„Der Studiengang ist ein vielseitiges Fundament für die berufliche Zukunft, in der man Gesundheit aktiv mitgestalten kann. Ich habe das Gefühl, hier eine solide Basis zu erhalten, die mir später einen guten Beruf ermöglicht, der auch gesellschaftlich wertvoll ist.“
Warum hast du dich für den Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften an der htw saar entschieden?
Ich habe in meinem Heimatland bereits ein Psychologiestudium abgeschlossen und wollte weiter in dieser Richtung bleiben. Für die Angewandten Gesundheitswissenschaften habe ich mich entschieden, weil der Mensch hier ganzheitlich, also bio-psycho-sozial, betrachtet wird. Außerdem finde ich das Studium spannend, weil es so vielfältig ist und dadurch später zahlreiche berufliche Möglichkeiten eröffnet.
Wie hast du den Einstieg in das Studium erlebt und was hat dir dabei besonders geholfen?
Obwohl es für mich eine Herausforderung ist, in einer anderen Sprache zu studieren, empfinde ich den Arbeitsaufwand als angemessen. Die Inhalte sind gut zu bewältigen, da die Dozierenden gut erklären, viele Materialien zur Nachbereitung bereitstellen und jederzeit für Fragen erreichbar sind. Auch organisatorische Abläufe wie die Prüfungsanmeldung oder die Orientierung auf dem Campus werden gut erklärt. Besonders geholfen hat mir das Mentorenprogramm der htw saar, weil man gute Tipps bekommt und erfährt, was zum Beispiel für Prüfungen wichtig ist und was von uns erwartet wird.
Welche Inhalte oder Module haben dich bisher am meisten interessiert oder überrascht?
Die medizinischen und psychologischen Grundlagen sind, denke ich, für die meisten Studierenden sehr interessant. In der Gesundheitspsychologie haben wir verschiedene Gesundheitsverhaltensmodelle kennengelernt, die für mich auch persönlich hilfreich sind. Man versteht dadurch besser, wie man Verhalten beeinflussen und Menschen motivieren kann. Sogar, wenn die Motivation zunächst fehlt. Auch die Frage, wie die soziale Lage die Gesundheit beeinflusst, fand ich sehr interessant. In wissenschaftlichem Arbeiten und Wissenschaftstheorie habe ich viele neue Ansätze und Theorien kennengelernt, die später im Berufsleben, vor allem natürlich in der Forschung, wichtig sind.
Wie empfindest du die Verbindung von Theorie und Praxis im Studium an der htw saar?
Die starke Verzahnung von Theorie und Praxis war für mich einer der Hauptgründe, mich für die htw saar zu entscheiden. Obwohl das Praxissemester erst im sechsten Semester ist, haben viele Lehrveranstaltungen einen deutlichen Praxisbezug. In Recht haben wir zum Beispiel realistische Fallbeispiele bearbeitet, um unser Wissen anzuwenden. Im Projektmanagement lernen wir, wie Projekte in der Praxis geplant und umgesetzt werden.
Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit Kommiliton:innen und den Austausch mit Dozierenden?
Anfangs hatte ich wegen der Sprache einige Schwierigkeiten, aber alle meine Kommiliton:innen sind freundlich und hilfsbereit, und die Kommunikation innerhalb der Gruppe ist sehr gut. Die Dozierenden sind gut erreichbar und jederzeit offen für zusätzliche Fragen.
Gab es im bisherigen Verlauf des Studiums ein Erlebnis oder Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Wir erhalten regelmäßig Informationen über kostenlose Fachtagungen, die spannende Einblicke in die Praxis geben. Besonders inspirierend fand ich eine Aufgabe in einer Vorlesung, bei der wir Stellenanzeigen für Gesundheitswissenschaftler:innen recherchieren sollten. Das hat mir geholfen, meine berufliche Zukunft zu planen und mir meiner eigenen Stärken – insbesondere der ganzheitlichen Betrachtung von Gesundheit – bewusst zu werden. In einer Vorlesung sollten wir Stellenanzeigen für Gesundheitswissenschaftler:innen suchen, um unsere Zukunft zu planen und uns unserer Stärken als Gesundheitswissenschaftler:innen – insbesondere der ganzheitlichen Betrachtung von Gesundheit – bewusst zu werden. Das fand ich inspirierend.
Wie gut lässt sich das Studium mit deinem persönlichen Alltag vereinbaren?
Im ersten Semester musste ich mich zunächst an das Studium gewöhnen, aber mittlerweile habe ich ausreichend Zeit für meinen Nebenjob als HiWi an der htw, für meine Familie, die Vor- und Nachbereitung der Lehrveranstaltungen und für mich selbst. Außerdem hatten wir bisher immer freitags frei, was sehr hilfreich ist.
Welche Kompetenzen oder Fähigkeiten konntest du im Studium bereits aufbauen, die dir für die Zukunft wichtig erscheinen
Ich habe gelernt, Gesundheitsprobleme ganzheitlich zu betrachten und Lösungsansätze zu entwickeln. Zudem habe ich viele neue Bereiche wie Management, Ökonomie und Recht kennengelernt. Auch Statistik, Literaturrecherche und wissenschaftliches Arbeiten gehören dazu – Fähigkeiten, die nicht nur in der Forschung relevant sind, sondern in jedem Bereich für evidenzbasiertes Arbeiten. Für mich persönlich ist es außerdem sehr hilfreich, Risikofaktoren für Krankheiten zu kennen. Darüber hinaus lerne ich viel über das deutsche Gesundheitssystem, das für mich – und auch für viele Kommiliton:innen – neu war. In meinem Heimatland ist beispielsweise nicht der Hausarzt die erste Anlaufstelle.
Was würdest du Studieninteressierten raten, die überlegen, Angewandte Gesundheitswissenschaften an der htw saar zu studieren?
Der Studiengang ist empfehlenswert, wenn man sich für Gesundheitsthemen interessiert. Er ist besonders, weil er so vielfältig ist und viele Bereiche abdeckt. Man kann ihn sowohl wählen, wenn man schon genau weiß, wohin man beruflich möchte, als auch dann, wenn man sich viele Möglichkeiten eröffnen möchte. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass in Medizin und Psychologie lediglich Grundlagen vermittelt werden. Das hatten sich einige meiner Kommiliton:innen, und auch ich selbst, anders vorgestellt.
Wenn du dein Studium hier in einem Satz oder mit einem Bild beschreiben müsstest, wie würde das Aussehen?
Der Studiengang ist ein vielseitiges Fundament für die berufliche Zukunft, in der man Gesundheit aktiv mitgestalten kann. Ich habe das Gefühl, hier eine solide Basis zu erhalten, die mir später einen guten Beruf ermöglicht, der auch gesellschaftlich wertvoll ist.

