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Ziel der Forschung an der htw saar ist es, Lösungen für zentrale gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung zu entwickeln. Besonders wirkungsvoll gelingt dies durch einen ganzheitlichen, transdisziplinären Ansatz. Mit den vier Fakultäten für Architektur und Bauingenieurwesen, Ingenieurwissenschaften, Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften sind an der htw saar hierfür optimale Voraussetzungen gegeben. Nachhaltigkeit wird so aus technologischer, ökonomischer, sozialer und gestalterischer Perspektive betrachtet und umgesetzt.

WeiterlesenNachhaltigkeit verstehen wir als Querschnittsaufgabe, die in zahlreichen Forschungsprojekten und -bereichen verankert ist. In enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft werden wissenschaftliche Erkenntnisse in praxisnahe Anwendungen überführt. Studierende, Promovierende, Bedienstete und Partner wirken aktiv an der Entwicklung nachhaltiger Lösungen mit und stärken so die Innovationsfähigkeit und regionale Wertschöpfung. Als Hochschule und gesellschaftlicher Akteur leisten wir durch interdisziplinäre Kooperationen, anwendungsorientierte Projekte und Engagement einen Beitrag zur ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Transformation.

Ein wichtiger Teil unserer Forschungsaktivitäten findet im Rahmen internationaler Kooperationsprojekte statt, etwa in EU-geförderten INTERREG-Programmen. Gemeinsam mit Partnern aus der Großregion entwickeln wir dort nachhaltige Lösungen für grenzüberschreitende Herausforderungen, beispielsweise in den Bereichen klimafreundliche Mobilität, Energieversorgung oder sozialräumliche Entwicklung. Auch im Transformationsfonds des Saarlandes setzen unsere Projekte starke Impulse mit regionaler Wirkung. Sie adressieren Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Digitalisierung, Gesundheit, Mobilitätswende und resiliente Infrastrukturen und übertragen mit Partnern wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Anwendungen.

Durch die hochschulinterne Initialförderung werden Professor*innen mit einer Anschubfinanzierung für innovative Projekte unterstützt. Bei der Auswahl entscheiden sind unter anderem der Innovationsgehalt und die gesellschaftliche Relevanz des Vorhabens, der Wissens- und Technologietransfer sowie die Anschlussfähigkeit und der Beitrag zu den gesellschaftlichen Herausforderungen (Megatrends).

Zentrale Zukunftsthemen werden in den seit 2021 systematisch aufgebauten Kompetenzzentren bearbeitet. Die interdisziplinär aufgestellten Forschungscluster Future Transportation Society (FTS), Digitale Neurotechnologien (CDNS), Strömungs- und Simulationstechnik (KoS) sowie Klimafolgenanpassung und Katastrophenschutz (KoK2) leisten direkte und indirekte Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung. Ergänzt wird dieses Netzwerk durch In- und An-Institute wie das Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme (IZES gGmbH), die wichtige Brücken zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft schlagen.

Ausgründungen aus der htw saar sind ein zentraler Motor für Wissenstransfer und Innovation. Viele Start-ups entstehen unmittelbar aus angewandter Forschung. Ein herausragendes Beispiel ist die VENSYS Energy AG, die im Jahr 2000 als Spin-off der Forschungsgruppe Windenergie an der htw saar gegründet wurde und sich zu einem international tätigen Entwickler und Lizenzgeber getriebeloser Windenergieanlagen entwickelt hat.

Gründungsinteressierte werden an der htw saar durch Beratung, Mentoring und gezielte Kommunikationsangebote unterstützt. Die Transfermesse »knowhow@htw saar« macht aktuelle Forschungsprojekte sichtbar und fördert den Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft, unterstützt durch Formate wie das Forschungsmagazin »sichtbar«.

Auf dieser Seite werden transdisziplinäre Projekte mit Nachhaltigkeitsbezug aus der Förderlinie INTERREG, dem Transformationsfonds und den Kompetenzzentren exemplarisch vorgestellt.

Beispielhafte Projekte

Mit dem Interreg VI-A Projekt INCLUREG setzt sich die htw saar gemeinsam mit Partnern aus der Großregion für die nachhaltige Verbesserung der Beschäftigungschancen von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt ein. Ziel ist es, inklusive Arbeitsmodelle zu fördern, Werkstätten für behinderte Menschen zukunftsfähig aufzustellen und den grenzüberschreitenden Austausch zu stärken. Im Fokus stehen Qualifizierung, Digitalisierung und innovative Logistiklösungen – insbesondere im Bereich Industrie 4.0. Dazu werden bestehende Strukturen analysiert, Best Practices identifiziert und in Pilotversuchen praktisch erprobt. Werkstattmitarbeitende werden gezielt geschult, um mit technologischen Entwicklungen Schritt halten zu können und neue Beschäftigungsfelder zu erschließen. Als Leadpartner koordiniert die htw saar die Aktivitäten von insgesamt sieben finanziellen und zehn strategischen Partnern aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Belgien. Durch diese enge Zusammenarbeit entstehen konkrete Handlungsempfehlungen und regionale Umsetzungspläne zur langfristigen Verankerung inklusiver Arbeitsstrukturen. INCLUREG leistet so einen aktiven Beitrag zu mehr sozialer Teilhabe, Fachkräftesicherung und nachhaltiger Entwicklung in der Großregion.

