Mein beruflicher Weg startete ursprünglich im sozialen Bereich. Während des Fachabiturs absolvierte ich ein Praktikum in einem Wohnhaus für Menschen mit Behinderung und arbeitete danach mit Kindern in Grund- und Förderschulen. Erfahrungen, die mir bis heute in Erinnerung geblieben sind. Nach einigen Stolpersteinen, die das Leben bereithält, führte mich mein Schicksal zum AGW-Studiengang. So konnte ich an der Hochschule Furtwangen im schönen Schwarzwald studieren. Am meisten geprägt hat mich die Arbeit im ambulanten Pflegedienst während meines Studiums. Diese Zeit hat mich tief und nachhaltig beeinflusst und mich viel über Menschen und das Leben gelehrt. Nach dem Studium verlief mein Einstieg ins Berufsleben zunächst nicht planmäßig. Das Feld der Gesundheitswissenschaften ist sehr vielfältig. Obwohl man sich während des Studiums zentrale Kompetenzen aneignet – Fokus dabei stets auf interdisziplinärem Arbeiten, ist der Beruf noch wenig bekannt. Dabei gewinnt Gesundheit schon seit Jahren immer mehr an Bedeutung – sowohl für jeden Einzelnen als auch im beruflichen und sozialen Kontext. Mit dem Abschluss als Gesundheitswissenschaftlerin kann man diesen Wandel aktiv mitgestalten. 2. Aktueller Berufsalltag: Es hat eine Zeit gedauert, bis ich schließlich in meiner jetzigen Position angekommen bin. Ich arbeite in der kommunalen Gesundheits- und Sportförderung. Dabei plane und gestalte ich Kurse zu Bewegung, Sport und Ernährung, konzipiere und setze zielgruppenorientierte Angebote zu spezifischen Themen um. Dazu gehört unter anderem die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteurinnen innerhalb der Kommune sowie mit externen Parterinnen sowie die Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit. Eine besondere Aufgabe ist die Organisation der diesjährigen Special Olympics Nationale Spiele in der Kommune; ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Hier kann ich meine Erfahrung mit Menschen mit Behinderung einbringen und ein inklusives, sportliches Event mit überregionaler Bedeutung gestalten. Eine tolle Herausforderung, an der ich persönlich und beruflich wachsen kann. 3. Fazit: Meinem jüngeren Ich- und Berufseinsteigenden- würde ich raten, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. Zweifel sind normal. Wer darauf vertraut, den richtigen Weg zugehen, wird früher oder später das Richtige finden.
