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Kontaktdaten

Profilbild von Dr. Moritz Czarny, M.A.

Dr. Moritz Czarny, M.A.

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Malstatter Straße 17, 66117 Saarbrücken
 
  • Gebäude: Gebäude 11
  • Raum: 11.04.11
  • Telefon: +49 (0) 681 58 67 474
  • E-Mail: Moritz.CzarnynoSpam@noSpamhtw-saarlandnoSpam.de

Dissertation

Muße – eine pädagogische Studie. Bildungstheoretische, professionslogische und fallrekonstruktive Perspektiven. (2025)

Gegenstand des Promotionsvorhaben ist das Phänomen der Muße. Die Fragestellung ist darauf ausgerichtet das Phänomen aus einer pädagogischen Perspektive in seinen zentralen Bedeutungsdimensionen zu rekonstruieren. Hierzu sind in der Studie drei heuristische Zugänge gewählt. Aus bildungstheoretischer Perspektive wird eine historische-systematische Analyse der pädagogischen Ideengeschichte vorgelegt: Muße bildet als Komplementärsphäre von Arbeit und Freizeit ein (implizites) Thema der Kulturkritik ästhetisch konnotierter Bildungstheorien. Die Auffächerung der philosophisch-bildungstheoretischen Dimensionen erfolgt mit Schwerpunkt auf Aristoteles (Theoría als Lebensform), Marx (Befreite Arbeit als ‚disposable time‘), Schiller (Ästhetische Erziehung als Spiel), Nietzsche (Selbsterziehung als Selbstüberwindung und -sorge) und Adorno (Kontemplation als Kritik). Aus professionstheoretischer Perspektive wird im Anschluss das Modell der ästhetischen Erfahrung in der ‚Krise durch Muße‘ (Oevermann) soziologisch-strukturalistisch grundgelegt. Herausgearbeitet wird die Stellung in der strukturtheoretischen Professionstheorie und Schlussfolgerungen für die Bildung des professionellen Habitus und die daraus erfolgende Bedeutung für das professionelle Handeln in pädagogischen Arbeitsbündnissen in den zentralen Handlungsfeldern aufgezeigt. In fallrekonstruktiver Perspektive werden die herausgearbeiteten Argumentationslinien einer empirisch fundierten Diskussion unterzogen. Auf der Grundlage von narrativen ‚Expert*inneninterviews‘ zielen die objektiv-hermeneutischen Fallstudien darauf ab, exemplarisch zu rekonstruieren, welche Deutungsmuster und habitualisierten Praxisdispositionen in der Wirklichkeit erzieherischer Professionen operieren. Anhand der rekonstruierten typologischen Dimensionen – Ethik, Episteme und Absenz – werden Anschlussoptionen für die pädagogische Profession erschlossen. 

E-Book im SpringerVS Verlag:

https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-48106-3

Weitere Informationen:
https://www.htwsaar.de/Members/Moritz.Czarny

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