

Grenzüberschreitendes Placemaking als Instrument zur Entwicklung von Grenzräumen. Dargestellt am Beispiel der modellhaften Inszenierung saarländisch-lothringischer Grenzlokalitäten
Meine Promotion ist im Bereich der Grenzraumforschung verortet, mit dem Fokus auf den deutsch-französischen Grenzraum von Saarland und Lothringen und ist eins der Projekte, die im Rahmen der Kooperationsplattform Europa der UdS und der HTW saar stattfinden. Das grundlegende Leitthema meiner Promotion ist die „Transformation in der Großregion“. Dabei dreht sich meine Untersuchung um diverse Placemaking -Prozesse, die grenzüberschreitend stattfinden. Placemaking ist u.a. ein in der Architektur und Städteplanung entstandener und oft angewandter Raumentwurfsprozess, welcher unter Einbeziehung von Menschen, die von einer räumlichen Transformation in ihrem Alltag profitieren, stattfindet. „Raum-Machen“ könnte als ein Konstrukt beschrieben werden, welches v.a. in der Sozialgeografie seine Ausgangssituation und Anwendung findet. Dabei geht es um das alltägliche Erschaffen von Räumen durch das menschliche Handeln.
Somit befinden sich mein Forschungsbereich und die Forschung selbst, an einer Schnittstelle von Architektur, Planung und Geografie. Die Interdisziplinarität spiegelt sich in jeder Phase meiner Arbeit wider. Ich schaue mir die gemeinsame Identität und Transformationsansätze an und untersuche, wie sich dies an bestimmten Grenzlokalitäten manifestiert und verorten lässt.
In mehreren Fallstudien, die exemplarisch die unterschiedlichen Grenzorte der Region abbilden, spreche ich sowohl mit BürgerInnen beidseits der Nationalgrenze wie auch mit ExpertInnen verschiedenster Fachrichtungen. Ich sammle diese Grenzgeschichten und kreiere so ein gemeinsames Narrativ der Grenzregion und ihrer Transformationsprozesse.