Die htw saar ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als Landesbetrieb kann sie baurechtlich nicht eigenständig agieren, da die genutzten Gebäude dem Land gehören und übergeordnete Rahmenverträge, etwa bei der Energie oder Güterbeschaffung, den Handlungsspielraum bestimmen.
Innerhalb dieses Rahmens gestaltet die Hochschule jedoch bewusst ein soziales Umfeld. Als Präsenzhochschule benötigt sie Raum und Mobilität. Menschen kommen auf dem Campus zum Lernen, Arbeiten und Verweilen zusammen, wodurch die Standorte ihr Umfeld beleben. Diese Dynamik wirkt auch in die Nachbarschaft hinein. Die htw saar öffnet sich gezielt nach außen, etwa durch die Initiative »Hochschule in der Stadt«, in deren Rahmen sich die Hochschule am Projekt »Sommerstraßen 2025« der Landeshauptstadt beteiligte und die Campusallee für Kulturveranstaltungen geöffnet hat. Auch die Mensen der htw saar sind Begegnungsorte für Studierende, Beschäftigte und externe Gäste unterschiedlicher Generationen. Solche Formen von Gemeinschaft sind im digitalen Raum nicht ersetzbar.
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Der Hochschulbetrieb ist untrennbar mit Ressourcenverbrauch verbunden. Elektrizität, Trinkwasser, Wärme, Treibstoffe, IT-Infrastruktur und bebaute Flächen sind notwendig, um Lehre, Forschung und Verwaltung zu ermöglichen. Die Errichtung und der Unterhalt von Bibliotheken, Laboren, Hörsaal- und Bürogebäuden verursachen CO2-Emissionen in erheblichem Umfang. Gleichzeitig bilden die Hochschulen Fachkräfte aus und entwickeln Lösungen, die für die nachhaltige und gesellschaftliche Transformation dringend benötigt werden. Entscheidend ist daher eine bewusste Gestaltung des Betriebs durch Energieeinsparung, regenerative Energiegewinnung, nachhaltige Mobilität, digitale Lösungen, verantwortungsvolle Beschaffung sowie einen reflektierten Umgang mit Materialien und Medien. So wird der unvermeidbare ökologische Fußabdruck zum Ausgangspunkt für verantwortungsvolles Handeln.
Der Energieverbrauch wird an der htw saar systematisch erfasst und in das Monitoring-Tool BayCalc überführt. Dadurch entstehen Transparenz und eine belastbare Grundlage, um Einsparpotenziale zu identifizieren, Fortschritte zu überprüfen und Maßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Für die nachhaltige Steuerung von Heizenergie-, Strom- und Wasserversorgung sowie Gebäudemanagement ist die Abteilung Campusmanagement und Hochschulservice zuständig. Sie entwickelt Maßnahmen zur Energieeinsparung und optimiert die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Stabsstelle Hochschulbau und Campusentwicklung stellt sicher, dass Neubauten und Sanierungen nach ökologischen Standards umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Bereich Nachhaltigkeit arbeitet das Campusmanagement daran, den CO₂-Fußabdruck der Hochschule kontinuierlich zu reduzieren und die Energieeffizienz aller Standorte zu steigern.
Die htw saar ist auch selbst von den Folgen des Klimawandels betroffen. Steigende Temperaturen und Extremwetter erfordern Anpassungen im Gebäudebetrieb, um ein gesundes Lern- und Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Dazu gehören neben Heizen und Kühlen die Bereitstellung mobiler Ventilatoren, kostenfreie Trinkwasserversorgung sowie flexible Homeoffice-Regelungen bei großer Hitze und Glatteisbildung. Diese Maßnahmen zeigen, dass nachhaltiges Handeln eine Balance zwischen Gesundheitsschutz und Ressourcenschonung erfordert. Klimaanpassung bedingt daher vorausschauende Konzepte, die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Nachfolgend werden die Zukunft der Campusentwicklung am Standort Alt-Saarbrücken beleuchtet und erste Kennzahlen zu den Verbräuchen sowie Details zum Mobilitätskonzept vorgestellt.