
Wissenschaftsminister Jürgen Schreierhat heute zwei weitere Landespreise Hochschullehre 2005 verliehen.Sie gehen zum einen an Prof. Dr. Martin Löffler-Mang und sein Team mit Prof.Dr. Bernd Schurich, Dipl.-Päd. Franziskus Sauer, Dipl.-Ing. (FH) Michael Schmidt, Dipl.-Ing. Dirk Ammon, Prof. Dr. Rainer Eisenmann fürdas Studienprojekt Eigenverantwortliches Teamstudium Mechatronik/Sensortechnik",mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Als Dritte im Bunde derdiesjährigen Preisträger erhalten Prof. Eve Hartnack und Dipl.-Ing. SimonKosiol den Teilpreis in Höhe von 10.000 Euro für ihr Projekt JugendzentrumIllingen - Architekturstudenten planen und gestalten für Jugendliche".
Jürgen Schreier: "Mit derAnerkennung und der Würdigung besonderer Leistungen in der Hochschullehrewollen wir Hochschullehrerinnen und -lehrer ermutigen, neue Wege in der Lehrezu suchen und zu erproben. Angesichts der veränderten Bildungsmärkte in Europaund in der Welt wird die Qualität der Studienangebote immer mehr zu einemWettbewerbsfaktor der Hochschulen. Ich habe diesen Preis ins Leben gerufen, umHochschullehrerinnen und Hochschullehrer in diesem Land für besondersherausragende Leistungen in der Lehre auszuzeichnen, für Leistungen, diebeispielgebend und geeignet sind, Lehre, Studium und Prüfung inhaltlich oderdidaktisch-methodisch nachhaltig zu verbessern."
Nach 2003 und 2004 konnten auch imJahre 2005 zwei Teams unserer Hochschule diesen inzwischen gut eingeführten undbegehrten Preis erringen, erklärte Prof. Dr. Wolfgang Cornetz, Rektor der HTW.Dass das drei Jahre in Folge möglich war, parallel zu den erheblichen,kräftezehrenden Innovationsaktivitäten unseres Kollegiums, u. a. die Umstellungauf Bachelor- und Master-Abschlüsse, gleichlaufend mit einer 40%igen Steigerungder Studierendenzahlen und einem 100%igen Zuwachs an Studiengängen, alsowirklich unter Extrembedingungen, zeigt mir und damit auch der Öffentlichkeitden hohen Stellenwert, den eine qualitativ hochwertige, moderne und effizienteLehre an der HTW hat.

Mit dem von Professor Dr. Martin Löffler Mangund seinem Team erarbeiteten Studienkonzept Eigenverantwortliches TeamstudiumMechatronik/Sensortechnik" wird konsequent ein ganzheitlicher Ansatz zurFörderung der Studierenden unter den aktuellen Gesichtspunkten deseigenverantwortlichen Teamstudiums vom ersten bis zum letzten Semesterverfolgt. Dabei bilden die Studierenden Gruppen und eignen sich unter Anleitungund Hilfestellung selbständig Wissen an. Über Präsentationen werden die neuenInhalte den anderen Studierenden vermittelt und nebenbei die wichtigen SoftSkills trainiert. Mit voranschreitendem Studium und mit wachsenden Fähigkeitenwerden die Studierenden mehr und mehr in die Forschungsaktivitäten an der HTWals Projektteams eingebunden werden. "Damit wächst der Personenkreis, derdas eigenverantwortliche Teamstudium Mechatronik/Sensortechnik trägt undgestaltet weit über den Kreis der Geehrten hinaus. Auch diesen Kolleginnen undKollegen gebührt die Ehre des Preises", so Löffler-Mang. "Außerdemwachsen Lehre und Forschung zu einer Einheit zusammen, in der sich Studierendeund Lehrende gegenseitig inspirieren und motivieren."
Das Jungendzentrum Illingen ist zurZeit in provisorischen Räumen untergebracht. Die Stadt Illingen schrieb einenstudentischen Wettbewerb aus, um Ideen für einen möglichen Ausbau desungenutzten aber günstig gelegenen ehemaligen Gaswerks der Gemeinde zum Jugendzentrumzu sammeln. Die Architekten Prof. Eve Hartnack und Dipl.-Ing. Simon Kosiolnahmen sich des Projektes an, verfolgen sie doch den Ansatz, ihre Studierendenam realen Objekt arbeiten zu lassen. Das heute prämierte Projekt JugendzentrumIllingen entstand aus der Idee, ein Architekturprojekt aus derAuseinandersetzung zwischen zwei jugendlichen Gruppen entstehen zu lassen. DieStudierenden trafen und befragten die Jugendlichen in Illingen und brachten sodie Wünsche und Vorstellungen ihrer "Bauherren" in Erfahrung,erklärte Hartnack.Mit diesem Programm erarbeiteten die StudierendenMöglichkeiten der Neunutzung und Neudefinition des Gaswerkes, das natürlich miteiner anderen Intention geplant und gebaut worden war. Herausgekommen sindspannende Arbeiten und Studierende der Architektur, die erstmals die Rolle desArchitekten intensiv gelebt haben.
Ein konkretes Projekt biete, soEve Hartnack und Kosiol, Realitätsnähe von der ersten Vorortbegegnung überNutzerbefragung, Orts- und Funktionsanalyse, Einbeziehung des Altbestandes,Gestaltung und Detaillierung von Gebäudehülle bis hin zur Darstellung undPräsentation vor interessiertem Publikum. Kurz und gut: die Arbeit einesArchitekten.
V.i.S.d.P. Katja Jung