieren?
Ich würde empfehlen, sich früh Gedanken über die eigene Lernmethode zu machen, damit man im ersten Semester nicht entmutigt wird. Wer sich generell für das Thema Gesundheit interessiert, ist in diesem Studiengang auf jeden Fall richtig aufgehoben. Man erhält ein breitgefächertes Wissen und kann später individuell entscheiden, in welche Richtung man sich spezialisieren möchte.
Wenn du dein Studium hier in einem Satz oder mit einem Bild beschreiben müsstest, wie würde das aussehen?
Das erste, was mir einfällt, ist der Begriff bio-psycho-sozial – er beschreibt das Studium für mich perfekt.

