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Neue Studie von Prof. Dr. Markus Hertrich zur Wirksamkeit von sterilisierten Devisenmarktinterventionen

04. März 2026

Veröffentlichung im Journal of Money, Credit and Banking

Wie wirksam sind in Zeiten sehr niedriger Zinsen sterilisierte Devisenkäufe von Zentralbanken (Devisenkäufe, bei denen die Zentralbank die zusätzliche Liquidität durch Gegenoperationen wieder absorbiert, sodass die Höhe der Zentralbankreserven unverändert bleibt)? Dieser Frage widmet sich Dr. Markus Hertrich, Professor für International Economics an der htw saar, gemeinsam mit Dr. Daniel Nathan, Assistenzprofessor für Finance an der Hong Kong Polytechnic University, in einem aktuellen Beitrag im Journal of Money, Credit and Banking, einer der international führenden Fachzeitschriften für Volkswirtschaftslehre und Finanzökonomie.

Die Studie analysiert auf Basis vertraulicher Tagesdaten die US-Dollar-Käufe der israelischen Zentralbank in den Jahren 2013 bis 2019. Das zentrale Ergebnis: Ein Ankauf von 1 Milliarde US-Dollar führte im Durchschnitt zu einer Abwertung des israelischen Schekels um rund 0,8 Prozent – ein im internationalen Vergleich bemerkenswert deutlicher Effekt.

Darüber hinaus zeigt die Untersuchung, dass die Wirksamkeit solcher Maßnahmen eng mit den Strukturen auf den Finanzmärkten zusammenhängt. Insbesondere trägt die begrenzte Risikoübernahmefähigkeit globaler Banken dazu bei, dass Interventionen nachhaltige Wirkungen auf dem Devisenmarkt entfalten, weil Marktakteure dann nur eingeschränkt gegen die Eingriffe handeln können. Neben dem unmittelbaren Effekt auf den Wechselkurs wirken die Maßnahmen auch auf Termin- und Optionsmärkte, indem sie Erwartungen über künftige Wechselkurse und die damit verbundenen Risiken verändern.

Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse für kleine, offene Volkswirtschaften, die in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld ihren geldpolitischen Handlungsspielraum sichern wollen.

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