Bereits zum 15. Mal wird das Deutschlandstipendium an besonders engagierte Studierende der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) vergeben. Am Freitag, 21. November 2025, ehrten Vertreter der Hochschule sowie der StudienStiftungSaar im feierlichen Rahmen die diesjährigen Deutschlandstipendiat*innen und ihre Fördernden in der Aula des Campus Rotenbühl.
Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport, betonte in seinem Grußwort: „Unsere Region lebt von jungen Menschen, die mit Mut, Fleiß und neuen Ideen vorangehen. Das Deutschlandstipendium schafft Freiräume, in denen solche Talente wachsen können – und es stärkt zugleich den Zusammenhalt zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es ein starkes Signal, dass wir als Land in Bildung investieren und engagierte Studierende unterstützen, die Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten wollen.“
Pro Stipendium erhalten die Studierenden für ein Jahr 300 Euro monatlich. Bei der Auswahl fließen neben akademischen Leistungen auch gesellschaftliches Engagement sowie persönliche, familiäre oder soziale Umstände in die Entscheidung ein. In diesem Jahr werden 23 internationale Studierende aus zwölf Ländern sowie 73 sog. Studienpionier*innen aus nichtakademischen Haushalten unterstützt. Der Stipendiat Bastian Hubertus berichtete: „Das Deutschlandstipendium hat mir überhaupt erst ermöglicht, mein Studium in dieser Form erfolgreich zu absolvieren und bildet die Grundlage für alles, was ich bisher erreichen konnte. Zugleich bestärkt es mich in meinem weiteren Weg und in allem, was beruflich noch vor mir liegt.“
Seit dem Jahr 2011 wurden an der htw saar 1.391 Deutschlandstipendien vergeben. Prof. Dr. Thomas Bousonville, Vizepräsident für Studium, Internationales und Nachhaltigkeit, zog Bilanz: „Das Deutschlandstipendium ist weit mehr als eine finanzielle Unterstützung. Es ist ein starkes Signal für Leistungsbereitschaft und gesellschaftliches Engagement. Unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und motiviert der akademische Nachwuchs in unserer Region ist. Besonders freut mich, dass Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen aus dem Saarland dieses Engagement seit vielen Jahren fördern und damit direkt zur Fachkräftesicherung und zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft beitragen.“
Das Deutschlandstipendium finanziert sich hälftig aus Bundesmitteln sowie aus Mitteln privater Stifter*innen. In dieser Förderperiode unterstützen 24 Fördernde aus der Region – etwa Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen – die Studierenden finanziell. Damit leisten sie einen gesellschaftlichen Beitrag, lernen potenzielle Fachkräfte kennen und erhalten Einblicke in Forschung und Wissenschaft.
Die größte Förderin ist auch in diesem Jahr die RAG-Stiftung. Sie fördert gemeinsam mit der StudienStiftungSaar 40 Studierende der htw saar. Primäre Aufgabe der RAG-Stiftung ist die Finanzierung der Nachbergbauaufgaben des deutschen Steinkohlenbergbaus. Darüber hinaus fördert sie zahlreiche impulsgebende Projekte in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur in den ehemaligen Regionen des Steinkohlenbergbaus. „Mit unserer Förderung möchten wir vor allem Studierende mit Bergbaubezug und Studierende ohne akademischen Familienhintergrund zur Aufnahme eines Studiums motivieren und sie auf dem Weg zum Abschluss unterstützen. Denn noch immer hängt die Wahrscheinlichkeit, zu studieren, viel zu sehr vom Elternhaus ab. So tragen wir als RAG-Stiftung gemeinsam mit der StudienStiftungSaar auch in Zeiten von wirtschaftlichen Umbrüchen zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei sowie zur Sicherung von Fachkräften im Saarland. Die StudienStiftungSaar leistet dabei schon über viele Jahre hervorragende Arbeit. Daher unterstützen wir sie mit großer Überzeugung“, betont Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstands der RAG-Stiftung.
Bei einem Umtrunk und Fingerfood hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Hintergrundinformationen
Zum Deutschlandstipendium
Das Deutschlandstipendium ist ein nationales Stipendienprogramm. Es richtet sich an Studienanfänger*innen und bereits immatrikulierte Studierende. Bei der Auswahl werden neben akademischen Leistungen auch gesellschaftliches Engagement sowie persönliche, familiäre oder soziale Umstände berücksichtigt. Das Deutschlandstipendium setzt sich zur einen Hälfte aus Fördermitteln des Bundes und zur anderen Hälfte aus Geldern privater Stifter*innen zusammen.
