Corbinian Fuchs studierte Psychosoziale Beratung und Gesundheitsförderung und ist seit 2020 an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie des LMU Klinikums München tätig. Dort beschäftigt er sich insbesondere mit der sexuellen und psychosozialen Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Entwicklung und Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen. Im Jahr 2024 promovierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) im Fach Humanbiologie mit der Bestnote summa cum laude. Seine Dissertation befasste sich mit dem Risikoverhalten und der Prävention sexuell übertragbarer Infektionen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen die Gesundheitskompetenz, das gesundheitsbezogene Risikoverhalten sowie soziale und strukturelle Einflussfaktoren auf die Gesundheit und den Zugang zur medizinischen Versorgung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Prävention von HIV, HPV und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen sowie auf der Untersuchung der Auswirkungen von Stigmatisierung und Diskriminierung auf die sexuelle und psychische Gesundheit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Darüber hinaus erforscht Corbinian Fuchs den Einfluss sozialer Medien und digitaler Informationsangebote auf die Gesundheitskompetenz, die psychosoziale Entwicklung und das gesundheitsbezogene Verhalten junger Menschen.
Als Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe „Psychosoziale Gesundheit Jugendlicher“ am LMU Klinikum München engagiert sich Corbinian Fuchs für die Verbindung wissenschaftlicher Forschung mit praxisorientierter Gesundheitsförderung und Prävention. Ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit ist die Entwicklung, Durchführung und wissenschaftliche Evaluation zielgruppenspezifischer Präventions- und Bildungsprogramme. Im Rahmen schulbasierter Gesundheits- und Aufklärungsprojekte werden jährlich rund 30.000 Jugendliche erreicht. Seine Forschungsergebnisse wurden in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht. Für seine wissenschaftliche Arbeit zur HIV-bezogenen Stigmatisierung bei Jugendlichen wurde Corbinian Fuchs 2026 mit dem Detlef-Petzold-Preis der Deutschen STI-Gesellschaft ausgezeichnet.
An der htw saar möchte Corbinian Fuchs seine bisherigen Forschungsaktivitäten fortführen und neue Schwerpunkte im Bereich der evidenzbasierten Gesundheitsförderung und Prävention etablieren. Sein Ziel ist es, insbesondere die Gesundheitskompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu stärken, gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern sowie innovative Präventions- und Bildungskonzepte zu entwickeln und wissenschaftlich zu evaluieren. Ein besonderes Anliegen ist ihm der Ausbau schulbasierter Präventionsangebote. Dabei strebt er eine enge Verknüpfung von wissenschaftlicher Forschung, akademischer Lehre und praktischer Präventionsarbeit an.
