Rückblick auf das Kolloquium „Herausforderungen in Zeiten multipler Krisen“ – ein starkes Format für gelebte Nachhaltigkeitsbildung

Vom 4. bis 6. Dezember 2025 nahmen neun Studierende des Bachelorstudiengangs Betriebswirtschaft (5. Semester) am interdisziplinären Kolloquium „Herausforderungen in Zeiten multipler Krisen“ in der Europäischen Akademie Otzenhausen teil. Sie sind im neuen Projektseminar „Nachhaltigkeit: vom Wissen zum Handeln“ eingeschrieben, das seit diesem Jahr fest im Curriculum verankert ist und den Brückenschlag zwischen theoretischer Grundlagenarbeit und praktischer Transformationskompetenz ermöglicht.
Das Kolloquium wurde vom Forum für Verantwortung zusammen mit der ASKO Europa-Stiftung organisiert und bot ein intensives Programm aus wissenschaftlichen Impulsen, Debatten und Workshops. Inhaltlich reichte das Spektrum von Biodiversitätsverlust und Wasserverfügbarkeit im Klimawandel über ein aktuelles Klimanarrativ bis hin zu den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz. Auch globale Konflikte und die Frage nach einer nachhaltigen Weltordnung standen im Fokus. Die Studierenden erlebten Vorträge renommierter Expert*innen wie Prof. Dr. Matthias Glaubrecht, Dr. Roswitha Stolz, Prof. Dr. Bernd Freisleben und Dr. Stefan Kroll – begleitet durch interaktive Workshop-Sessions sowie eine Wanderung im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.
Die Rückmeldungen unserer Studierenden fielen ausgesprochen positiv aus. Besonders die Atmosphäre vor Ort und der Austausch mit Teilnehmenden anderer Hochschulen und Fachrichtungen wurden immer wieder hervorgehoben. „Ich fand es unglaublich inspirierend, mit Leuten aus ganz anderen Studiengängen über Nachhaltigkeitsthemen zu diskutieren. Das erweitert den Blick enorm“, beschrieb eine der Teilnehmenden. Auch die Lernumgebung selbst kam gut an: „Die Unterbringung und das Ambiente waren super – man hat wirklich gemerkt, dass der Ort zum Denken gemacht ist.“
Kritische Anmerkungen gab es ebenfalls – und sie bieten wertvolle Hinweise für zukünftige Durchgänge. Manche Studierende wünschten sich mehr aktive Formate: „Die Vorträge waren spannend, aber manchmal etwas lang. Ich hätte mir zusätzliche Workshops oder Diskussionsrunden gewünscht, um selbst stärker ins Arbeiten zu kommen.“
Trotz dieser Rückmeldungen fiel das Gesamtfazit durchweg positiv aus. Die Studierenden betonten, wie sehr das Kolloquium ihnen geholfen habe, Zusammenhänge zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen besser zu verstehen und die Bedeutung nachhaltigen Handelns in ihrer späteren beruflichen Praxis einzuordnen. „Für mich war das eine der spannendsten Erfahrungen im bisherigen Studium.“
Gerade im Kontext des neuen Projektseminars zeigt sich: Formate wie dieses bieten Studierenden nicht nur Wissen, sondern echte Transformationsimpulse. Angesichts des positiven Feedbacks spricht viel dafür, das Kolloquium langfristig als festen Bestandteil des Studienangebots zu etablieren – als Ort des interdisziplinären Lernens, des kritischen Denkens und des gemeinsamen Entwickelns nachhaltiger Zukunftsperspektiven.
Diesem Zukunftsausblick können die Dozierenden des Seminars, Studiendekanin Prof. Dr. Petra Garnjost und Marcus Bauer, eindeutig zustimmen.
Weitere Informationen zum Symposium stehen auf der Seite der Stiftung unter www.forum-fuer-verantwortung.de/de/veranstaltungen/17-kolloquium-fuer-den-wissenschaftlichen-nachwuchs (öffnet auf neuer Seite)
Im Seminar erstellte Poster (Beispiele):
