Wie können angehende Pflegefachkräfte und Hebammen besser auf ihren Berufsalltag vorbereitet und gleichzeitig mehr junge Menschen für Gesundheitsberufe gewonnen werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das europäische Forschungsprojekt ForVir-Health, an dem die htw saar als Projektpartner beteiligt ist.
Das im Rahmen von Interreg VI Großregion geförderte Projekt bringt Partner aus der Großregion zusammen, um mit Virtual-Reality-Technologie neue Ansätze für die Gesundheitsausbildung zu entwickeln. Geplant sind insgesamt fünf immersive VR-Module. Drei davon widmen sich kommunikativen Kompetenzen – darunter interkulturelle, mehrsprachige und nonverbale Kommunikation. Zwei weitere Module sollen Schüler*innen die Berufsfelder Pflege und Hebammenwesen näherbringen und damit zur Nachwuchsgewinnung beitragen.
Die htw saar bringt insbesondere ihre Expertise aus der simulationsbasierten Lehre und der Angewandten Hebammenwissenschaft ein. Sie wirkt an der Entwicklung und hochschuldidaktischen Integration von VR-Szenarien zu interkultureller und nonverbaler Kommunikation mit. Die Module sollen später mit Studierenden erprobt und hinsichtlich ihrer didaktischen Qualität und Praxistauglichkeit evaluiert werden.
Ziel von ForVir-Health ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Gesundheitsausbildung zu stärken und dem Fachkräftemangel in Pflege und Hebammenwesen entgegenzuwirken. Zum Projektkonsortium gehören neben der htw saar die Haute Ecole Libre Mosane (HELMo) in Lüttich als federführender Partner, die Université de Liège sowie das Universitätsklinikum des Saarlandes.
Der offizielle Projektauftakt fand im März 2026 bei HELMo in Lüttich statt. Ansprechpartnerinnen für das Projekt sind Prof. Dr. Barbara Cattarius und Sabine Weber.
