
Vom Klassenzimmer in den Hörsaal – und wieder zurück.
In einer zunehmend digitalisierten Welt sind informatische Kompetenzen zur Grundlage für Innovation geworden. Doch gerade beim Übergang von der Schule zur Hochschule treffen sehr unterschiedliche Vorkenntnisse aufeinander – im Fach Informatik oft besonders ausgeprägt. Genau hier setzt das Projekt MIND² der htw saar an.
MIND² gestaltet diesen kritischen Übergang mit zwei eng verzahnten Maßnahmen: Zum einen entsteht ein fakultätsübergreifendes Hochschulmodul – eine Art Brückenkurs Informatik, der die heterogenen Vorkenntnisse von Studienanfänger:innen angleicht und ihnen einen gelungenen Studienstart ermöglicht. Zum anderen fließen die Inhalte dieses Moduls in bedarfsorientierte Angebote an Schulen zurück: in Workshops, Projekttage und Informatik-AGs für Schüler:innen der Klassenstufen 10 bis 12.
Das Besondere: Schüler:innen und Studierende lernen und kreieren gemeinsam mit Lehrenden an praxisnahen Demonstratoren, die aktuelle Technologien greifbar machen. Mit Sensorik, Aktorik, Microcontrollern, 3D-Druck, Robotik und künstlicher Intelligenz werden abstrakte Konzepte zum erfahrbaren Hands-on-Erlebnis – anpassbar an die jeweiligen Vorkenntnisse der Teilnehmenden. Dabei geht es nicht allein um das Anwenden digitaler Technologien, sondern ebenso um ihr Verstehen und kritisches Reflektieren.
Von dieser Co-Kreation profitieren beide Seiten: Schüler:innen erleben ein motivierendes, technologiegestütztes Lernangebot und gewinnen früh Interesse an MINT-Themen. Studierende stärken durch projektorientiertes Arbeiten an realen Bildungsszenarien wertvolle fachliche und überfachliche Future Skills.
Eine kontinuierliche evaluative Begleitung sichert die Wirksamkeit der Maßnahmen und ermöglicht laufende Anpassungen. Alle entwickelten Inhalte und Materialien werden nachhaltig als Open Educational Resources (OER) frei zur Verfügung gestellt und tragen so über die htw saar hinaus zu einer zukunftsfähigen Digitalbildung bei.
Projektlaufzeit: April 2026 – März 2028 · Gefördert im Rahmen der Ausschreibung „Freiraum 2026" der Stiftung Innovation in der Hochschullehre