Details finden Sie unter www.inclureg.eu

Logo des Interreg Projekts Inclureg

„Es gibt Gründe, warum Menschen mit Behinderung nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt ankommen. Einer der Gründe ist die mangelnde Durchlässigkeit von Werkstätten für behinderte Menschen. Diese auch mit Hilfe neuer Technologien zu verbessern, daran arbeiten wir gemeinsam mit den Werkstätten in der Großregion.“ 

Prof. Dr. Kerstin Rock, 
Professur für Interaktion und Organisation der Sozialen Arbeit

Das grenzüberschreitende Projekt Greater Green+ stärkt die nachhaltige Transformation der Großregion, indem es Akteur*innen aus Wirtschaft, Forschung und öffentlichem Sektor im Bereich Green Tech vernetzt. Ziel ist es, innovative Lösungen für ökologische Herausforderungen sichtbar zu machen, weiterzuentwickeln und in die Praxis zu überführen. Thematische Schwerpunkte liegen unter anderem auf erneuerbaren Energien, nachhaltigem Bauen, Recycling, Wasser- und Umwelttechnologien sowie Bioökonomie. 

Durch Workshops, Fachveranstaltungen, Arbeitsgruppen und digitale Austauschformate fördert Greater Green+ den Wissenstransfer und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine digitale Plattform, die nachhaltige Technologien, Kompetenzen und Kooperationsmöglichkeiten bündelt. Die htw saar bringt ihre anwendungsorientierte Forschung und ihre enge Vernetzung mit regionalen Unternehmen ein und fungiert als wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis. So trägt das Projekt zur Stärkung von Innovationskraft, Ressourceneffizienz und ökologischer Verantwortung in der Region bei.

Details finden Sie unter https://interreg-gr.eu/de/project/greatergreen-de 

Logo des Interreg Projekts Greater Green Plus

„Greater Green+ zeigt, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit Innovation beschleunigt. Das Projekt verbindet Forschung und Praxis und macht nachhaltige Technologien für Unternehmen konkret nutzbar.“

Prof. Dr. Pascal Stoffels, 
Professur für Produktionsinformatik

Das Kompetenzzentrum für Klimafolgenanpassung und Katastrophenschutz der htw saar (KoK²) bündelt wissenschaftliche und technische Expertise zur Bewältigung aktueller und zukünftiger Klimarisiken. Ziel ist es, praxisorientierte Werkzeuge zur Stärkung der Klimaresilienz und des Katastrophenschutzes im Saarland zu entwickeln und in die kommunale Anwendung zu überführen.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung innovativer Methoden zum Schutz von Mensch, Umwelt und Infrastruktur. Dazu wird u.a. ein „Klimagefahrenabwehrsystem“ (KliGAS) als Frühwarnsystem für Naturgefahren wie Hochwasser und Starkregen entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Krisenvorsorge hinsichtlich kritischer Infrastrukturen im Bereich der Energie- und Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung. Die enge Zusammenarbeit mit Ministerien Kommunen, Fachbehörden und Forschungspartnern gewährleistet einen wirkungsvollen Wissenstransfer in die Praxis.

KoK² liefert somit einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Saarland – durch Vorsorge, Schutz und Anpassung im Umgang mit den Folgen des Klimawandels.

Details finden Sie unter www.htwsaar.de/kok2

 

Logo des htw Kompetenzzentrums KoK2

„Wir wollen Menschen und Umwelt vor den Folgen des Klimawandels schützen. Dazu erforschen wir neue Ansätze und Methoden für Krisenvorsorge und Katastrophenschutz.“

Prof. Dr.-Ing. Alpaslan Yörük, Dipl.-Ing. (FH) Andreas Biehler, Prof. Dr.-Ing. Joachim Dettmar
Leitungsteam des KoK²

Unsere Hochschule spielt eine zentrale Rolle beim Ausbau der zirkulären Wertschöpfung. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) richtet sie zwei kooperative Forschungsgruppen ein, die vom Land mit 5 Millionen Euro gefördert werden. Im Mittelpunkt steht die Gruppe ECO², die an Verfahren zur ökologischen und ökonomischen Optimierung arbeitet, um Produkte und Technologien entlang ihres Lebenszyklus optimal weiterzuverwenden, zu reparieren oder zu recyceln. So können Materialien gezielt im Kreislauf gehalten, Abfälle reduziert und CO₂-Emissionen gesenkt werden.

Die htw saar bringt ihre Kompetenzen in angewandter Forschung, Methodenentwicklung, Produkt- und Prozessoptimierung im Kontext der zirkulären Wertschöpfung ein. Damit stärkt sie ihre Position als Impulsgeberin für nachhaltige Produkte und Industrieprozesse und fördert die Ausbildung von Fachkräften, die die Transformation zur Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

Details finden Sie unter Details finden Sie unter www.eco2.htwsaar.de

 

Logo des Projekts Eco2

„Wir wollen Technologien und Prozesse so gestalten, dass sie Ökologie und Ökonomie verbinden – Kreisläufe schließen, Emissionen senken und gleichzeitig nachhaltige Wertschöpfung ermöglichen.“ 

Prof. Dr.-Ing. Christian Köhler, MBA
Professur für Wirtschaftsingenieurwesen

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