
Der Erziehungsminister der Republik Frankreich zeichnete RainerReisel, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft desSaarlandes (HTW), mit der Ernennung zum Commandeur - der höchsten Stufe -des Ordens Palmes Académiques für seine Leistungen auf dem Gebietder deutsch-französischen Zusammenarbeit aus. Der Generalkonsul derRepublik Frankreich in Saarbrücken, Yves Defay, überreichte am 15.Dezember 1998 die Insignien dieser Auszeichnung.
Rainer Reisel wurde 1935 in Merzig geboren. Nach dem Abiturstudierte er Wirtschaftswissenschaften an der Universität des Saarlandes.1972 wurde Reisel als Dozent an die Hochschule für Technik und Wirtschaftim Fachbereich Betriebswirtschaft (Schwerpunkt: Betriebliches Rechnungswesen)berufen und 1975 zum Professor ernannt. Von 1984 bis 1994 war Rainer ReiselDirektor des Deutsch-Französischen Hochschulinstituts (DFHI). Währendseiner Amtszeit wurde das DFHI zusammen mit den Partnern in Metz weiterausgebaut. Die Studierendenschaft verdreifachte sich, neben Betriebswirtschaft,Elektrotechnik und Maschinenbau, konnten nun auch die StudiengängeBauingenieurwesen und Informatik am DFHI belegt werden und anstelle der Licencewurde die Maîtrise als französischer Abschluß eingeführt.Auf Initiative Reisels wurde im Jahr 1990 in Zusammenarbeit mit derHandwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes derFörderverein des DFHI gegründet. Zielsetzung des Vereins ist dieideelle und materielle Unterstützung des DFHI.
Nach dem Fall der Mauer wurde Prof. Reisel von demsächsischen Wissenschaftsminister Prof. Mayer, in dasGründungsdirektorium des Internationalen Hochschulinstituts Zittauberufen, um bei dessen Errichtung als deutsch-tschechisch-polnischeHochschulkooperation - nach dem Vorbild des DFHI - mitzuarbeiten. Seit 1990lehrt er auch als Professeur associé an der Universität Metz. Seiteinigen Jahren ist Rainer Reisel verantwortlicher Professor beim DeutschenAkademischen Austauschdienst (DAAD) für die Fachhochschulen bei derVergabe von Stipendien im Fach Betriebswirtschaft nach Frankreich und denBenelux-Staaten.
V.i.S.d.P. U. Reimann