Von der Abwehr asiatischer Hornissen bis zum Umweltmonitoring: Bei der 23. Ausgabe der „forschungsfoerderung@htw saar“ am Dienstag, 22. September 2026, präsentierten Forschende der htw saar 17 Projektideen, die im kommenden Jahr auf eine initiale Förderung hoffen. Im Publikum saßen neben Wissenschaftler*innen der Hochschule auch Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Region. Sie alle waren nicht nur Zuhörende, sondern bestimmten mit, welche Vorhaben das größte Innovationspotenzial haben.
Die Bandbreite der Themen war groß. Neben der Entwicklung einer Lastendrohne und einem nachhaltigen Baustoff aus Pilzmyzel stellte ein Team ein wissenschaftlich begleitetes Angebot für Schulverweigerer vor. Bemerkenswert: Sieben Anträge stammten von neu berufenen Professor*innen, die sich zum ersten Mal um eine Förderung bewarben. Stimmt die wissenschaftliche Qualität, werden diese Erstanträge besonders berücksichtigt.
Zwei weitere Vorhaben widmen sich komplexeren Fragestellungen: Das eine befasst sich mit barrierefreiem Bauen sowie barrierefreien Gebäuden im Bestand, das andere mit der kontinuierlichen Überwachung von Binnengewässern. In beiden Projekten arbeiten Forschende aus mehreren Fachrichtungen zusammen. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Perspektiven, Methoden und Denkweisen eröffnet oft neue Lösungswege.
Das Erfolgsrezept des über 20 Jahre erfolgreichen Formats liegt in der engen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Unternehmen und Institutionen bringen ihre konkreten Fragestellungen ein und entwickeln gemeinsam mit den Forschenden Prototypen oder beispielhafte Anwendungen. Daraus können in der Wirtschaft marktfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen, wovon Hochschule und Unternehmen gleichermaßen profitieren.
Die Förderung deckt sowohl Personal- als auch Sachkosten der Projekte. Wer am Ende zum Zug kommt, entscheidet sich in mehreren Schritten: Die Bewertungen aller Teilnehmenden fließen in ein Ranking ein, das anschließend im Forschungsbeirat der htw saar diskutiert wird. Das Fachgremium spricht eine Empfehlung aus, über die das Präsidium der Hochschule entscheidet. Im November 2026 erfahren die Antragstellenden, welche Projekte im Förderjahr 2027 umgesetzt werden können.
