Studiengang im Überblick

Abschluss Master of Arts
Regelstudienzeit 3 Semester
Studienbeginn Wintersemester
Bewerbungsfrist 22. August
Online-Bewerbung https://bewerber.htwsaar.de

Soziale Arbeit

Soziale Arbeit steht heute vor zahlreichen gesellschaftlichen und fachlichen Herausforderungen: Soziale Ungleichheiten verschärfen sich, das politische Klima verändert sich. Demografische Entwicklungen fordern ebenso Antworten auf drängende Fragen des Sorgens und Versorgens wie einen neuen Umgang mit Heterogenität und gesellschaftlicher Vielfalt. Digitalisierung beeinflusst nicht nur den Alltag der Adressatinnen und Adressaten Sozialer Arbeit, sondern auch die Möglichkeiten sozialpädagogischen Handelns.

Der Master-Studiengang eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, eine empirisch fundierte Expertise aufzubauen, um vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen professionell tätig werden zu können. Vertieft werden sowohl Wissensbestände, die zur diagnostischen Rekonstruktion von Lebensverhältnissen genutzt werden können als auch aktuelle Konzepte methodischen Handelns. Die Analyse von Institutionen und Handlungsfeldern eröffnet Perspektiven zur innovativen Gestaltung sozialer Organisationen. Aufbauend auf dem breit ausgerichteten Master-Programm bieten Lehrforschungsprojekte den Studierenden die Chance, sich interessengeleitet und vertieft mit spezifischen Fragestellungen der Sozialen Arbeit auseinanderzusetzen. In der Tradition des ‚forschenden Lernens und Lehrens‘ werden Handlungs-, Transfer- und Reflexionsfähigkeit geschult. So bereitet der Master-Studiengang die Studierenden bestmöglich für die gesellschaftlichen und fachlichen Anforderungen an die Profession der Sozialen Arbeit vor.

Der Studiengang Soziale Arbeit beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragen:

  • Wie gestalten sich Lebensläufe, Biografien und Übergänge von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen? Welche Konsequenzen lassen sich daraus für die Soziale Arbeit ableiten?
  • Wie können soziale Institutionen differenzsensibel und aktuellen Anforderungen entsprechend verändert werden?
  • Welchen Einfluss haben regionale, nationale und internationale Politiken auf Lebenslagen, soziale Ungleichheit und die Rahmenbedingungen, in denen Soziale Arbeit sich bewegt?
  • Wie kann professionelle Soziale Arbeit vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung gestaltet werden? Welche Chancen und Risiken gehen damit einher?
  • Welche Forschungsperspektiven und Methoden prägen den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs? Wie können diese in den Handlungsfeldern Sozialer Arbeit fruchtbar gemacht werden?

Berufsperspektiven und Karriere

Der Studiengang zielt auf vertiefte theoretische, forschungs- und handlungsmethodische Fähigkeiten sowie auf Fachkompetenzen in der Planung, Leitung und Organisationsentwicklung ab, die im Besonderen durch Lehrforschungsprojekte erworben werden. Die Beratungskompetenz für das Spektrum der Aufgaben Sozialer Arbeit wird vertieft. Der Studiengang qualifiziert für Leitungs- und Beratungsfunktionen in Einrichtungen und Verbänden Sozialer Arbeit inklusiv des Bildungswesens. Er qualifiziert für Aufgaben der Forschung und Entwicklung und somit für die wissenschaftliche Mitarbeit an Hochschulen. Er bietet die Voraussetzung zur Promotion und profiliert sich damit für den notwendigen Ausbau des wissenschaftlichen Nachwuchses. Im Zuge der Internationalisierungsbestrebungen der Hochschule wird im Studiengang ein Modul mit mindestens 5 ECTS in englischer Sprache angeboten.

Studienverlauf

1. Semester

Studienbereich I:  Theoretische Zugänge, empirische Befunde und professionelle Per-spektiven Sozialer Arbeit im internationalen und (groß-)regionalen Vergleich (15 ECTS)

Modul I.1: Übergänge im Lebensverlauf: Lebensverläufe, Biographien und Lebensbewältigung im sozialen Wandel
Modul I.2: Lebenslagen, soziale Ungleichheiten und gesellschaftlicher Zusammenhalt: Sozial- und bildungspolitische Regulierung
Modul I.3: Migration, Diversität und Interkulturalität: Sozialpädagogische und strukturelle Konzepte in der Migrationsgesellschaft

Studienbereich II:  Forschungsmethoden (15 ECTS)

Modul II.1: Empirische Sozialforschung, Grundlagen und Perspektiven mit Tutorium
Modul II.2: Vertiefung qualitative Forschung, Evaluationsforschung mit Forschungswerkstatt
Modul II.3: Vertiefung quantitative Forschung, Evaluationsforschung mit Forschungswerkstatt

2. Semester

Studienbereich III:  Handlungsmethoden, Handlungsfelder und Organisation Sozialer Arbeit (20 SWS)

Modul III.1: Handlungsmethoden: Aktuelle Methodenentwicklung und exemplarische Vertiefungen
Modul III.2: Fallanalysen
Modul III.3: Governance sozialer Dienste: Steuerung und Vernetzung sozialprofessioneller Organisationen und zivilgesellschaftlicher Potenziale
Modul III.4: Digitalisierung und ästhetische Bildung

Studienbereich IV:  Wahlpflichtmodul (10 SWS)

Modul IV.1: Wahlpflichtseminare

3. Semester

Studienbereich V:  Master-Abschlussarbeit (30 ECTS)

Modul V.1: Master-Abschlussarbeit
Modul V.2: Theorie- und Forschungswerkstatt
Modul V.3: Kolloquium

Zulassungsvoraussetzung

  • Ein mit der Gesamtnote von 2,5 oder besser bewerteter erster berufsqualifizierender Studienabschluss – Bachelor-Abschluss oder ein Diplom (FH oder Universität) – in Sozialer Arbeit und Pädagogik der Kindheit, Sozialer Arbeit, Pädagogik der Kindheit oder ein vergleichbarer sozial- oder erziehungswissenschaftlicher Abschluss in einem Umfang von 210 ECTS-Punkten. Beträgt die Regelstudienzeit des vorangegangenen Studiums nur 6 Semester, entsprechend 180 ECTS-Punkten, so wird die Zulassungskommission die Teilnahme und das erfolgreiche Bestehen von Harmonisierungsleistungen (Module des Bachelor-Studiengangs) im Umfang von mindestens 30 ECTS-Punkten auferlegen.

  • Der Nachweis über Kenntnisse aus den Bereichen:
    • Forschungsmethoden im Umfang von 10 ECTS-Punkten
    • Disziplin- und professionsbezogene Grundlagen der Sozialen Arbeit und der Pädagogik der Kindheit von 10 ECTS-Punkten

  • Der Nachweis über Sprachkenntnisse in Englisch auf B2-Niveau

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